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WebQuest: Musik-Download - Fallen im Internet

Unterrichtseinheit

Der – angeblich – kostenlose Download von Musik kann ungeahnte Folgen haben. Anwaltskanzleien haben sich auf so genannte Abmahnverfahren spezialisiert, die schnell sehr teuer werden können. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 erfahren hier, was sie in solchen Fällen tun können – und was sie in jedem Fall tun müssen.Dieser WebQuest führt Jugendliche in die Copyright-Problematik ein. Im Fach Arbeitslehre/Wirtschaft kann er beispielsweise in eine Unterrichtsreihe eingebaut werden, die sich mit Waren und den dafür zu zahlenden Kosten auseinandersetzt. Denn geistiges Eigentum gehört ebenfalls dazu: Es darf nicht gestohlen und auch nicht ohne weiteres "nur mal so" kopiert werden. Wenn geistiges Eigentum, etwa Musik, per Internet unrechtmäßig verbreitet wird, ruft das spezialisierte Anwaltskanzleien auf den Plan. Abmahnungen, in denen auf Unterlassen solcher Handlungen gedrängt wird und dafür Gebühren in drei- bis vierstelliger Höhe verlangt werden, landen schnell im Briefkasten der vermeintlichen Übeltäter. Was alles passieren kann, wird in diesem WebQuest deutlich.Ein WebQuest ist ein Lernabenteuer im Internet. Es wird jedoch nicht wahllos herumgesurft, sondern gelegten Spuren gefolgt. Das auf Internetseiten oder auf anderen Medien "geparkte" Wissen wird nicht einfach reproduziert, sondern auf Grundlage realer Situationen selbst konstruiert und zugeordnet. Je realer der Zusammenhang, desto leichter der Wissenstransfer und damit die Fähigkeit, so erworbenes Wissen auch auf anderen Situationen anzuwenden. In diesem WebQuest beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit möglichen Folgen des illegalen Herunterladens beziehungsweise Anbietens von Musik aus dem Internet. Der Einstieg in das Thema Zunächst werden die Lernenden dafür sensibilisiert, dass geistiges Eigentum gesetzlich geschützt ist. Nach dieser Einführung beginnt dann der WebQuest. Der WebQuest nimmt seinen Lauf Während des WebQuest erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Zweierteams Zwischenergebnisse und fassen diese abschließend gemeinsam zusammen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen geistiges Eigentum als Wert aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und als rechtlich schützenswerte Ware erkennen. Rechtsbrüchen die möglichen Folgen zuordnen. das Fachwissen der übrigen Schülerinnen und Schüler aufnehmen und verarbeiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Informationsquelle nutzen. gelegten Spuren im Internet folgen und den Zusammenhang herstellen. die gesammelten Informationen zur Gestaltung einer Wandzeitung, Folien, PowerPoint-Präsentation oder Webseite nutzen. diese Informationen zur Nachfrage beim Verbraucherschutz anwenden üben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Aufgabenteilung miteinander absprechen und sich bei der Erledigung der Arbeiten gegenseitig helfen. gemeinsam Fragen für ein Experteninterview überlegen und die Rollenverteilung (Zeitwächter, Interviewer, Protokollführer, und so weiter) für das Interview im Plenum festlegen. (Zwischen-)Ergebnisse zusammen überprüfen und untereinander sachlich mit Kritik umgehen. Thema Musik-Download: Fallen im Internet Autor Wilfried Müller-Radtke Fach Arbeitslehre/Wirtschaft, Sozialwissenschaft, eventuell Ethik Zielgruppe ab Klasse 8 Zeitraum zirka acht bis zehn Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Internetanschluss, ein Computer für zwei Lernende, Overhead-Projektor, gegebenfalls Beamer "Was habt ihr für die Songs bezahlt?" Für die erste (Doppel-)Stunde erhalten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, Musiktitel mitzubringen, die sie im Internet entdeckt haben. Dazu werden Handys oder MP3-Player ausnahmsweise im Unterricht erlaubt. Die Songs werden im Plenum in Auszügen zu Beginn der Stunde ohne Kommentierung angespielt. Vorteilhaft ist es, dazu bereits im Computer-Raum zu sein und einen Stuhlkreis zu bilden. Nach der Frage der Lehrkraft "Was habt ihr für die Songs bezahlt?" wird kurz über die Kostenfrage diskutiert und dann zum WebQuest übergeleitet. Der WebQuest startet Die Schülerinnen und Schüler lösen den Stuhlkreis auf und nehmen, idealerweise in Zweier-Teams, an den Rechnern Platz. Sollte es einen Master-Rechner geben, öffnet die Lehrkraft dort nun für alle die Startseite der WebQuest - der Überraschungseffekt ist groß! Alternativ kann man die Adresse an die Tafel schreiben oder eine Folie auf den Overhead-Projektor legen, den man unter Umständen noch weiter nutzen kann. Die Schülerinnen und Schüler starten den WebQuest und sollen zunächst den auf der Startseite angegebenen Musiklink anklicken. Auf der externen Seite können sie dann etwa zwei bis drei Minuten in das Musikstück reinhören. Anschließend fordert die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler auf, zur Startseite des WebQuest zurückzukehren. Dorthin gelangen sie durch einen Klick auf den "Zurück"-Button des Browsers. Navigation über das Menü Die Schülerinnen und Schüler navigieren nun von der Startseite zur Einführung. Dorthin gelangen sie durch den Klick auf den entsprechenden Button links in der Menü-Leiste. Die Navigation erfolgt während des gesamten WebQuest über das linke Menü, die Hinweise im Text sind nicht verlinkt und führen daher nicht weiter. Die Lehrkraft fordert die Schülerinnen und Schüler auf, den Hinweisen auf den Seiten des WebQuest genau zu folgen. Schülerinnen und Schüler arbeiten in Teams Zudem verteilt der Lehrer beziehungsweise die Lehrerin Karten, die von eins bis sieben durchnummeriert sind, an die Teams. Dabei ist eine Doppel- oder Dreifachvergabe sinnvoll, da sich so die Ergebnisse langsamerer Teams von Teams überprüfen und gegebenenfalls korrigieren lassen, die auch diese Aufgabe bearbeitet haben und zügiger vorangekommen sind. Angekündigt werden kann das beispielsweise so: "Jedes Zweier-Team bekommt jetzt eine zufällig ausgewählte Zahl. Die Zahl stellt klar, welche Aufgabe ihr genauer bearbeiten sollt. Sie bestimmt auch, welche Arbeitsunterlagen jedes Team bekommt. Die Team-Aufgaben sind verschieden - nur wenn alle gut arbeiten, erreichen wir auch ein gutes Gesamt-Ergebnis." Sinnvoll wäre auch, den zweiten Teil mit einer Frage einzuleiten: "Und warum ist es wichtig, dass jedes Einzel-Team zu einem guten Ergebnis kommt?" Arbeitsaufträge werden verteilt