Online-Kurs zu "Linked Data Engineering" am Hasso-Plattner-Institut

veröffentlicht am 14.10.2016

Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer besteht das Internet aus Webseiten, doch tatsächlich ist es auch ein Netz der Daten und der Datenbanken. Der Erfinder des World Wide Web, Tim Berners Lee, wirbt seit Jahren für die Idee, das enorme Potential dieser häufig noch unvernetzten Datensilos nutzbar zu machen. Er hat dieses Konzept "Linked Data" genannt.

So wie das World Wide Web für die Nutzerinnen und Nutzer den Zugang zu Dokumenten und Inhalten radikal verändert hat, kann "Linked Data" den Zugang zu und die Nutzung von Daten und Datenbanken revolutionieren. Zahlreiche Wissenschaftseinrichtungen und internationale Regierungsorganisationen wie das EU Open Data Portal sind bereits Teilnehmer des "Web of Data".

Am 17. Oktober beginnt auf open.hpi.de der sechswöchige englischsprachige Online-Kurs "Linked Data Engineering", der die Strukturierung von Daten für das Netz erklärt und die Anwendung von "Linked Data" - verknüpften Daten - ins Zentrum stellt. Interessenten können sich hier zu dem kostenlosen Angebot des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik anmelden: open.hpi.de/courses/semanticweb2016

Der Kurs ist Teil einer Reihe von Semantic Web-Kursen, die von dem Potsdamer Informatikwissenschaftler Professor Dr. Harald Sack geleitet werden. "Im Gegensatz zu den letzten Kursen legen wir diesmal besonderes Augenmerk auf die praktische Anwendung von Linked Data und Semantic Web Technologien. Dafür haben wir auf fortgeschrittene Mathematik und formale Theorie bewusst verzichtet", so Sack. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen beispielsweise wie Linked Data einfach erzeugt, genutzt und im Web veröffentlicht werden kann.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten für die erfolgreiche Teilnahme am Kurs Vorwissen im Bereich Datenbanken sowie Verständnis für Internettechnologien mitbringen. Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten sie ein Zeugnis. Zudem haben sie die Möglichkeit, ein qualifiziertes Zertifikat zu erwerben, welches neben den üblichen Angaben wie Namen, erreichter Punktezahl und Kursinhalte auch das Foto des Teilnehmers enthält.

HPI-Institutsleiter Professor Christoph Meinel benennt die Vorzüge dieser neuen kostenpflichtigen Funktion: "Mithilfe der automatischen Gesichtserkennung können wir sichergehen, dass die Person, die sich angemeldet hat, die Prüfung persönlich ablegt. Studierende können sich außerdem für das qualifizierte Zertifikat an ihrer Heimatuniversität ECTS-Punkte anrechnen lassen."