50 Jahre Deutsch-türkisches Anwerberabkommen

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Kopiervorlagen bieten einen ersten historischen Überblick über die Einwanderung der türkischen Migranten in die Bundesrepublik.

Beschreibung

Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei das Deutsch-türkische Anwerbeabkommen in Bad Godesberg. Kurze Zeit später kamen die ersten Arbeiter aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland. Beide Seiten konnten nicht erahnen, welche weitreichenden Folgen und Veränderungen dies für das Leben der damaligen "Gastarbeiter" haben würde.

Die Kopiervorlagen aus der Reihe "Falter" der Bundeszentrale für politische Bildung bieten einen ersten historischen Überblick über die Einwanderung der türkischen Migranten in die Bundesrepublik. Anhand von Fotos, Zeitungsausschnitten, Grafiken und anderen Materialien setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Anwerbung der ersten türkischen Gastarbeiter und der Einwanderungssituation seit den späten 1970er Jahren auseinander.

Ergänzend steht für Lehrkräfte eine als PDF erhältliche Lehrerhandreichung bereit, die Zusatzinformationen und didaktische Hinweise enthält.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • kennen Gründe und den Verlauf der Anwerbung der Gastarbeiter.
  • kennen Beweggründe der deutschen Bundesregierung Gastarbeiter anzuwerben.
  • definieren die Begriffe "Gast" und "Arbeiter" und diskutieren drauf aufbauend die Widersprüchlichkeit des Begriffs "Gastarbeiter".
  • befassen sich mithilfe von Texten und Grafiken mit Auswirkungen des Anwerbestopps.
  • kennen Gründe für den dauerhaften Aufenthalt türkischer Gastarbeiter.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden elementare Schritte zur Interpretation von Textquellen sach- und themengerecht an. 
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Bildquellen.
  • benennen die Hauptgedanken eines Textes.
  • stellen Verbindungen zwischen Informationen her, erkennen und erklären Zusammenhänge.
  • lernen, Diskussionen argumentativ und rational zu führen.
  • schulen im Rahmen von Diskussionen und Präsentationen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen.
  • berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile und revidieren diese gegebenenfalls zugunsten besser begründbarer Urteile.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.