Anhand der Zahlen, die jedes Team neben seine Tastatur legt, weiß die Lehrkraft, welche Arbeitsbögen sie jeweils zu verteilen hat. Die einzelnen Bögen werden nun vom Lehrer beziehungsweise von der Lehrerin ausgegeben und die Zahlenkarten gleichzeitig wieder eingesammelt. Für die weitere Erarbeitung und schriftliche Zusammenfassung werden entweder Papierbögen und Stifte für die spätere Wandzeitung genutzt, oder die Lehrkraft händigt den Teams jeweils eine Blanko-Overhead-Folie sowie wasserlösliche Stifte aus. Das macht das Korrigieren eventueller Fehler einfacher. Die Folien können außerdem am Ende wieder abgewischt und neu benutzt werden. Hinweise zum Einsatz der Arbeitsbögen Die Arbeitsbögen gleich auf Folie zu kopieren und als Overhead-Folien zu verteilen, ist weniger ratsam. Kreative Ideen werden so unter Umständen unterdrückt. Die Bögen stellen für langsamere Schülerinnen und Schüler eine Möglichkeit dar, Antworten als Ergebnisse auf die Folien zu übertragen. Die Lehrkraft geht durch die Reihen und sieht, ob Teams Hilfe benötigen. Für schnelle Teams besteht die Möglichkeit, auch das "Fazit" zu bearbeiten. Darauf wird im WebQuest im "Prozess", der den Schülerinnen und Schülern den Ablauf schildert, ausdrücklich hingewiesen. Es reicht, schnellen Teams dazu bei Bedarf eine zweite Overhead-Folie auszuteilen. Sollte die Bearbeitung zu Schwierigkeiten führen, kann der Lehrer beziehungsweise die Lehrerin den Fazit-Arbeitsbogen nachträglich austeilen. Schnelle Teams machen mehr Sehr schnelle Teams können sich mit noch einer Folge - oder sogar Folgen - befassen und dazu weitere Folien erhalten. Falls als Gesamtergebnis eine Wandzeitung geplant ist, werden anstelle der Folien einfach Papierbögen ausgegeben. Bei kleineren Tischen und einem beschränkten Raumangebot sind die Folien allerdings vorteilhafter. Alternativ können die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse in einer PowerPoint-Präsentation festhalten oder den Webseiten-Generator von lo-net² nutzen. Beste Arbeit wird bewertet Auf die Aufgabe, bei zügigem Tempo weitere Folgen zu bearbeiten, wird im "Prozess" hingewiesen. Damit sich das Bearbeiten mehrer Folgen für die Teams auch lohnt, werden sie darauf aufmerksam gemacht, dass die jeweils bessere Folgen-Bearbeitung bewertet wird. Dass alle - oder nennenswert viele - Schülerinnen und Schüler auf die Idee kommen, die eigene zugeloste Folge sehr schlecht zu bearbeiten und dafür von allen (oder nennenswert vielen) nur eine einzige, bestimmte Folge oder sehr wenige Folgen bearbeitet werden, ist nicht zu erwarten. Vorteile einer Wandzeitung Nachdem wenigstens zehn Teams mindestens eine Folge bearbeitet und ihr Ergebnis festgehalten haben sowie auch das "Fazit" von zwei oder mehr Teams bearbeitet werden konnte, kann die Lehrkraft abbrechen und zur Präsentation der Ergebnisse übergehen. Eine Wandzeitung bietet hier den Vorteil, dass alle Schülerinnen und Schüler aufgefordert werden können, das Ergebnis anzuschauen. Sollten sie die Seiten noch ergänzen können, wäre der Lernzuwachs kumulativ. Für das Gesamt-Ergebnis kann dann ein vergleichsweise hoher Wissenstransfer erwartet werden. Evaluation und mögliche Vertiefung des Themas Die Evaluation der Arbeit und der Methode aus Sicht der Schülerinnen und Schüler sollte im Anschluss an die Ergebnispräsentation erfolgen. Dazu dienen zwei Bewertungsbögen. Als optionale Fortsetzung bietet es sich an, eine Expertin oder einen Experten, beispielsweise von der örtlichen Verbraucherzentrale, einzuladen und zu befragen. Die Fragen können komplett im Plenum formuliert oder zunächst von den Einzelteams vorformuliert und im Plenum diskutiert sowie endgültig ausgearbeitet werden. Für das Interview ist es sinnvoll, verschiedene Rollen (Zeitwächter, Interviewer, Protokollführer, und so weiter) zu verteilen. Wenn ein Schulbesuch durch einen Mitarbeiter der Verbraucherzentrale nicht möglich ist, kann eine Kleingruppe auch mit den vorbeiteten Fragen zu einer Verbraucherzentrale gehen und dort das Interview führen und anschließend in der Klasse vortragen oder abspielen. Diskutieren lässt sich anschließend über die Gründe, aus denen der Experte der Verbraucherzentrale seine Antworten gegeben hat. Zum Ausklang kann legal gekaufte oder heruntergeladene Musik dienen, die wieder von den Schülerinnen und Schülern sowie auch der Lehrkraft mitgebracht und abgespielt wird - ohne die zuvor in Erfahrung gebrachten möglichen rechtlichen Konsequenzen befürchten zu müssen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Amerikanische Popularmusik des 20. Jahrhunderts

Unterrichtseinheit

Ist die Popularmusik Unterrichtsthema, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten zur Aufbereitung des Lernstoffs an. Einerseits ist es wichtig, einen Überblick über die verschiedenen Epochen und deren musikalisch Tätige zu vermitteln, zum anderen ist es notwendig, die Entwicklungsschritte der Popularmusik nachvollziehbar zu machen. Das Materialangebot des Autors versucht, diese Anforderungen zu erfüllen. Auf MindMaps werden alle Epochen der amerikanischen Popularmusik des 20. Jahrhunderts dargestellt. Zu Interpreten und Gruppen sind Infotafeln abrufbar, die mit aktuellen Internetangeboten der Künstler verknüpft sind. Ein interaktiver Stammbaum stellt die Entwicklungsgeschichte dar. Charakteristika jeder Stilart werden durch Infotexte erläutert, zu wichtigen Stationen sind Hörbeispiele abrufbar. Durch Arbeitsblätter können die Lernenden die musikalische Entstehungsgeschichte nachbereiten, mit den Online-Übungen lässt sich der Lernerfolg überprüfen. Abgerundet wird das Angebot durch multimediale Übungen, in denen stilistische Merkmale, Infos zu Musikerinnen und Musikern sowie Hörbeispiele den entsprechenden Stilarten und diese wiederum einer Zeitleiste zugeordnet werden. Die Inhalte wurden speziell für den schulischen Einsatz aufbereitet und ins Netz gestellt. So ist in unterrichtlichen Kontexten sichergestellt, dass zentrale Inhalte allen Lernenden zugänglich sind. Die Links ins Internet aus diesem Bereich heraus bieten weitergehende Nutzungsmöglichkeiten an. Sachanalyse Die Entwicklung der amerikanischen Popularmusik - ein kurzer Überblick von den Anfängen bis heute. Popularmusik im Unterricht Grundlegende Gedanken zur populären Musik im Unterricht. Unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten Das Unterrichtsmaterial kann auf verschiedene Arten und Weisen in den Musikunterricht