Zeitzeugenbericht: Jürgen-Kurt Wenzel "Freiheit, die ich meine. Mein Leben in der 'DDR'"

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Primärmaterial

In diesem autobiografischen Zeitzeugenbericht wird der Alltag als politischer Häftling in einem DDR-Gefängnis geschildert.

Beschreibung

Die anschauliche autobiografische Erzählung weist einen starken lebensweltlichen Bezug auf, der die Schülerinnen und Schüler anspricht. Sie erfahren von realen Schicksalen, reflektieren und diskutieren Gründe, wie politische Gefangene in der DDR behandelt wurden und welche Folgen dies physisch, psychisch und für ihren weiteren Lebenslauf hatte. Dabei erlangen die Schüler reale Einblicke in das Rechtssystem der DDR. Der mehrteilige Bericht, der schriftlich und als Hörfassung bereitsteht, vermittelt Schülerinnen und Schüler Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Thema Flucht aus der DDR aus "erster Hand".

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erfahren, wie politische Gefangene in der DDR behandelt wurden.
  • erlangen einen Einblick in das DDR-Justizsystem.
  • erkennen den Einfluss und die Folgen politischer Haft auf die Biografie von Menschen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • üben sich im zielgerichtenten Lesen und Zuhören. 
  • entnehmen einem Dokument historische Informationen.
  • wenden elementare Schritte der Interpretation von Quellen sach- und themengerecht an.
  • vergleichen Informationen, stellen Verbindungen zwischen ihnen her und erklären Zusammenhänge.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • vollziehen Motive, Bedürfnisse und Interessen von betroffenen Personen und Personengruppen nach (Fremdverstehen).
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

In Kooperation mit

Zeitzeugenbüro

Das Portal www.zeitzeugenbuero.de ist ein Angebot der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dort können bundesweit Zeitzeugen zur Geschichte von Demokratie und Diktatur nach 1945 recherchiert und kontaktiert werden. Über das Portal können darüber hinaus Biografien recherchiert, Unterrichtsmaterialien heruntergeladen und Anregungen für Exkursionen, Projekttage, Veranstaltungen und Vorträge gefunden werden. Die Online-Plattform ermöglicht außerdem die Recherche von Themen und Erinnerungsorten sowie didaktischen Materialien.

Bundesstiftung Aufarbeitung

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat den gesetzlichen Auftrag, die umfassende Aufarbeitung der Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in SBZ und DDR zu befördern, den Prozess der Deutschen Einheit zu begleiten und an der Aufarbeitung von Diktaturen im internationalen Maßstab mitzuwirken. Gemeinsam mit anderen Institutionen und zahlreichen Partnern im In-und Ausland unterstützt sie die Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen in der SBZ/DDR und in Ostmitteleuropa, um das öffentliche Bewusstsein über die kommunistische Gewaltherrschaft zu befördern.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.