Stop-Motion-Filme einfach gestalten mit der App "Stop Motion Studio"

Fundstück

Stop-Motion-Filme völlig unkompliziert mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I erstellen. Wie? Mit der kostenlosen App "Stop Motion Studio" fürs Smartphone oder Tablet und ein paar nützlichen Informationen rund um ihren Einsatz im Unterricht.

Mit der Stop-Motion-Technik, die bereits vor hundert Jahren die Film-Pioniere George Meliès ("Les cartes vivantes", 1904) und Willis O'Brien ("The Dinosaur and the Missing Link", 1915) verwendeten, lassen sich einfach kurze Trickfilme herstellen. Dabei können nicht nur räumliche Objekte wie Knet- oder Playmobilfiguren, Naturmaterialien oder Personen wie die Schülerinnen und Schüler selbst, sondern auch flache Grafiken – angefangen von Zeitungsausschnitten und Zeichnungen über Buchstaben bis hin zu Fotos – mittels Smartphone oder Tablet Bild für Bild zusammengesetzt und durch die App "Stop Motion Studio" zum Leben erweckt werden.

Verdeutlichung der Funktionsweise des Mediums Film

Durch die Herstellung der Trickfilme mit der Stop-Motion-Technik werden die Lernenden für das technische Verfahren der bewegten Einzelbilder sensibilisiert. Durch eine Umwandlung der Frame Rate von drei oder mehr Bildern pro Sekunde wird die Funktionsweise des Mediums Film verdeutlicht. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Filme bewegte Einzelbilder in schnellem Ablauf sind. Zudem sind die Ergebnisse in ihrer Anschaulichkeit überzeugend und hoch motivierend.

Die Kamera bewegt sich nicht

Egal, wofür man sich entscheidet, das, was sich bewegen soll, sind die Figuren – nicht die Kamera. Dies ist der für die meisten Lernenden am schwierigsten umzusetzende Teil. Insofern sind ein fester Stand der Kamera und ein Stativ mit gutem, sicherem Kopf.absolute Grundvoraussetzung. Darüber hinaus wird nur eine Smartphone- oder Tablet-Kamera benötigt.

Es darf auch mal "ruckeln"

Das Genre birgt schon in sich, dass es nicht um die möglichst realistische Nachbildung der Wirklichkeit geht. Vielmehr darf man auf jeden Fall sehen, dass animiert worden ist. Der fertige Film kann durchaus gebastelt aussehen, und es darf auch hier und da ruckeln, da diese leichte Unkorrektheit den speziellen Reiz der Stop-Motion-Animation im Allgemeinen und bei Lernenden im Besonderen ausmacht.

Kameras und Set aufbauen

Drei bis vier Schülerinnen und Schüler arbeiten in Kleingruppen zusammen. Nach Aufbau und Einstellung der Höhe der Stative werden die Kameras auf diesen befestigt. Zum Aufbau des Sets wird pro Gruppe ein Tisch an die Wand gerückt und weißes Papier von der Rolle am Tisch als Unterlage und an der Wand als Hintergrund befestigt.

Kameras ausrichten

Im Anschluss werden die Kameras in die richtige Position gebracht und ausgerichtet. Die meisten Schülerinnen und Schüler kennen sich mit der Bedienung einer Smartphone- oder Tablet-Kamera bereits aus. Das Aufstellen und Einrichten des Stativs sowie die Befestigung der Kameras werden auch schnell erlernt.

Nur die Objekte dürfen sich bewegen

Wenn der Bildausschnitt festgelegt worden ist, darf nun nicht mehr gezoomt und weder Kamera noch Stativ bewegt werden dürfen. Nur die abzulichtenden Objekte werden Stück für Stück bewegt und jedes Mal fotografiert.

Erklärung der Stop-Motion-Studio-App

Zum Beispiel mithilfe dieses Videos kann den Schülerinnen und Schülern die Handhabung der App zur Erstellung eines Stop-Motion-Film einfach vorgestellt werden. Weitere Unterrichtsideen zum Einsatz dieser App im Unterricht finden Sie auch auf Lehrer-Online!

Wir wünschen viel Spaß und kreative Gestaltungszeiten! :-)

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Autorin

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Simone Adams-Weggen

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