Basisinformation Hypertexte

Der Fachartikel zum Thema "Basisinformation Hypertexte" liefert allgemeine Informationen über verschiedene Formen von Hypertexten und ihren Einsatz im Unterricht.

Beschreibung

Hypertexte im ursprünglichen Sinne bestehen aus einzelnen Textfragmenten, die durch Knotenpunkte (Links) zu einem netzartigen Gebilde verknüpft sind. Am Computer sind diese Links oft als Schaltflächen oder als unterstrichene Textstellen dargestellt. Meist ändert sich auch die Form des Cursors (Mauszeigers) bei ihrer Berührung. Die einzelnen Dokumente sind so gestaltet, dass sie für sich alleine stehen können, aber auch offen sind für frei anwählbare Erweiterungen in Text-, Ton- oder Bildform. Die Leserinnen und Leser stellen also die Abfolge und Anordnung der gewünschten Textteile selbst zusammen. Hypertexte wurden entwickelt, um umfangreiche Informationen in Datenbanken zu organisieren, zum Beispiel im Internet oder auf CD-ROM.

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Hypertexte können im Unterricht eingesetzt werden in Form von multimedialen Lerneinheiten, als Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Bau der Klassen- oder Schulhomepage oder im Deutschunterricht zur Herstellung einer Geschichte mit unterschiedlichen Erzählsträngen (literarischer Hypertext).

Didaktisch-methodischer Nutzen

Multimediale Lerneinheiten ermöglichen uns eine differenzierte Aufbereitung des Lernstoffes: genügt für das eine Kind die kurze Darstellung einer bestimmten Sache, ist das andere an umfangreichen Informationen interessiert und kann sie aufnehmen und verarbeiten. Texte können in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten werden, abhängig von der Lesefähigkeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Der unterschiedlichen Aufnahmefähigkeit tragen zusätzliche Bild- und Tondokumente oder interaktive Übungsmöglichkeiten Rechnung. Selbstgesteuertem, entdeckendem Lernen ist hier die Tür geöffnet. Eine Beteiligung am Bau der Klassen- oder Schulhomepage gibt den Kindern die Möglichkeit, Projekte und die eigenen Leistungen dabei einem breiteren Publikum vorzustellen.

Literarischer Hypertext

Beim literarischen Hypertext ist im Gegensatz zur herkömmlichen Printversion die Struktur einer Geschichte nicht linear angeordnet, sondern verzweigt. Der Verlauf des Geschehens ist abhängig vom jeweils gewählten Link. Der Lesende hat die Möglichkeit, sich durch Hyperlinks für verschiedene Pfade zu entscheiden. Die Gesamtstruktur bleibt ihm dabei verborgen; er weiß nie, an welcher Stelle der Geschichte er sich befindet. Führt ihn der nächste Link weiter oder zum Ende? Inzwischen gibt es kollaborative Schreibprojekte im Internet, die entweder nur einer ausgewählten Autorengruppe zugänglich oder ganz offen sind.

Autorin
Portrait von Margret Datz Margret Datz

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