eingebaut werden. Der Autor stellt Ihnen einen examplarischen Ablauf und weitere Einsatzmöglichkeiten vor. Inhalte der Website Damit Sie auf einen Blick sehen, welche Teile des Materials Sie in Ihrem Unterricht nutzen möchten, finden hier eine Inhaltsübersicht. Die Schülerinnen und Schüler sollen wichtige Stilarten, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Beziehung zueinander kennen lernen. diese durch Benennung wesentlicher Merkmale unterscheiden. wichtige Musikerinnen, Musiker und Gruppen den Stilarten und Epochen zuordnen können. das Internet und seine Quellen nutzen. Thema Amerikanische Popularmusik des 20. Jahrhunderts Autor Armin Düpmeier Fach Musik, Englisch Zielgruppe erprobt in der Hauptschule, Jahrgangsstufe 8 Zeitbedarf beliebig, ab 1 Doppelstunde Medien möglichst ein PC mit Internetzugang für zwei bis drei Lernende Schwarze und weiße Musik Die ursprünglichen Formen dessen, was heute in seiner Gesamtheit als Pop- und Rockmusik bezeichnet wird, sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstanden. Weiße Musiker bedienten sich musikalischer Elemente der Schwarzen; ihr Repertoire ist häufig nichts anderes als nachgesungenes Liedmaterial schwarzer Musiker gewesen. So sind die meisten aller entstandenen Stile durch ein Verschmelzen bereits bestehender Arten oder aufgrund einer Beeinflussung durch externe Stilrichtungen entstanden. Weitere Verschmelzungen Lateinamerikanische Rhythmik in Verbindung mit Rockmusik brachte beispielsweise den Latin Rock hervor, durch die Integration klassischer Elemente in die Rockmusik entstand der Art Rock. Wurde in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch davon ausgegangen, dass Popularmusik eine vorübergehende Modeerscheinung sei, so ist die Bedeutung dieser Vermischung afrikanischer und europäischer Musikkultur heute nicht mehr strittig. Woodstock Es gab aber auch musikalische Entwicklungen, die eher einen sozialen Ursprung hatten. Der Macht des amerikanischen Establishments setzten die Hippies Flower Power entgegen, fast 500.000 Jugendliche feierten ihr neues Wertesystem beim Woodstock Festival. TV-Einflüsse Eine weitere Facette entstand durch das Fernsehen, das seit den 80er Jahren die Entwicklung der Popularmusik in zunehmendem Maße beeinflusst. Videoclips bekamen eine große Bedeutung, Musiksender wie MTV oder Viva sind aus dem heutigen populären Musikleben nicht mehr wegzudenken. Durch die Verbreitungsmöglichkeiten dieses Massenmediums lässt sich auch das Phänomen der Superstars erklären. Michael Jackson, Prince, Bruce Springsteen oder Madonna wurden zu Idolen und beeinflussen bis heute das Leben ihrer Fans. Jenseits dieses Massenspektakels haben andere Musiker wie Peter Gabriel oder Paul Simon durch Rückbesinnung auf musikalische Wurzeln oder eine erneute Öffnung hin zu anderen Musikkulturen versucht, eine Weiterentwicklung in Richtung World Music voranzutreiben. Digitalisierung Der vorläufig letzte Schritt in der Entwicklung der Popularmusik wurde durch die Erfindung der Digitalisierung von Musik eingeleitet. Die technischen Möglichkeiten des Computers revolutionierten den Bereich der Musikproduktion, Stilarten wie House oder Techno hätten ohne seine Verwendung nicht entstehen können. Internet und MP3 Aber auch das Internet hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, deren Ende noch nicht absehbar ist. MusikerInnen betreiben eigene Internetsites, durch die Einbindung multimedialer Elemente wird Musik zu einem Teil eines größeren künstlerischen Produktes. Die Einführung neuer Dateiformate (MP3) schafft neue Möglichkeiten des Musikvertriebs. Musiker wie etwa Prince veröffentlichen ihre Musik zum Teil nur noch über das Internet. Das Herunterladen und Brennen von Musikdateien wird einerseits zu einem immer größeren Problem der Musikindustrie, eröffnet andererseits neue Möglichkeiten der Musikproduktion. Da die Pop- und Rockmusik ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Musikunterrichts in jeder Schulform ist, wird es für jede Musiklehrerin und jeden Musiklehrer notwendig sein, sich mit ihrer Geschichte und auch mit ihren aktuellen Formen auseinanderzusetzen. Wie beschrieben, haben sich allerdings mittlerweile derart viele unterschiedliche Stilarten entwickelt, dass es schwer fällt den Überblick zu behalten. An dieser Stelle knüpft das hier vorgestellte Angebot an. MindMaps Über MindMaps werden alle wichtigen Stilarten der amerikanische Popularmusik aufgelistet und hinsichtlich ihrer Entstehung und Bedeutung einer Epoche zugeordnet. Für jeden Stil sind bedeutende MusikerInnen oder Gruppen ausgewählt worden. Über Infotafeln sind grundlegende Informationen über Leben und musikalisches Schaffen abrufbar, Links eröffnen die Möglichkeit sich weiter zu informieren. Die verknüpften Seiten sind insbesondere bei den aktuellen MusikerInnen häufig persönlich autorisiert und oft auch multimedial anspruchsvoll gestaltet. Die MindMaps im Unterricht Neben der Vermittlung eines zeitlichen Überblicks kann das Angebot auch zur Recherche in ausgewählten Bereichen dienen. Dies ist sowohl zum Zweck der Unterrichtsvorbereitung nützlich als auch für die Schülerhand gedacht, etwa im Rahmen einer unterrichtlichen Gruppenarbeit oder auch als Grundlage für ein Referat. Die MindMaps können auch als Bilder einzeln ausgedruckt werden und dann als Arbeitsblätter oder Folien im Unterricht als direkte Quelle eingesetzt oder als eigenes Material aufbereitet werden. Interaktiver Stammbaum Auf fünf durch eine Zeitliste miteinander verbundenen Tafeln wird die Entwicklungsgeschichte der amerikanischen Popularmusik in Form eines Stammbaums dargestellt. Die Navigation ist durch die Zeitliste oder ein aufrufbares Menü möglich. Durch Anklicken wird zu jeder Stilart eine Infotafel eingeblendet. Zu wichtigen Stilarten lassen sich kurze Hörbeispiele im Midiformat aufrufen. Stammbaum der amerikanischen Popularmusik Arbeitsblätter Unterteilt in die einzelnen Epochen befindet sich auf fünf Arbeitsblättern der Stammbaum der Popularmusik, die Sie von der Website einzeln downloaden können. Es sind jeweils zwei Versionen aufrufbar. In der Schülerfassung müssen die Stilarten noch eingetragen werden, in der Lehrerfassung sind sie bereits vorgegeben. Ein weiteres Worddokument beinhaltet eine Vorlage, in die Merkmale, MusikerInnen und deren aktive Zeit eingefügt werden können. All dieses Material finden Sie auch auf der Einstiegsseite dieser Unterrichtseinheit in