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Podcast "Homeschooling hautnah" Folge 2: Achtklässlerin aus dem Rhein-Main-Gebiet

Im zweiten Teil unserer neuen Podcast-Reihe "Homeschooling hautnah" berichtet uns eine Schülerin der 8. Klasse eines Gymnasiums im Rhein-Main-Gebiet, wie sie die "schulfreie Zeit" aus Schülersicht erlebt und welche Probleme damit teilweise verbunden sind.

Podcast: Digitaler Unterricht aus Schülersicht

Auch wenn bundesweit nun alle Schülerinnen und Schüler zu Hause sind, bedeutet das keineswegs, dass die Kinder und Jugendlichen nichts zu tun haben. Wie verbringen sie den Alltag? Wie und von wem bekommen sie Arbeitsmaterialien und -aufgaben und wie bleiben sie in Kontakt mit ihren Lehrkräften sowie mit den Mitschülerinnen und Mitschülern? Zu all diesen Fragen hat uns Anna (Name von der Redaktion geändert), eine Schülerin der 8. Klasse, Rede und Antwort gestanden.

Verlängerte Ferien?

Ganz und gar nicht! Die 13-jährige Schülerin Anna aus dem Rhein-Main-Gebiet versucht trotz der schulfreien Zeit weiterhin einen geregelten Tagesablauf zu organisieren, um im Rhythmus zu bleiben. Ausschlafen ist dennoch erlaubt, denn die Zeiteinteilung gestaltet sich nun um einiges flexibler. Die von den Lehrkräften zu Verfügung gestellten Aufgaben können jedoch dann gemacht werden, wann es ihr am besten passt. Den restlichen Tag verbringt sie so, wie sie es auch sonst machen würde, nur eben in den eigenen vier Wänden: Da findet der Geigenunterricht gezwungenermaßen auch mal über ein Video-Telefonat statt.

Probleme und Hürden

Was sehr entspannt klingt, bringt dennoch auch einige Probleme mit sich: Die Kommunikation und die Bereitstellung von Arbeitsmaterialien in der "digitalen Schule" gestalten sich gelegentlich etwas schwierig. Bis die Aufgaben bei den Lernenden ankommen, kann einige Zeit vergehen.

Hoffnung

Wenn hoffentlich bald wieder Normalität eingekehrt ist, hofft Anna jedenfalls, dass ihre Schule die aktuelle Situation des digitalen Unterricht als Chance begreift und auch nach der schulfreien Zeit den Unterricht digitaler und flexibler gestaltet. Sie ist sich sicher, dass die nach der häuslichen Isolation mehr Wertschätzung für die Freiheit empfinden wird, die wir unter normalen Umständen alle genießen können.

Kommentare

  1. Meyer Herrenberg am 22.04.2020
    Was die Schülerin über die schulischen Kommunikationswege sagt, klingt fast nach einer Bankrotterklärung für die Arbeitsweise ihrer Schule. Es ist ein absolutes Unding, wenn die SuS keine Möglichkeit haben, ihre Lehrer*innen direkt zu kontaktieren. An den meisten Schulen, mit denen ich (auch als Vater) zu tun habe, hat jede*r Kolleg*in eine dienstliche E-Mail-Adresse, zum Beispiel nach dem Muster Lehrerkürzel@schulname.de. Und das nicht erst seit Beginn der Krise.

    Meine Klassenlehrer-Kollegin und ich haben unseren Fünftklässler*innen darüber hinaus unsere private Telefonnummern gegeben, was nur spärlich, aber in Einzelfällen eben doch gerne genutzt wird. Zu unangenehmen Situationen (unerwünschten Anrufen zur Unzeit etc.) hat das noch nie geführt.

    Gerade heute haben sämtliche SuS unserer Schule einen individuellen Zugang zu "Microsoft Teams" bekommen, um die Kommunikationswege zu vereinheitlichen. Darüber erfolgt zukünftig die Verteilung der Aufgaben und die überwiegende Kommunikation. Unter anderem sind darüber auch Videokonferenzen möglich, was gerade mit höheren Klassen auch gerne genutzt wird.

    In der derzeitigen Situation halte ich es für geradezu unverantwortlich, moderne Kommunikationswege nicht zu nutzen.

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