Kompetenzanforderungen

Unsere Untersuchungen zu Kompetenzanforderungen im E-Business und unsere Überlegungen hinsichtlich deren didaktischer Umsetzung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • IT-Überblicks-, Anwender- und Fachwissen

    Benötigt wird IT-Überblicks-, Anwender- und zum Teil Fachwissen - das heißt, in Zeiten immer kürzerer Innovationszyklen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien müssen die Lernenden anhand exemplarischer Inhalte an die selbsttätige Erarbeitung von Fachwissen herangeführt werden.
  • Kaufmännische Fachkompetenzen

    Benötigt werden kaufmännische Fachkompetenzen - das heißt, die Auszubildenden müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit mit betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Inhalten konfrontiert werden.
  • Wissen über elektronische Geschäftsprozesse

    Benötigt wird Basiswissen über die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen - das heißt, die Schüler müssen aktiv in die Abwicklung elektronischer Geschäftsprozesse involviert werden.
  • Kundenorientierung

    Benötigt wird Kundenorientierung unter Netzbedingungen - das heißt, die Lernenden müssen mit realen Kunden unter Nutzung der neuen Medien in Kontakt treten und ihre eigene Arbeit an den Kundenwünschen ausrichten.
  • Branchen-Know-how

    Benötigt wird Branchen-Know-how - das heißt, die Auszubildenden müssen in Form von Markt- und Konkurrenzanalysen ihre eigene Arbeit vor dem Hintergrund der Branchensituation einschätzen und reflektieren.
  • Kaufmännische Medienkompetenz

    Benötigt werden kaufmännische Medienkompetenzen - das heißt, es muss eine integrative Nutzung Neuer Medien innerhalb der kaufmännischen Bearbeitung von Geschäftsprozessen erfolgen.
  • Kontext- und Prozesswissen

    Benötigt wird Kontext- und Prozesswissen - das heißt, die Schülerinnen und Schüler müssen den Rahmen ihrer Abteilung, ihres Ausbildungsbetriebs beziehungsweise ihrer Schule und ihres Ausbildungsgangs überschreiten, um eine umfassende Perspektive auf Geschäftsprozesse und -kontexte zu gewinnen.
  • Fähigkeit zu virtueller Kommunikation und Kooperation

    Benötigt wird die Fähigkeit zu virtueller Kommunikation und Kooperation - das heißt, die Auszubildenden müssen bereits innerhalb Ihrer Ausbildung mit diesen neuen Formen der Zusammenarbeit konfrontiert werden. Hierzu sind entsprechende Kommunikationsanlässe und die notwendige Infrastruktur zu implementieren.
  • Teamfähigkeit für konventionelle und virtuelle Teams

    Benötigt wird Teamfähigkeit für konventionelle und virtuelle Teams - das heißt, es müssen Formen der konventionellen und virtuellen Teamarbeit in der Ausbildung ihren Einzug halten.
  • Entscheidungskompetenzen

    Benötigt werden Entscheidungskompetenzen - das heißt, im Rahmen der Ausbildung muss der Freiraum zu und die Notwendigkeit von eigenen Entscheidungen der Lernenden geschaffen werden.
  • Selbstmanagement

    Benötigt wird Selbstmanagement - das heißt, die Lernenden müssen vor die Aufgabe der selbstständigen und eigenverantwortlichen Bearbeitung von Geschäftsprozessen gestellt werden.
  • Selbstlernkompetenzen

    Benötigt werden Selbstlernkompetenzen - das heißt, die Lernenden müssen im Rahmen der selbstständigen Bearbeitung von Geschäftsprozessen in die Lage versetzt werden, eigene Qualifikationsbedarfe zu erkennen und diese selbstorganisiert auszugleichen.

Eine ganze Reihe von Anforderungen! Unsere Ausgangshypothese war, dass ein virtuelles Netzwerk von miteinander kooperierenden Juniorenfirmen im Geschäftsfeld Internetdienstleistungen diese Anforderungen am besten in die Praxis umsetzen kann. Welche Erfahrungen haben wir hiermit gemacht?

Autor
Avatar Frank Elster

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