einem Download . Onlineübungen Zu jeder Epoche ist jeweils eine Online-Übung aufrufbar. Roots-1960 Multiple-Choice-Übung 1960-1970 Zuordnungsübung 1970-1980 Kreuzworträtsel 1980-1990 - Rock Zuordnungsübung 1980-1990 - Rap Zuordnungsübung (Drag'n'drop) 1990-2000 - Rock/Soul Einsetzübung mit Hilfestellungen 1990-2000 - Rap Einsetzübung mit Hilfestellungen 1990-2000 - House Einsetzübung mit Hilfestellungen Multimediale Übungen Einige Übungen stehen aufgrund ihrer Größe auf der Website als gezippter Download zur Verfügung. Sie müssen nach dem Herunterladen mit einem Standardprogramm wie Winzip extrahiert werden und können dann aufgerufen werden. Übung 1 Drag-and-Drop Übung: Die Stilarten dieser Zeitepochen müssen einer Zeitliste zugeordnet werden. Übung 1: Roots-1970 Übung 2 Stilsitische Merkmale, Musiker/innen und Hörbeispiele müssen der jeweiligen Stilart zugeordnet werden. Übung 2a: Roots-1960 Übung 2b: 1960-1970 Übung 2c: 1970-1980 Übung 2d: 1980-1990 Inhalte der Info-Tafeln sind: Name des Interpreten unterlegt mit einer Verknüpfung Ggf. Geburtsname Geburtsdatum und -ort Ggf. Sterbedatum und -ort Instrumente Aktive Zeit Je zwei bedeutende Lieder und Alben Name der Gruppe unterlegt mit einer Verknüpfung Namen der Mitglieder der Gruppe mit Angabe zu den jeweiligen Instrumenten (Bei wechselnden Bandbesetzungen werden die wichtigsten MusikerInnengenannt) Aktive Zeit Je zwei bedeutende Lieder und Alben Farbige Button stellen die unterschiedlichen Stilarten dar Die Bezüge zwischen den Stilarten sind durch Pfeile gekennzeichnet Durch Anklicken der Button wird eine Infotafel und bei elementaren Stilarten ein Lautsprechersymbol eingeblendet: Infotafeln: Erläuterung wesentlicher Merkmale Meist viertaktiges Hörbeispiel im Midiformat Navigation durch Pfeile der Zeitleiste oder aufrufbare Menüführung Thema der Unterrichtsreihe ist die Entwicklung der amerikanischen Popularmusik. Die Schülerinnen und Schüler sollen wichtige Stilarten, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Beziehung zueinander kennen lernen, sie durch Benennung wesentlicher Merkmale unterscheiden und wichtige Musikerinnen, Musiker und Gruppen zuordnen können. Hier wird für eine Epoche eine mögliche Verlaufsplanung gezeigt. Diese lässt sich auf die anderen Zeitabschnitte übertragen, da alle Materialien (Arbeitsblätter sowie interaktive Übungen) identisch aufgebaut sind. Eine solche Sequenz kann allein stehen oder wiederholend beziehungsweise gruppenweise aufgeteilt für alle Epochen eingesetzt werden. Das gesamte Unterrichtsmaterial ist in fünf zeitliche Einheiten unterteilt. Die Epochen lassen sich sowohl einzeln behandeln, als auch in zeitlicher Abfolge. Teile des Materials Beispielsweise können Sie Teile des Materials an bestimmten Stellen in Ihren Unterricht einbauen. So ist es möglich, in eine Reihe zum "Rock'n'Roll" die entsprechenden MindMaps der 60er und 70er Jahre einzubauen. Das gesamte Material Wenn das Unterrichtsmaterial komplett verwendet wird, entsteht auf den Arbeitsblättern ein vollständiger Stammbaum der amerikanischen Popularmusik, der ergänzt werden kann durch die ausgefüllten Arbeitsblätter zu Merkmalen, Musiker/innen und Zeitangaben der einzelnen Stilarten. Das Material aufteilen Wird das Material zu den einzelnen Epochen in Gruppenarbeit erstellt, ergibt sich nach Beendigung der Unterrichtseinheit eine Gemeinschaftsarbeit, die im Klassen- oder Musikraum aufgehängt werden kann. Natürlich können auch individuelle Produkte erstellt werden. Durch ein abschließendes Zusammenfügen aller Ergebnisse entsteht ein Poster, das die Entwicklungsgeschichte des gesamten Jahrhunderts darstellt. Das Material punktuell zugänglich machen Die MindMaps sind so konzipiert, dass sich ihr Inhalt sehr leicht erschließen lässt. So ist es möglich, dass auch Lernende niedrigerer Lernniveaus mithilfe des angebotenen Materials eigene Arbeiten oder kleine Präsentationen erstellen können.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Víctor Jara – ein charismatischer Liedermacher aus Chile

Unterrichtseinheit

Die nordamerikanische Musikszene ist deutschen Jugendlichen vertrauter als die lateinamerikanische. Dies gilt besonders für die politisch engagierte "nueva canción", einen populären Musikstil, der sich nie kommerziell orientierte. Der chilenische Liedermacher Víctor Jara eröffnet durch seine menschliche und künstlerische Tiefe faszinierende Unterrichtsthemen.Víctor Jaras "canciones" eignen sich durch ihre eingängige, charakteristische Melodik und die elementare Symbolkraft ihrer Texte für eine praktische Nachgestaltung im Musikunterricht. Zum Verständnis des Autors sind Kenntnisse politischer Vorgänge wichtig, die auch ein Licht auf gegenwärtige weltpolitische Strukturen werfen. Es bietet sich an, spanische Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu aktivieren oder das Projekt fachübergreifend mit dem Spanischunterricht zu koordinieren. Das Arbeitsmaterial wird zweisprachig (spanisch/deutsch) angeboten. Lehrplananbindung Spanisch und Musik Fast alle Lehrpläne im Fach Spanisch fordern die Beschäftigung mit Liedern aus dem spanischsprachigen Raum. Im Fach Musik sind Musikstile und -beispiele außerhalb des europäisch-nordamerikanischen Kulturraums vorgesehen. Diese Unterrichtseinheit schlägt fachübergreifend unterschiedliche Methoden und Aktivitäten vor, um einen möglichst breiten Zugang zu Víctor Jara zu eröffnen. Methodische Herangehensweisen Unabhängig von der fachlichen Anbindung werden hier die methodischen Herangehensweisen kurz dargestellt: Musikalische Methoden: Singen, Hören Interpretationsvergleich Kreative Nachgestaltung: Illustration zum Text fiktive Biographie eigene poetische Texte Analytische Methoden: Steckbrief Textlektüre und -analyse mit Leitfragen IT-Methoden: Internetrecherche und Ergebnispräsentation (etwa als Steckbrief) mündliche Präsentation der Unterrichtsergebnisse Musik, Sprache, Landeskunde So lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur einige ausgewählte "canciones" von Víctor Jara durch Hören, Singen und die Auseinandersetzung mit den Texten kennen. Sie bekommen auch einen Einblick in die politischen Vorgänge zu Beginn der chilenischen Militärdiktatur und in die engagierte Kunst der "nueva canción". Ablauf der Unterrichtsreihe "Víctor Jara – ein charismatischer Liedermacher aus Chile" Die hier angebotenen Arbeitsaufträge können selbstverständlich modifiziert, umgestellt