Jens Joachim
11.04.2008

Google Earth - Spielerei oder Mehrwert für den Unterricht?

Beeindruckende Visualisierungen und die Möglichkeiten, raumrelevante Daten und Informationen zu topographischen Orten zuzuschalten, lassen keinen Schüler kalt. Neben einer kurzen Beschreibung von Google Earth finden Sie hier konkrete Anregungen für den Einsatz des virtuellen Globus im Unterricht.
 

Dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. In viele Internetbereiche hat sich die Firma mittlerweile mit ausgeklügelten Produkten ausgedehnt. Ob Bildbearbeitung oder Textverarbeitung - kostenlose Programme gibt es für viele klassische Anwendungen. Eine der spektakulärsten ist der virtuelle Globus Google Earth. Mittlerweile kann man Screens dieser Software in vielen Medien sehen, ob in den ARD-Tagesthemen oder in der Zeitung. Daher ist es eine legitime Frage, ob diese Anwendung auch im Geographieunterricht eine Bereicherung darstellen kann. Und sie kann es! Ob Küstengenese oder Analyse von Stadtlandschaften - mithilfe der Luft- und Satellitenbilder lassen sich unterschiedlichste geographische Aufgabenfelder bearbeiten.

Funktionen und Nutzungshilfen

Was für Google Earth im Unterricht spricht

Mit der 3D-Funktionalität können für viele Regionen der Erde befriedigende räumliche Darstellungen von Landschaften erzeugt werden. Entscheidend für einen Mehrwert ist die geographische Fragestellung, welche im Unterricht beantwortet werden soll. Und immer da, wo Anschaulichkeit gebraucht wird, kann Google Earth ein sinnvolles Arbeitsmittel sein. Atlas, Lehrbuch und Tafel bleiben weiterhin relevant, aber mit Google Earth ergeben sich neue Möglichkeiten, da der Einsatz

  • motivierend und faszinierend (Geographie macht Spaß!) ist.
  • selbstständiges, entdeckendes Lernen fördert.
  • zu einem hohen Erkenntnisgewinn beiträgt.
  • die Anschaulichkeit erhöht.
  • geographisches Denken (Zeitebenen) entwickelt.
  • Raumverständnis fördert.
  • Unterricht effektiver macht.
  • Lernende häufig zum Weitermachen am heimischen Rechner inspiriert.

Daher lässt sich die Ausgangsfrage in die Aussage umformen: Mit Google Earth lässt sich "spielerisch" Mehrwert gegenüber herkömmlichen Medien erzeugen.

Einsatz in der Schule

Technische Hinweise
Google Earth ist in seiner Grundform eine kostenlose Software. Die Installation bedarf einiger technischer Parameter, die moderne Rechner in aller Regel erfüllen. Für einen reibungslosen Ablauf ist ein Internetzugang mit einer hohen Übertragungsrate erforderlich. Im Schulnetzwerk muss die Software an jedem Arbeitsplatz lokal installiert werden. Dank der Programmstruktur ist die Performance bei parallelem Arbeiten an vielen Arbeitsplätzen sehr gut. Probleme im Fortgang des Programms lassen sich meist nur durch Neustart beheben, was aber zeitlich keine großen Auswirkungen hat. Im gleichzeitigen Zusammenwirken mit anderen Programmen, die einen hohen Arbeitsspeicherbedarf haben, kann es zum "Festfahren" kommen, was einen Neustart des Rechners erfordern kann.

Anregungen für den Unterricht

google_earth_unterricht_anregungen.pdf
 

Unterrichtseinheiten mit Google Earth bei Lehrer-Online

Internetadresse

Informationen zum Autor

Jens Joachim unterrichtet am F.-A.-Brockhaus Gymnasium Leipzig Geographie, Mathematik und Informatik. Daneben ist er Fachberater für Geographie und leitet die Fachcommunity WebGIS des BMBF-Projekts Naturwissenschaften entdecken!.

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