Jugendliche als inoffizielle Mitarbeiter (IM) – IM "Shenja"

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Arbeitsblatt

Anhand der Arbeitsmaterialien erfahren die Lernenden, wie jugendliche inoffizielle Mitarbeiter angeworben wurden, wie ihre Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) aussah und welchen Einfluss dieses auf das Leben seiner Mitarbeiter hatte.

Beschreibung

Anhand von Originalakten setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Arbeitsweise des MfS auseinander. Die Materialien sind so konzipiert, dass sie modular oder auszugsweise im Unterricht eingesetzt werden können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Thema Staatssicherheit sowie der Umgang mit Quellen bereits im Unterricht behandelt worden ist. Durch das Schicksal der jugendlichen inoffiziellen Mitarbeiterin Ute Beden ergibt sich ein starker lebensweltlicher Bezug, der die Schülerinnen und Schüler besonders anspricht. Mithilfe der Aufgabenstellungen werden die Lernenden außerdem dazu angeregt, nicht vorschnell zu urteilen, sondern durch intensive Quellenarbeit zu einem reflektierten und historisch begründeten Sach- und Werturteil zu gelangen. Die offene Gestaltung der Materialien erlaubt darüber hinaus einen flexiblen Einsatz im Unterricht. So können die Materialien wahlweise in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden.

Arbeitsmaterialien

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • erarbeiten, die Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit sowie der inoffiziellen Mitarbeiter.
  • erläutern die Funktion der inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit.
  • vollziehen nach, aus welchen Gründen Menschen als inoffizielle Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit arbeiteten.
  • setzen sich mit den persönlichen Folgen der Mitarbeit für das Ministerium für Staatssicherheit in Bezug auf die inoffiziellen Mitarbeiter auseinander.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • wenden die notwendigen Erschließungsmechanismen von Textquellen ergebnisorientiert an.
  • organisieren Einzel- und Teamarbeit selbstständig.
  • präsentieren ihre Arbeitsergebnisse anspruchsvoll und angemessen. 
  • lernen, Diskussionen argumentativ und rational zu führen. 
  • schulen im Rahmen von Diskussionen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet.
  • analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • lernen, kritische Deutungen historischer Sachverhalte vorzunehmen und dabei Quellen in angemessener Weise mit in die eigene Argumentation einzubeziehen.

In Kooperation mit

Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

Die Unterrichtsmaterialien wurden von der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) herausgegeben. Die Behörde verwaltet und erforscht die Akten und Dokumente des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS).

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.