und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Spanisch und Musik Die Schülerinnen und Schüler sollen sich durch Hören und eigenes Musizieren den "canciones" Víctor Jaras annähern. durch assoziative und analytische Zugangsweisen ihr Verständnis von Jaras poetischen Texten vertiefen. im Vergleich verschiedener Interpretationen die musikalische Qualität von Jaras "canciones" erkennen. einen Text über die "nueva canción" lesen, wesentliche Merkmale der Gattung wiedergeben und auf die Liederbeispiele übertragen können. eigene Gestaltungsversuche nach Art von Jaras "canciones" unternehmen. einen Steckbrief Jaras verfassen und eventuell als Website präsentieren. Schwerpunkt Spanischunterricht Die Schülerinnen und Schüler sollen spanische Sprachkenntnisse einbinden und ausbauen. authentisches Material zu Jaras Biografie im Internet suchen und auswerten. Zusammenhänge zwischen biografischen Daten und künstlerischem Schaffen herstellen. eigene Gestaltungsversuche nach Art von Jaras "canciones" unternehmen (zielsprachige Textproduktion). Es lohnt sich, das Internet nach zusätzlichem Audio-, Bild- und Text-Material zu durchsuchen. Bei den Recherchen zu den biografischen und politischen Hintergründen können auch englische Sprachkenntnisse einbezogen werden. Angebotene Unterrichtsaktivitäten Die folgenden Arbeitsmaterialien bieten die Möglichkeit, diese Unterrichtsaktivitäten je nach unterrichtlichem Schwerpunkt umzusetzen: Singen Textlektüre und -verständnis; eventuell Übersetzung der spanischen Liedtexte MP3-Download aus dem Internet aktives Hören Arbeitsaufträge zur Vertiefung des Textverständnisses Interpretationsvergleich Produktion eigener Texte, eventuell in spanischer Sprache Ein musikpraktischer, emotionaler Zugang eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern über das Singen der canción "El cigarrito" (Arbeitsblatt 1). Die Lektüre des Liedtextes und anschließende Gespräche ermöglichen einen Einstieg in Víctor Jaras Biografie und Poesie. Je nach den Spanischkenntnissen übersetzt die Klasse den Text aus dem Spanischen oder liest ihn in der deutschen Übersetzung (Arbeitsblatt 1a). Zur Abrundung des ersten Eindrucks von dem chilenischen Liedermacher bietet sich das Anhören einer Originalaufnahme an, die im Internet als freier MP3-Download zur Verfügung steht. Rarezas Víctor Jara en MP3 - El cigarrito Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten wahlweise - eventuell in Kleingruppen - kreative und/oder analytische Aufgaben zur Vertiefung des Textverständnisses. Durch den Vergleich der canción "Te recuerdo Amanda" in der Interpretation Víctor Jaras und der der argentinischen Sängerin Mercedes Sosa lernen die Schülerinnen und Schüler ein zweites Liedbeispiel intensiv kennen. Rarezas Víctor Jara - Te recuerdo Amanda Das wohl bekannteste Lied Jaras Aufgaben zum Interpretationsvergleich regen zum bewussten Hinhören auf musikalische Details an (Arbeitsblatt 4). Das Gespräch über musikalische Gestaltungsmöglichkeiten kann einen Impuls zur eigenen Interpretation geben. Die Schülerinnen und Schüler suchen im Internet nach Materialien zur Biographie Víctor Jaras und zu den politischen Hintergründen des Militärputsches, der zum Sturz der Regierung Allende führte. Alternativ steht eine kurze Lebensbeschreibung zur Verfügung (Arbeitsblatt 5). Aus den gewonnenen Informationen stellen sie einen Steckbrief des engagierten Künstlers zusammen (Arbeitsaufträge siehe Arbeitsblatt 6), der ins Netz gestellt werden kann. Links verweisen auf authentische Zeugnisse seiner letzten Lebensstunden, beispielsweise sein letztes Gedicht, die von einzelnen Schülergruppen präsentiert werden können. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bilden eigene kreative Schreibversuche im Stil Víctor Jaras - auf Spanisch oder Deutsch -, die von den Schülerinnen und Schülern selbst vertont werden können. Vorweg können Stilmerkmale der ‚nueva canción' an Jaras programmatischem Aufsatz "Das Lied für das Volk" erarbeitet werden.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Pädagogische Bewertung von Musik-Computerspielen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Lernenden mit Fragen wie: Geht der Einsatz von Musik in Computer-Musikspielen über die bloße Unterhaltung hinaus? Und gibt es einen echten (musik-)pädagogischen "Mehrwert" solcher Spiele? "Guitar Hero", "Singstar" und "Wii Music" sind Beispiele für elektronische Musikspiele, die nicht nur die Computerspielbranche umkrempeln, sondern auch die Musikindustrie, die von illegalen Downloads und sinkenden Verkaufszahlen gebeutelt ist. Plattenlabels verdienen heute nicht mehr nur mit CDs und Konzerten, sondern auch mit Musik-Computerspielen Millionenbeträge. Auch aktuelle Spiele wie Grand Theft Auto IV bringen den Plattenfirmen enorme Umsätze, da alle Titel, die man im Spiel in virtuellen Radiosendern hört, aus dem Spiel heraus gekauft werden können. In dieser Unterrichtssequenz finden Sie Vorschläge, wie man kostenlos erhältliche Musikspiele am Computer in den Schulunterricht integrieren kann. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der Fragestellung auseinander, ob elektronische Musikspiele "pädagogisch wertvoll" sein können. Dafür bewerten sie Computerspiele, in denen Musik eine zentrale Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Fragebogen, der die Lernenden dazu anregen soll, sich genauer mit dieser Sorte Spiel zu beschäftigen. Alle für diese Unterrichtseinheit benötigten Spiele lassen sich legal und kostenlos im Internet herunterladen. Die Auswertung des Fragebogens sollte idealerweise mit dem ebenfalls kostenfrei erhältlichen Statistikprogramm GrafStat erfolgen. Ablauf der Unterrichtssequenz Die Schülerinnen und Schüler bewerten verschiedene Musik-Computerspiele anhand eines Fragebogens. Die Ergebnisse werden präsentiert und kritisch reflektiert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten Fragebögen aus, erstellen eine Statistik und präsentieren diese. bilden Urteilsfähigkeit und Ästhetikbewusstsein in Bezug auf Computerspiele aus. gehen der Frage nach, ob Musikspiele die klassische Musikalität fördern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Medienkonsum kritisch. denken in einer zunehmend virtuellen Medienwelt über die Realität und Authentizität von Musik nach. