Spielerische Auseinandersetzung statt erhobener Zeigefinger

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veröffentlicht am 02.11.2022

Für mehr Medienkompetenz bei Grundschülerinnen und Grundschülern: Die App "Wo ist Goldi? – Sicher Surfen im Netz" des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales hilft Pädagoginnen und Pädagogen bei der Medienerziehung.

App "Wo ist Goldi? – Sicher surfen im Netz"

Die Gefährdung von Kindern gerade im Grundschulalter hat zugenommen. Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, aber auch Fake News und Kostenfallen zählen zu den Gefahren im digitalen Raum.  Deutsche Experten schätzen, dass in der Bundesrepublik fast jede fünfte Schülerin beziehungsweise jeder fünfte Schüler in Deutschland schon einmal im Internet oder in Chats per Smartphone über einen längeren Zeitraum hinweg beleidigt, bedroht, belästigt oder bloßgestellt worden ist.

Als pädagogisches wie kindgerechtes Hilfsmittel für Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler hat das Bayerische Staatsministerium für Digitales mit "Wo ist Goldi? – Sicher Surfen im Netz" eine App lanciert, mittels der Kinder in fünf Episoden auf spielerische Weise zentrale Gefahren im Umgang mit digitalen Medien kennenlernen und verstehen können und Lehrkräfte ihren Unterricht bereichern können.

In den ersten drei Episoden stehen die Themen Desinformation, Datenschutz, Internetsicherheit oder Bildrechte im Netz im Fokus, Folge 4 veranschaulicht das Problem Cybermobbing. In der fünften Episode lernen die Nutzerinnen und Nutzer am Beispiel einer gefälschten Online-Bekanntschaft mehr über die Gefahren der Manipulation im Netz ("Cybergrooming").

App "Wo ist Goldi? – Sicher surfen im Netz"

"Wir können und wollen unseren Kindern das Internet nicht verbieten. Aber wir müssen sie für mögliche Gefahren sensibilisieren, damit sie sicher im Netz unterwegs sind. Unsere App vermittelt Medienkompetenz spielerisch und kindgerecht", erklärt Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach.

Die Entwicklung erfolgte durch die Lernspielexpertinnen und -experten der Wegesrand GmbH & Co.KG in enger Zusammenarbeit mit dem JFF-Institut für Medienpädagogik – und vor allem mit der Zielgruppe selbst. In diversen Tests und Befragungen hatten Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren die Möglichkeit, den Entwicklungsprozess mitzugestalten.

Die App überzeugt durch grafische Exzellenz, Realitätsnähe und eine gehörige Portion Humor. In einem separaten Bereich für Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen wird ein kurzer Überblick über Spielhandlung und Lernziele der Kapitel gegeben. Ergänzend sind Hinweise zu weiterführenden Angeboten zum Thema digitale Medienkompetenz angegeben.