Wissensmanagement und Organisation

Wissensorganisation wird in der Praxis der beruflichen Qualifizierung immer bedeutsamer.

In der beruflichen Bildung ist es wichtig, das bei den Lehrkräften sowie in der Wirtschaftspraxis vorhandene (individuelle) Wissen zu kollektivem Wissen zu machen. So kann gleichzeitig eine Verbindung von Lernen und Arbeiten aber auch eine Förderung selbstorganisierten Lernens angestoßen werden.

Wissen in Berufsbildungsnetzwerken

Unterstützung durch Informationstechnik

Wissen wird hier als die zentrale Ressource erkannt, die in Berufsbildungsnetzwerken (verstanden als Netzwerk von Lehrkräften beruflicher Schulen, betrieblichen Praktikern, Wissenschaftlern et cetera) ‚zirkuliert' und einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssteigerung der beruflichen Bildung leisten kann. Diese zentrale Ressource wird sinnvollerweise einem institutionsinternen und -externen Wissensmanagement zugeführt. Dabei kann Informationstechnik (IT) unterstützend wirken, indem eine Bündelung über einen webgestützten Bildungsserver vorgenommen wird.

Kollektiv nutzbare Wissensressourcen

Einen Überblick, welches Wissen grundsätzlich in den Bildungsinstitutionen sowie der Wirtschaftspraxis (hier der Bankenpraxis) verfügbar und kollektiv nutzbar ist, zeigt die Abbildung 2.

Koordination des Wissensnetzwerkes

Erfahrungen mit Wissensnetzwerken zeigen, dass diese nur bei einem professionellen Management "funktionieren". Koordiniert wird dieses Netzwerk für den "Praxistransfer Berufskolleg Banken" am Landesinstitut für Schule (www.lfs-nrw.de) durch eine Steuergruppe, der unter anderem Vertreter des Schulministeriums und der Schulaufsicht, Lehrkräfte der Berufsschule sowie Personalentwickler der Bankenpraxis angehören. Geleistet wird die konzeptionelle und redaktionelle Arbeit von einer Gruppe von Lehrkräften aus zehn verschiedenen Berufskollegs aus NRW.

Autor
Avatar Ernst Tiemeyer

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