Veranstaltungsdokumentation: Aussiedlung – Beheimatung – Politische Teilhabe

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Internetressource

Anhand eines Tagungsberichts, Reden, Thesenpapieren, Audiomitschitten und Bilddokumenten erlangen die Lernenden einen Einblick zum Gegenstand und Inhalt der im Frühjahr 2017 durchgeführten Fachtagung.

Beschreibung

Mit rund 2,4 Millionen Menschen stellen die Russlanddeutschen, die schwerpunktmäßig seit 1987 als Aussiedler oder Spätaussiedler aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten nach Deutschland gekommen sind, die größte Einwanderergruppe, die die deutsche Gesellschaft seit der Zuwanderung der "Gastarbeiter" aufgenommen hat. Ebenfalls in engen zeitlichen Zusammenhang mit der Auflösung der Sowjetunion siedelten sich seit 1990 rund 215.000 "Kontingentflüchtlinge" mit jüdischem Hintergrund in Deutschland an. Schließlich leben gut 230.000 Menschen in Deutschland, die ausschließlich einen russischen Pass besitzen.

Vor diesem Hintergrund war es Ziel der Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung, die in den vergangenen Jahren öffentlich meist nur unzureichend diskutierten Fragen von Beheimatung und Identitäten dieser ganz unterschiedlichen Gruppen in den Mittelpunkt eines ergebnisoffenen und konstruktiven Gesprächs zu stellen. Sie fokussierte auf die Deutschen aus Russland als einer der größten Einwanderergruppen in der Bundesrepublik, nimmt sich jedoch auch der Wechselwirkungen mit anderen russischsprachigen Gruppen und Menschen in Deutschland an.

Ein Tagungsbericht, Reden, Thesenpapiere, Audiomitschnitte und Bilddokumente die auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung gebündelt zur Verfügung stehen, dokumentieren den Verlauf und die zentralen Ergebnisse und Diskussionspunkte der Veranstaltung.

Die Materialien sind jedoch in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Deshalb sollten sie seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich mit der Frage der Integration und Beheimatung von Russlanddeutschen und Spätaussiedlern auseinander.
  • kennen politische und gesellschaftliche Schwierigkeiten und Herausforderungen, die mit der Integration von Russlanddeutschen und Spätaussiedlern verbunden sind.
  • erlangen Grundlagenwissen zur aktuellen politischen Diskussion zu diesem Thema.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • üben sich im eigenständigen Analysieren und Interpretieren von Textmaterial.
  • benennen den Hauptgedanken eines Textes, stellen gedankliche Verknüpfungen dar und erschließen die Bedeutung von Aussagen.
  • erfassen unterschiedliche Perspektiven sowie kontroverse Standpunkte und geben sie zutreffend wider.
  • üben sich im zielgerichtenten Zuhören.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.