Die Vertreibung der Deutschen aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Internetressource

Der Grundlagentext beschreibt das Thema Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkrieges. Wie die Zeit im Rahmen der Erinnerungskultur aufgearbeitet wurde und wie sich die Integration der Vertriebenen entwickelte, ist dabei ebenfalls Gegenstand.

Beschreibung

An die zwölf Millionen Deutsche wurden zum Kriegsende aus Osteuropa evakuiert, flohen in Trecks, wurden deportiert oder ausgewiesen. Welche Rolle spielt die Erinnerung der Vertriebenen heute? In welches Verhältnis werden sie zur Politik und den Verbrechen des Nationalsozialismus gebracht? Dies sind die zentralen Fragen dieses Grundlagentextes.

Neben der Auseinandersetzung mit dem Themenschwerpunkt Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkriegs kann der Beitrag auch zur Thematisierung von Flucht in der Erinnerungskultur herangezogen werden. Da der Bericht jedoch in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet ist, sollte er seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden. Aufgrund der Informationsdichte sollten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus über historisches Grundlagenwissen zum Zweiten Weltkrieg sowie seinen Folgen verfügen.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • setzen sich mit der Situation deutscher Flüchtlinge aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße auseinander. 
  • erlangen Wissen und Hintergrundinformationen zur Frage der Aufnahme der Vertriebenen im übrigen Deutschland und zur Integration in die deutsche Gesellschaft.
  • befassen sich mit der Aufarbeitung und Verarbeitung des Geschehens in Geschichtswissenschaft und der öffentlichen Diskussion.
  • setzen sich mit Sichtweisen und Empfindungen verschiedener Beteiligter zu bestimmten Ereignissen auseinander.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • wenden elementare Schritte zur Interpretation von Textquellen sach- und themengerecht an. 
  • benennen die Hauptgedanken eines Textes.
  • stellen Verbindungen zwischen Informationen her, erkennen und erklären Zusammenhänge.
  • unterscheiden zwischen Begründung und Behauptung, Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge, Wirklichkeit und Vorstellung.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile und revidieren diese gegebenenfalls zugunsten besser begründbarer Urteile.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.