Russlanddeutsche und andere postsozialistische Migranten

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Internetressource

Das Kurzdossier gibt einen Überblick darüber, wer Russlanddeutsche sind und inwiefern sich ihre Erfahrungen, Interessen und Lebensweisen von denen "Einheimischer" unterscheiden.

Beschreibung

In der Bundesrepublik Deutschland leben rund 2,5 Millionen Russlanddeutsche. Das Wissen über sie ist jedoch bei einem Großteil der Bevölkerung relativ begrenzt. Russlanddeutsche gelten als gut integriert und unauffällig. Im Zuge von Protesten gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und Sympathien für die rechtspopulistischen Parteien rückten sie wieder in den Fokus des medialen und öffentlichen Interesses.

Anhand von zahlreichen Grundlagenartikeln mit Fakten, Daten und Zahlen bietet das Kurzdossier der Bundeszentrale für politische Bildung einen Einblick und Überblick zum Leben, Interessen von Russlanddeutschen, ihrem Leben in Deutschland und ihrem Leben in Russland.

Die Materialien sind in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Deshalb sollten sie seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich grundlegend mit der Geschichte der Russlanddeutschen auseinander.
  • wissen, wie der Begriff "Russlanddeutsche" definiert ist.
  • befassen sich mit der Frage der Integration und Beheimatung von Russlanddeutschen und Spätaussiedlern.
  • erfahren etwas über die Interessen, politisches Engagement und Religiosität von Russlanddeutschen.
  • erfahren etwas über den Alltag der in Russland verbliebenen Russlanddeutschen.
  • erfahren, wie die Migration jüdischer Kontingentflüchtlinge und die Migration von Russlanddeutschen zusammenhängen.
  • setzen sich mit dem Bild der Aussiedler in der Öffentlichkeit und dessen Wahrheitsgehalt auseinander. 
  • hinterfragen und revidieren eigene Vorurteile und Stereotype.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden elementare Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von Sekundärliteratur sach- und themengerecht an.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Bildquellen, Karten, Statistiken, Schemata und Schaubildern.
  • benennen den Hauptgedanken eines Textes, stellen gedankliche Verknüpfungen dar und erschließen die Bedeutung von Aussagen.
  • erfassen unterschiedliche Perspektiven sowie kontroverse Standpunkte und geben sie zutreffend wider.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • prüfen, ob der erreichte Wissenstand als Basis für ein Urteil zureichend ist. formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.