UNESCO-Projektschule: Heinrich-Böll-Schule Rodgau

Die Heinrich-Böll-Schule in Rodgau ist eine integrierte Gesamtschule im Landkreis Offenbach-Land. Sie engagiert sich schon seit vielen Jahren im Hinblick auf Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Heinrich-Böll-Schule Rodgau

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Neben dem Lernen von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fakten und Zusammenhängen zum Zustand der Menschheit und unserer Erde werden im Unterricht auch Handlungsmöglichkeiten in Theorie und Praxis besprochen. Dies betrifft insbesondere die Fächer Gesellschaftslehre, Arbeitslehre, Ethik, Religion, die naturwissenschaftlichen Fächer und das Wahlpflichtfach "Welt in Balance". 

Zudem gibt es an der Heinrich-Böll-Schule eine UNESCO-AG, die sich wöchentlich zur Besprechung aktueller und zukünftiger UNESCO-Aktivitäten der Schulgemeinde trifft. Im außerunterrichtlichen Bereich kümmern sich neben der UNESCO-AG besonders die Klima-AG, die Up Cycling-AG und die Wald-AG um Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Demokratie- und Friedenserziehung

Die Demokratie-Erziehung wird durch eine wöchentliche Schülervertretungsstunde gefördert, ergänzt durch Sitzungen der Klassensprecherversammlung. Darüber hinaus sind Heinrich-Böll-Schülerinnen und Schüler im Rodgauer Kinder- und Jugendparlament vertreten. Parlamentsbesuche und NS-Gedenkstättenbesuche ergänzen das Bemühen, die Schülerschaft zu politisch mündigen Bürgern zu erziehen.

Die Heinrich-Böll-Schule Rodgau organisiert für Kreisau (Polen) seit 2015 freiwillige Studientage zum Thema "Widerstand gegen die Nazi-Terrorherrschaft - Engagement heute" (UN-Agenda 2030). Jährliche Fahrten zum UNESCO-Welterbe Limes (Saalburg) im Jahrgang 7 ergänzen die UNESCO-Arbeit im Bereich der Welterbe-Erziehung.

Verschiedene COMENIUS-Projekte wie SODA (Demokratie in Europa) und SAVE (Schulen gegen Gewalt) vertiefen neben Auslandsfahrten zum Beispiel nach England und Frankreich den Gedanken der Völkerverständigung. Mit einem Gymnasium aus Turawa (Polen) besteht seit einigen Jahren eine Schulpartnerschaft. 

Umweltschule

Die Heinrich-Böll-Schule Rodgau ist "Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft" (2015) und beteiligte sich am Programm "100 Schulen für den Klimaschutz(2011). Ebenso ist sie "Gesundheitsfördernde Schule" (Zertifikat 2015). 

Solarmodule auf dem Schuldach, Ökostrom, ein Schulgarten, ein Wildbienen-Areal und sehr viel Grün im Außenbereich unterstützen die Schule in ihrem Anspruch, Nachhaltigkeit auch in der Praxis zu leben. Hinzu kommen viele nachhaltige Projekte, wie das nachhaltige Schulstarter-Set für Jahrgang 5 und der Schulshop, der nachhaltige Schulmaterialien anbietet.

Die Schule nimmt seit 2003 am "Sauberhaften Schulweg" teil, einer Initiative des hessischen Umweltministeriums. Regelmäßige Teilnahmen am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit und weiteren Aktionstagen, wie zum Beispiel am Internationalen Tag des Wassers, finden in Form von Workshops, Vorträgen und Aktionen ihren Ausdruck. Selbstorganisierte Messen gab es bisher zu folgenden Themen: Energie 2011, Plant-for-the-planet 2015, Glücklich in Rodgau 2016.

Spendenkultur

Von der Heinrich-Böll-Schul-Spendenkultur profitierten bisher unter anderem: Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Deutsche Welthungerhilfe, Deutscher Hilfsverein Albert Schweitzer Spital Lambarene (Gabun), Ökobecher für die Schulgemeinde, tragbare Wasserfilter (PAULs: Portable Aquatic Unit for Lifesaving) und UNICEF.

Seit 2016 besteht eine Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Schule Rodgau und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) in Form von Workshops und dem UNO-Friedenscup (Benefiz-Fußballturnier).