Gewalt in der Klasse: Sensibilisierungsmethoden

Was sollen wir unter Gewalt verstehen? Abgrenzungen sind hier schwierig. Mithilfe der Methodenverschläge aus den UNICEF-Unterrichtsmaterialien zum Thema "Kinderrechte in Deutschland" können Schülerinnen und Schüler für das Gewaltklima in der Klasse sensibilisiert werden.

Beschreibung

Fernab jeder wissenschaftlich abgesicherten Definition geht es vor allem darum, Sensibilität für jene Gewalt zu entwickeln, die nicht erst beim Schlagen beginnt, sondern die mit Ausgrenzung, Auslachen, demonstrativer Nicht-Beachtung oder mit Demütigungen wegen vermeintlicher Defizite einhergeht. Von dieser Gewalt bis hin zum Mobbing sind mehr Schülerinnen und Schüler betroffen als gemeinhin vermutet wird - und manchmal gehören auch Lehrpersonen zu denen, von denen derartige Gewalt ausgeht.

Methode 1: Debatte zu Gewaltsituationen

Was ist Gewalt? Debattieren Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern und lassen Sie sie abstimmen, ob sie die beschriebenen Situationen als Gewalt bezeichnen würden. Diese Methode eignet sich gut als Einstieg in die Gewalt-Thematik.

  • Jonas wird immer als letzter gewählt, wenn Fußball-Mannschaften zusammengestellt werden.
  • Göran hat als einziger in der Klasse noch kein Handy.
  • Sarahs Eltern verlangen von ihr, dass sie spätestens um 22.00 Uhr zu Hause ist. Sie ist 16 Jahre alt.
  • Die Schulleitung will Schuluniformen an der Schule einführen.
  • Melanie hat einem Eimer Wasser abbekommen, als sie vom Sportplatz in die Umkleidekabine ging.
  • Die Mitschülerinnen und Mitschüler nennen Lisa immer nur "Pummel".

Methode 2: Bewertung des Klassenklimas

Akzeptanz in der Klasse ist ein wichtiger Faktor, um Gewaltpotenziale abzubauen und Konflikte friedlicher zu lösen. Mit dem Arbeitsblatt soll anonym ermittelt werden, wie die Schülerinnen und Schüler ihr Klassenklima bewerten. Besprechen Sie die Ergebnisse ausführlich und versuchen Sie, Verbesserungsmöglichkeiten für das Klassenklima festzuhalten. Denn auf Aggressionen kann man unterschiedlich antworten.

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Methode 3: Unterschiedliche Reaktionsweisen ausdenken

Das Arbeitsblatt macht Vorschläge für kleine Rollenspiele und fordert die Schülerinnen und Schüler heraus, sich unterschiedliche Reaktionsweisen auszudenken. Die Beispiele können gerne noch ergänzt oder ersetzt werden, um der tatsächlichen Situation in der betreffenden Klasse näher zu kommen.

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