Wann ist man angekommen? Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Internetressource

Der Grundlagentext setzt sich am Beispiel der Flüchtlinge aus den Ostgebieten ins Nachkriegsdeutschland mit der Aufnahme und dem Umgang der Flüchtlinge in Deutschland auseinander.

Beschreibung

Flüchtlinge, die heute vor Terror und Kriegen fliehen, rufen bei vielen Deutschen historische Bilder wach. Millionen Biografien in Deutschland sind in ihrem Kern von einem Flüchtlingsschicksal geprägt.

Der Beitrag von Andreas Kossert, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung einsehbar ist, befasst sich mit den Schwierigkeiten, Herausforderungen und verdrängten Erinnerungen der Flüchtlinge in der Nachkriegszeit. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die Flüchtlinge in Deutschland auf- und wahrgenommen wurden und was eine Integration erschwerte. Zahlreiche Zitate sorgen dabei für Anschaulichkeit und Authentizität. Jedoch ist der Beitrag in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Er sollte seitens der Lehrkraft deshalb vor- und nachbereitet werden. Aufgrund der Informationsdichte sollten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus über historisches Grundlagenwissen zum Zweiten Weltkrieg sowie seine Folgen verfügen.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erlangen Wissen und Hintergrundinformationen zur Frage der Aufnahme von Vertriebenen im übrigen Deutschland und zur Integration in die deutsche Gesellschaft.
  • beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Integration von Flüchtlingen aus der aktuellen Flüchtlingswelle.
  • setzen sich mit Sichtweisen und Empfindungen verschiedener Beteiligter zu bestimmten Ereignissen auseinander.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • wenden elementare Schritte zur Interpretation von Textquellen sach- und themengerecht an.
  • benennen die Hauptgedanken eines Textes.
  • stellen Verbindungen zwischen Informationen her, erkennen und erklären Zusammenhänge.
  • unterscheiden zwischen Begründung und Behauptung, Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge, Wirklichkeit und Vorstellung.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit. 
  • berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile und revidieren diese gegebenenfalls zugunsten besser begründbarer Urteile.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.