Geisteswissenschaften

Topf und Söhne: Die Ofenbauer von Auschwitz

Veröffentlicht am 30.06.2005
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • variabel
  • Unterrichtsplanung, Primärmaterial/Quelle
  • 1 Arbeitsmaterial

Die unvorstellbare Tötungsmaschinerie von Auschwitz ist nicht denkbar ohne Ingenieure, die sie entwickelt, Firmen, die sie gebaut und Arbeiter, die sie gewartet haben. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin beleuchtet bis zum 18. September 2005 die Rolle der "Techniker der 'Endlösung'".

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Das Thema im Unterricht

Eindringungsmechanismen und Verantwortung

Die Ausstellung verdeutlicht Mechanismen, wie der Nationalsozialismus in das Leben und den Alltag der Deutschen eindrang - und sogar in die Kreise von Kommunisten und Widerstandsaktivisten wie im Fall von Topf und Söhne. Schülerinnen und Schüler können erkennen, dass die verbrecherischen Taten der Nationalsozialisten ohne das Know-how und die Mithilfe breiter Kreise der Bevölkerung nicht möglich gewesen wären. Dadurch rückt die Alltagsrealität des Nationalsozialismus stärker in das Bewusstsein der Jugendlichen. Exemplarisch vermittelt ihnen die Ausstellung einen deutlichen Bezug zur Verantwortlichkeit der deutschen Gesellschaft. Die Vertuschung durch die beteiligten Arbeiter bei Topf und Söhne nach dem Krieg wirft gleichzeitig ein schmerzhaftes Licht auf die Bereitschaft der deutschen Gesellschaft, die Mitverantwortung für die Verbrechen zu übernehmen.

Erarbeitungsmöglichkeiten

Materialien für Einzelstunden, Facharbeiten oder Referate

Das Thema kann vielfältig im Unterricht genutzt werden. Die Webseite des Jüdischen Museums in Berlin gibt Themen vor, die als Arbeitsbereiche für eine Gruppenarbeit eingesetzt werden können:

  • Die Geschichte der Firma
  • Die Gebrüder Topf
  • Die Ingenieure
  • Erste Öfen für die KZs
  • Die Todesfabriken von Auschwitz

Die übrigen Webseiten bieten dann weitere Informationen zur Vertiefung der Gruppenarbeit. Schülerinnen und Schülern können diese Materialien auch zur Anfertigung eines Referates oder einer Facharbeit zum Thema nutzen.

PowerPoint-Präsentationen

Je nach Medienkompetenz und Zeitressourcen bietet sich die Erstellung von PowerPoint-Präsentationen zu ausgewählten Themen an. Besonders das interessante Bildmaterial ließe sich dabei analysieren und anschaulich zusammenfassen, zum Beispiel zu den Aspekten Technik und Fertigungsanlagen.

Perspektivenwechsel im Rollenspiel

Auf der Grundlage der Erarbeitung der Inhalte eines taz-Artikels könnten Rollenspiele entwickelt werden, die sich mit den Positionen von Mitgliedern der KPD-Betriebsgruppe während eines Treffens im und nach dem Krieg auseinander setzen.


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Avatar Micaela Petermann-Pagener

ist Lehrerin für Deutsch und Geschichte am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Pulheim bei Köln. Dort ist sie unter anderem in den Bereichen Schulentwicklung und Medienpädagogik engagiert.

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