Fremdsprachen

"Qui es-tu?" - Geschlechterklischees überwinden lernen

Veröffentlicht am 10.07.2013
  • Sekundarstufe II
  • 2 Unterrichtsstunden
  • Unterrichtsplanung, Arbeitsblatt, Didaktik/Methodik
  • 1 Arbeitsmaterial

In dieser Unterrichtseinheit gelangen die Schülerinnen und Schüler in Selbstreflexion zu der Erkenntnis, dass sie durch Gender-Zwänge einen Verlust an Handlungsfreiheit erleiden. Die Kernanliegen bei der Kompetenzvermittlung sind die Erweiterung des Wortschatzes und der Selbstkompetenz.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das didaktische Konzept der Doppelstunde stützt sich auf die Subjekttheorie Judith Butlers, nach der Männer und Frauen eine Identität dadurch entwickeln, dass sie sich vom anderen Geschlecht abgrenzen und dessen Eigenschaften verwerfen. Sie hinterlassen eine sogenannte "Verlustspur". Das Ziel der Unterrichtseinheit ist erreicht, wenn die Schülerinnen und Schüler diese Verluste als eine Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit wahrnehmen. Es gilt zu fördern, dass sich Jungen und Mädchen im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten und Neigungen entwickeln dürfen. Ein solches Anrecht ist in Artikel 2 des Grundgesetzes fest verankert: "Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit."

  • Weitergehende didaktische Überlegungen
    Eine ausführliche Ausführung zu den didaktischen Überlegungen dieser Unterrichtseinheit finden Sie unter diesem Link.
  • Ablauf und Arbeitsmaterialien
    Eine detaillierte Beschreibung des Unterrichtsverlaufs sowie alle benötigten Arbeitsblätter einzeln zum Download haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Arbeitsblätter "Geschlechterklischees" zum Download

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • sich in Selbstreflektion daran erinnern, welche Tätigkeiten sie schon einmal ausüben mussten, weil sie ein Mädchen oder ein Junge sind.
  • Tätigkeiten beschreiben, die ihnen Freude bereiten würden.
  • ihre eigenen Charaktereigenschaften beschreiben.
  • ihren Wortschatz erweitern.
  • die Ratschläge beschreiben, die sie erteilt bekommen, weil sie ein Junge oder ein Mädchen sind.
  • in einer Plenumsdiskussion bestimmen, welche Eigenschaften und Tätigkeiten Männer und Frauen nur ausleben können, indem sie in Konflikt mit den geschlechtsspezifischen Rollenanforderungen geraten.

Methoden- und Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • konzentriert und in Selbstreflektion einen autobiografischen Text schreiben.
  • selbstständig eine Plenumsdiskussion in französischer Sprache durchführen.
  • ihren Französisch-Wortschatz erweitern.

Literatur

Die Unterrichtseinheit verdankt entscheidende Anregungen den Ideen von Debus/Stuve 2013: Debus, Katharina/Stuve, Olaf (2013): Die Verlustspur des Subjekts - eine Methode zur Reflexion zweigeschlechtlicher Geschlechterkonstruktionen, in: journal für lehrerInnenbildung, 1/2013 [Themenheft: Equity und Equality. Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem: Eine Spurensuche], Seite 47-52.


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Avatar Dr. Achim Schröder

Dr. Achim Schröder ist Studienrat für die Fächer Französisch, Deutsch sowie Politik und Wirtschaft.

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