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten arbeitsteilig ihre Ergebnisse aus. üben Diskussionsverhalten und die Meinung der Mitschülerinnen und Mitschüler zu respektieren. Musikalität und Musikspiele Die Stunde beginnt mit der Frage, was die Schülerinenn und Schüler unter dem Begriff "Musikalität" verstehen. Die Ergebnisse werden an der Tafel gesichert und anschließend mit einem Lexikonartikel verglichen. Anschließend werden die Lernenden gefragt, ob sie bereits Erfahrungen mit Musikspielen am Computer gesammelt haben und ob diese ihrer Meinung nach die Musikalität fördern. Auch die Namen dieser Spiele werden an der Tafel notiert. Dance Dance Revolution Guitar Hero Singstar PaRappa the Rapper Audiosurf Wii Music Anschließend findet ein kurzer Austausch über Erfahrungen mit diesen Spielen statt. Leitfragen hierbei können beispielsweise sein: Spielst du Musikspiele am Computer alleine oder mit Freundinnen und Freunden? Was gefällt dir besonders an Musikspielen? Wäre das Spielprinzip auch ohne den Einsatz von Musik umsetzbar? Bringen dich diese Spiele dazu, selbst ein Instrument zu lernen oder in einem Chor zu singen? Sollte man die Zeit, die man in Musikspiele wie "Guitar Hero" investiert, nicht besser mit dem Erlernen eines echten Instruments verbringen? Bewertung einzelner Musikspiele In der zweiten Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit den vier ausgewählten Musikspielen am Computer beschäftigen und sie bewerten. Am einfachsten ist es, die Spiele mithilfe eines Beamers vom Lehrerrechner aus vorzuführen und jeweils ein oder zwei Lernende zu bitten, das Spiel zu spielen. Möglich ist jedoch auch, die Spiele auf den Schülerrechnern zu installieren, was jedoch aufgrund der notwendigen Hardware (Mikrofon, Lautsprecher et cetera) etwas aufwändig ist. Ausfüllen des Fragegebogens Pro Spiel sollen circa 15 Minuten veranschlagt werden; in dieser Zeit sollten die Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Spalten auf dem Fragebogen ausfüllen. Am Ende der Präsentation sollen sie in Gruppenarbeit unter dem Punkt "Fazit" auf dem Fragebogen die Vor- und Nachteile des Spielens von Musikspielen und des Erlernens eines Instruments sammeln. Auswertung und Präsentation der Ergebnisse Die Auswertung der Fragebögen erfolgt idealerweise mit dem kostenlosen Programm GrafStat. Die Bedienung des Programms ist sehr einfach; wenn die Lernenden jedoch noch nie damit gearbeitet haben und keine Zeit für eine Erläuterung der Funktionen zur Verfügung steht, kann die Auswertung auch "per Hand" vorgenommen werden. Hierbei bietet es sich an, die Gruppe der Instrumentenspieler getrennt zu betrachten, um herauszufinden, ob sie die Computerspiele anders bewerten. Anschließend sollen die Gruppen ihre Ergebnisse kurz präsentieren. Kritische Reflexion und Abschlussdiskussion Das pädagogische Fazit, das Sie unter die Unterrichtseinheit setzen möchten, hängt natürlich vom Ausgang der Umfrage ab. Es empfiehlt sich jedoch auf jeden Fall, die Schülerinnen und Schüler in einer Abschlussdiskussion ausgiebig zu Wort kommen zu lassen, um ihnen eine kritische Reflexion des eigenen Medienkonsums zu ermöglichen.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Shakira - Lieder im Spanischunterricht

Unterrichtseinheit

Lieder stellen eine für den Unterricht sehr vorteilhafte Textform dar. Der Videoclip bietet besondere Möglichkeiten der Arbeit mit Liedern. Diese Einheit beschreibt mögliche Vorgehensweisen bei der Arbeit mit Liedern und Videoclips im Spanischunterricht. Dabei wird das Internet als Recherchemöglichkeit einbezogen.Musik als Unterrichtsobjekt motiviert Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeiten zum Ausdruck in der Fremdsprache, zur Motivation, zur Kreativität und zur eher kognitiven Auseinandersetzung mit dem Liedtext sind groß und können auch im Spanischunterricht genutzt werden. Den SchülerInnen sind viele Interpreten bereits bekannt (Shakira, Ricky Martin).Musik als Unterrichtsobjekt motiviert Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeiten zum Ausdruck in der Fremdsprache, zur Motivation, zur Kreativität und zur eher kognitiven Auseinandersetzung mit dem Liedtext sind groß und können auch im Spanischunterricht genutzt werden. Den SchülerInnen sind viele Interpreten bereits bekannt (Shakira, Ricky Martin). Umgang mit Liedern im Spanischunterricht Technische Voraussetzungen und inhaltliche Vorbereitungen müssen bei dieser Unterrichtseinheit beachtet werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Kern der Unterrichtseinheit ist die Arbeit an und mit einem Lied der Sängerin Shakira. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Wortschatz zum Bereich Musik vertiefen und festigen. das selektive Hören zur Erweiterung ihrer Hörverstehenskompetenz üben. Redemittel zu Musikstil und Instrumenten anwenden. sich in der Zielsprache über Meinungen und Empfindungen zu einem spanischsprachigen Lied äußern. aufgrund eines Videoclips Hypothesen zum Inhalt eines spanischsprachigen Liedes äußern. lernen, Musikdateien aus dem Internet herunter zu laden und abzuspielen. Technische Voraussetzungen Die technische Ausrüstung der Schulen ist in der Regel so gut, dass der Einsatz von Musik oder eben Liedern im Fremdsprachenunterricht kein Problem darstellt. Neben den herkömmlichen Medien Kassettenrecorder und CD-Player lässt sich aber auch der PC zum Abspielen der Lieder und der dazugehörigen Videoclips einsetzen. Lebenswelt Spanische und lateinamerikanische Musikstücke gewinnen zunehmend an Bedeutung auf dem deutschen Musikmarkt. Den SchülerInnen sind viele Interpreten vertraut (Shakira, Ricky Martin). Der Siegeszug des Salsa hat nicht nur den Tanz, sondern auch die dazugehörige Musik in Deutschland bekannt gemacht. Wer sich diese Popularität für seinen Spanischunterricht zu Nutze machen möchte, fragt sich jedoch: "Wie kann ich mit den Liedern, Texten und Clips in meinem Unterricht arbeiten?" Hier einige Vorschläge. Das Verstehen eines Liedes in der Fremdsprache ist eine schwierige Aktivität, die nicht ohne weiteres von den SchülerInnen geleistet werden kann. Im Gegensatz zum Leseverstehen sind gesungene Texte schwierig zu entschlüsseln, da die Lernenden auf das Sprech- und Gesangstempo keinen Einfluss haben. Hörverstehen Das Hörverstehen ist eine Aktivität der rezeptiven Sprachverarbeitung, bei dem das gesamte Sprachwissen und darüber hinaus auch das verfügbare Weltwissen des Rezipienten mit dem Gehörten interagiert. Aus dieser Interaktion ergibt sich das Verstehen - manchmal aber auch nicht. Verstehen durch Weltwissen Daraus folgt, dass wir als LehrerInnen