Projekt "Keep Cool": Das Spiel zum Klimawandel

Beim "Keep Cool"-Spiel gilt es, die Gemeinschaftsinteressen des Klimaschutzes gegen die Bedürfnisse des Einzelnen abzuwägen. Jugendliche lernen so die Schwierigkeiten zum Schutz des Klimas kennen und setzen sich mit den politischen Fragen auf spielerische Weise auseinander.

Beschreibung

Das Klimaspiel "Keep Cool" wurde von zwei führenden Klimaforschern entwickelt: Gerhard Petschel-Held vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Klaus Eisenack, Juniorprofessor für Umwelt- und Entwicklungsökonomik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Beide haben sich auf die Kopplung von Natur- und Wirtschaftsinteressen spezialisiert. Die Fragen zur Versöhnung von Umweltschutz und Wirtschaft sind in das Spiel eingeflossen. "Keep Cool" wurde ursprünglich als Brettspiel entwickelt, ist jetzt aber auch in einer Online-Version verfügbar.

Zielsetzung des Spiels

Am Anfang der Spielentwicklung standen für die Wissenschaftler drei Fragen, die direkt mit der Thematik des Klimawandels zu tun haben:

  • Das komplexe Thema Klima, Klimawandel und Klimaschutz soll so auf das Wesentliche reduziert werden, dass diese Probleme in einfacher Form analysiert und vermittelt werden können.
  • Es soll ein attraktives Gesellschaftsspiel entwickelt werden, das auf dieser Reduktion auf das Wesentliche beruht und das für Bildungszwecke eingesetzt werden kann.
  • Das Spiel soll als interaktves "Modell" der Realität selbst neue wissenschaftliche Fragen oder Antworten anregen.

Klimaschutz spielerisch lernen

Einstieg ins Thema

"Keep Cool" eignet sich hervorragend als Einstieg in den Themenkomplex Klimawandel. Während für das eigentliche Spiel keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind, bietet es doch zahlreiche Anregungen zur vertiefenden Behandlung ausgewählter Themen im Unterricht.

Hintergrund-Informationen

Bei der Online-Version von "Keep Cool" werden von den Spielemachern wissenschaftliche Hintergrund-Informationen zu den wichtigsten Themenkomplexen rund ums Klima angeboten. Den Schülerinnen und Schülern werden unter anderem Infos zu den Themen natürliches Klima, Treibhauseffekt, Folgen des Klimawandels und Klimapolitik bereitgestellt.

Modell der Realität

"Keep Cool" stellt den Klimawandel und seine Ursachen auf eine modellhafte und abstrakte Weise dar. Viele Aspekte, die für eine Beurteilung in der Realität herangezogen werden sollten, müssen unberücksichtigt bleiben, um die Spielbarkeit zu gewährleisten. Trotz seines Potentials, einen Einblick in das Thema Klimawandel zu vermitteln, ist das Spiel selbst daher einfach und unkompliziert.

Nachbereitung

Die Bezüge zwischen Spiel und Realität sollten bei "Keep Cool" nach dem Spiel hergestellt werden. Viel Lernerfahrungen und Aha-Erlebnisse werden die Spieler haben, wenn sie erst nach dem Spiel feststellen, wie nahe sie durch ihre Aktionen den realen Abläufen und Verhältnissen gekommen sind.

Übersicht: Aktivitäten rund um "Keep Cool"

"Keep Cool" OnlineDas Spiel, bei dem bis zu sechs Spielerinnen und Spieler vernetzt gegeneinander antreten, wurde im November 2009 fertiggestellt und im März 2010 auf der Didacta präsentiert. Die Zielgruppe des kostenfreien Spiels sind in erste Linie Schulen.
Operation Erde - "Keep Cool"Operation Erde ist ein Projekt des Fördervereins Kindermusiktheater ATZE e. V. Es basiert auf dem Spiel "Keep Cool" und feierte im Januar 2010 Premiere. Im Workshop entwickelt sich ein spannendes Rollenspiel für die Schülerinnen und Schüler. Kleingruppen, kostümiert und ausgestattet, agieren auf dem Weltmarkt und setzen dabei das Klima aufs Spiel.
"Keep Cool" im HörsaalIm Mai 2009 wurde von oikos Bayreuth eine Großveranstaltung durchgeführt, bei der sich Studierende mit dem Thema "Klimawandel" auf unkonventionelle Weise auseinander setzten. Dabei wurden die "Keep Cool"-Spielrollen von Professorinnen und Professoren der Universität übernommen. Das Publikum nahm aktiv am Spielgeschehen teil, indem es als Presse oder als Öffentlichkeit agierte und somit kontinuierlich Druck auf die Spielenden ausüben konnte.
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Diese Inhalte entstanden im Rahmen der Förderung durch die DBU.

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