die Aufgabe haben, das sprachliche Wissen und möglichst auch Teile des zum Verständnis benötigten Weltwissens den SchülerInnen zur Verfügung zu stellen und ihnen die Möglichkeit eröffnen, dass sie es sich erarbeiten können. Daher plädiere ich für möglichst viele Aktivitäten vor dem eigentlichen Hören des Liedes. Webrecherche zur Musikgruppe, zum Stil Wortfeld "Musik" erarbeiten Vokabelvorentlastung zum Liedtext Bildbeschreibung der InterpretInnen Unterrichtsgespräch über die InterpretInnen oder den Musikgeschmack der Lerngruppe Videoclip ohne Ton zeigen und Bilder versprachlichen lassen Hypothesenbildungen zum Inhalt sammeln Marketingstrategien hinterfragen (Shakira hat beispielsweise erst in Europa Erfolg, seitdem sie Englisch singt und die Haare blond gefärbt hat) Lückentext zur Arbeit beim "Reinhören" Höraufgaben (kleine textbezogene Aufgaben) Instrumente und Musikstil heraushören lassen Videoclip mit Ton zeigen, Hypothesenbildungen überprüfen lassen Auseinandersetzung mit dem Text Klärung lexikalischer Schwierigkeiten Überprüfung der Hypothesen zum Inhalt die SchülerInnen auffordern, sich zur Musik und dem Text zu äußern (emotionalen Zugang zum Lied schaffen) Das Lied stammt von der CD "Laundry Service". Es ist die erste CD von Shakira, die (abgesehen von vier Tracks) auf Englisch produziert wurde. Das Lied hatte international unter dem englischen Titel "Whenever, Wherever" sehr viel Erfolg. Das Video wurde häufig auf Viva und MTV ausgestrahlt. Den SchülerInnen dürfte das Lied also bekannt sein - jedoch nicht in spanischer Sprache. Beschäftigung mit Arbeitsblatt 1 zur Erarbeitung des Wortfeldes. Mit dem MindManager lassen sich MindMaps erstellen, die entweder in gedruckter Form oder auch als Datei von den SchülerInnen zur Wortfeldarbeit genutzt werden. Umfrage zu Musikgeschmack und Vorlieben - Wer kennt und hört spanischsprachige Musik? Webrecherche zu Shakira Konfrontation der SchülerInnen mit dem Wort "Suerte" als Tafelanschrieb. SchülerInnen erläutern, was sie mit "Suerte"-"Glück" verbinden. Wenn ein Video zur Verfügung steht (Download!): Das Video ohne Ton zeigen, Hypothesen über den Inhalt des Liedes an der Tafel sammeln. Video erneut ohne Ton zeigen und die SchülerInnen bitten, die Bilder zu versprachlichen. Video mit Ton zeigen, nach Instrumenten, Melodie, Stimme und ähnlichen Faktoren und deren Wirkung fragen. Einen Lückentext zum Lied verteilen, Lied von CD abspielen und die Lücken vervollständigen lassen (erste aktive Textphase). Globalverständnis des Textes erfragen/erarbeiten. Für die Lerngruppe wichtige Vokabeln zum Text klären. Überprüfung der Hypothesen aus der Actividad-Phase anhand des Textes. Redewendungen (in welchen Kontexten verwendet man... / Sätze bilden lassen) - "estoy a tus pies ..." - "suerte que ..." - "estoy hasta el cuello por ti ..." Die SchülerInnen verfassen einen kleinen Text, ein kleines Gedicht zum Thema des Liedes [Liebe, Zuneigung, Nähe, Abhängigkeit(?)] und tragen ihn vor (zweite aktive Textphase).

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Britten: The Young Person's Guide to the Orchestra

Unterrichtseinheit

Klassenmusizieren als Playback-Spiel gehört mittlerweile zum Standardrepertoire des Musikunterrichts. Optimal, weil didaktisch legitimiert, ist es immer dann, wenn sich neben dem praktischen Tun musikalisches Lernen anbinden lässt.Diese kurze Unterrichtsreihe setzt ein Rhythmusarrangement in Anbindung an Brittens bekannten, pädagogisch initiierten ?Orchesterführer für junge Leute? ein. Sie bietet die Möglichkeit, Interessantes zum Bereich Rhythmusinstrumente (hier vor allem natürlich zu den Percussionsinstrumenten) kennen und anwenden zu lernen. Gleichzeitig werden Kenntnisse über die Satzstruktur des komplexen Britten-Themas und dessen Reduktion auf das Rhythmische vermittelt. Besonders die Einbeziehung des Rhythmusarrangements, das mithilfe der Software "Sibelius" erstellt wurde, fördert die Einsicht in die Satzstruktur und erleichtert die Probenarbeit.Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Bereich Instrumentenkunde anhand von "The Young Person's Guide to the Orchestra" von Benjamin Britten vor allem mit den Instrumenten, die ihre Mitschüler im Instrumentalunterricht erlernen. Einen besonderen Schwerpunkt bieten hier die Rhythmusinstrumente, weil der musikpraktische Anteil der unterrichtlichen Arbeit schon ab der Jahrgangsstufe 5 den Bereich "Rhythmus" besonders akzentuiert. In der Beschäftigung mit dem Rhythmusarrangement erweitern die Schülerinnen und Schüler vor allem ihre rhythmischen Kompetenzen, deren Grundlagen bereits in der Jahrgangsstufe 5 gelegt wurden. Die Komplexität des Satzes erfordert Rhythmussicherheit in jeder einzelnen Stimme und Reaktionsfähigkeit im Zusammenspiel. Gerade in Kombination mit dem Playback sind Tempokonstanz und gutes Gehör erforderlich. Informationen zum Unterrichtsverlauf Die einzelnen Phasen der Erarbeitung im Überblick Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen die vorhandenen Rhythmusinstrumente entsprechend ihrer klanglichen Eigenschaften ordnen. diese Ordnung als leitenden Gesichtspunkt bei der Instrumentierung des Arrangements nutzen. die rhythmische Faktur des Purcell-Themas als Vorlage des Rhythmusarrangements analytisch erkennen und auf diese Weise ein Kriterium zur Erstellung eines solchen Arrangements kennen lernen. sich im gemeinsamen Musizieren üben und die hierbei benötigten musikalischen und sozialen Kompetenzen ausprägen (Rhythmussicherheit, Hören, Teamerfahrung). Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeiten von Sibelius Scorch kennen lernen. dieses Programm für die selbstständige Erarbeitung der jeweiligen Einzelstimmen nutzen. mithilfe des Programms Rhythmussicherheit üben und aktives Hören schulen. Thema Benjamin Britten: The Young Person's Guide to the Orchestra Autorin Norbert Pütz Fach Musik Zielgruppe Klasse 6 Zeitraum circa 4 Stunden Medien Rhythmusarrangement, Notation des Tutti-Themas von Britten Technische Voraussetzungen Computer, Beamer, Browser Plug-In "Sibelius Scorch" Verlaufsplan Verlaufsplan "The Young Person's Guide to the Orchestra" Beitrag zum Abschlusskonzert Im schulinternen Lehrplan der Schule, an der die Unterrichtseinheit erprobt wurde, sind für die Jahrgangsstufe 6 die thematischen Aspekte "Rhythmische Pattern" und "Instrumente des Orchesters" vorgesehen. Der Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird hier im Rahmen des erweiterten, instrumental gestützten Musikunterrichtes in Kooperation mit der Musikschule erteilt. Dieses Konzept beinhaltet ein von allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe gestaltetes Jahrgangsstufenkonzert am Ende des Schuljahres. Für dieses Konzert wurde mit einer Klasse das beigefügte Rhythmusarrangement erarbeitet. "The Young Person's Guide to the Orchestra" im Überblick Im ersten Teil seines Werkes "The Young Person's Guide to the Orchestra" stellt Benjamin Britten die einzelnen Instrumentengruppen vor. An vierter und letzter Stelle reduziert Britten die Besetzung auf die Rhythmusinstrumente und gibt einen stark an der Rhythmik des Tutti orientierten Satz, der später allerdings ausgeführt wird und für Schüler nicht realisierbar ist. Diese kompositorische Idee der musikalischen Reduzierung auf die Instrumentengruppe "Rhythmus" ist Vorlage für das beschriebene Unterrichtskonzept. Vorteile der Software Die Verwendung des Programms "Sibelius Scorch" hat dabei gleich zwei Vorteile. Zum einen wird der Notentext in einer übersichtlichen Form dargestellt. Zum anderen ist er klanglich als Ganzes realisierbar, aber auch in jedem beliebig kleinen Ausschnitt. Besonders Letzteres erlaubt die individuelle Einstudierung jeder einzelnen Stimme und bereitet die Orchesterprobe entscheidend vor. Didaktische Reduktion: Rhythmik im Mittelpunkt Die Beschränkung der kompositorischen Idee auf die Rhythmik des Themas liefert einen Satz, der von Schülern der 6. Jahrgangsstufe ausführbar ist. Bei der Erstellung des Satzes ist berücksichtigt, dass der pompöse Klang des Themas vor allem am Ende durch Zusammenführung aller Stimmen imitiert wird. Die Percussionsstimmen sind zunächst nicht bestimmten Instrumenten zugeordnet. Arbeitsfragen Aus den getroffenen Sachentscheidungen heraus ergeben sich die leitenden Fragestellungen für die Klasse: Was hat das Rhythmusarrangement mit Brittens Original zu tun? Wie, also mit welchen Percussionsinstrumenten, besetze ich das Rhythmusarrangement sachgerecht? Wie erläutert man dieses Prinzip des Arrangierens verständlich? Hör- und Notentext im Vergleich Im ersten Schritt steht also ein Hör- und Notentextvergleich an, bei dem die Struktur des Arrangements offensichtlich werden soll. Hier werden die analytischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Bereich des Hörens, des Notentexterschließens und der formalen Strukturierung von Musik geübt. Als Arbeitsmaterial wird dabei das AB 1 genutzt (siehe Download-Datei). Eine zusätzliche Aufgabe ergibt sich daraus, dass die Notierung des Arrangements im ¾-Takt vorgenommen wurde. Dieses Arrangement lässt sich vollständig oder per Mausklick auch nur in ausgewählten Abschnitten abspielen. Besondere Vorkenntnisse sind bei der Verwendung nicht erforderlich. Die einzelnen Stimmen sind unterschiedlich instrumentiert. So kann man jede Stimme beim Anhören gut verfolgen, was außerdem durch eine mitlaufende "Zeitlinie" unterstützt wird, die den jeweils aktuellen Abspielpunkt in der Partitur markiert. Jeder beliebige Ausschnitt des Arrangements lässt sich gesondert abspielen. Gehen Sie hierzu mit der Maus einfach zu dem gewünschten Abspielpunkt und klicken Sie mit der rechten Maustaste. Ein weiterer Klick am Ende der gewünschten Stelle beendet die Wiedergabe. Die Besetzung der Stimmen Im zweiten Schritt der Auseinandersetzung geht es um die Frage der Besetzung der vier Percussions-Stimmen. Um den Gesamtklang des Rhythmuspatterns auszudifferenzieren, ist es notwendig, die einzelnen Stimmen nach Klanggruppen zu ordnen. Die Einteilung der Percussionsinstrumente nach gemeinsamen Klangeigenschaften wird vorgenommen. Sie kann wie folgt aussehen: 1. Stimme: Bongos, Congas 2. Stimme: Maracas, Chicken-Shaker 3. Stimme: Holzblöcke, Klangstäbe 4. Stimme: Schellenkränze Erkenntnisse nachvollziehen Die Erkenntnisse dieser Phase werden bei der kommentierenden Aufführung nutzbar gemacht (siehe Arbeitsblatt 2). Die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer sollen den Erkenntnisprozess, den die Lerngruppe während der Beschäftigung gemacht hat, genau nachvollziehen.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Materialsammlung Geometrie

Unterrichtseinheit

Hier finden Sie Unterrichtseinheiten und Anregungen zum Unterricht mit digitalen Medien im Fach Mathematik zum Thema Geometrie. Die hier vorgestellte Lernumgebung bietet die Grundlage für eine Unterrichtssequenz, in der die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Parameter in der allgemeinen Sinusfunktion f(x) = a sin(b(x+c)) + d experimentell entdecken können. Insbesondere wird die Beziehung zwischen den Parameterwerten im Funktionsterm und dem Verlauf des zugehörigen Graphen sichtbar und damit erschließbar. Die Schülerinnen und Schüler können dabei weitgehend eigenverantwortlich, selbstständig und kooperativ arbeiten. Die dynamischen Arbeitsblätter und ihre Einsatzmöglichkeiten im Unterricht zeigen somit auf, wie Ziele von SINUS-Transfer mithilfe neuer Medien verfolgt und umgesetzt werden können (Modul 1: Weiterentwicklung der Aufgabenkultur; Modul 8: Aufgaben für kooperatives Arbeiten; Modul 9: Verantwortung für das eigene Lernen stärken). Die Grundlage dafür bildet das kostenlose Programm GEONExT. Es kann von der Grundschule bis zur Analysis der gymnasialen Oberstufe vielfältig und flexibel genutzt werden, als eigenständige Anwendung oder im Rahmen dynamischer Arbeitsblätter auf HTML-Basis. GEONExT wurde und wird an der Universität Bayreuth entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung von Parametern in der Sinusfunktion experimentell entdecken. Beziehungen zwischen Funktionstermen und Funktionsgraphen erschließen. weitgehend eigenverantwortlich und kooperativ arbeiten. Thema Parameter in der Sinusfunktion Autor Dr. Volker Ulm Fach Mathematik Zielgruppe 10. bis 11. Jahrgangsstufe Zeitraum 2 Stunden Technische Voraussetzungen Browser mit Java-Unterstützung, Java Runtime Environment (kostenloser Download) Software GEONExT (kostenloser Download) Die Entwicklung allgemeiner Einsichten Welche Bedeutung haben die Parameter in der allgemeinen Sinusfunktion f(x) = a sin(b(x+c)) + d ? Wie wirken sich Veränderungen der Parameterwerte auf den Verlauf des Funktionsgraphen aus? In der Regel verläuft die Untersuchung derartiger Fragen so, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst für einige Parameterwerte Funktionsgraphen zeichnen. Derartige Bilder finden sich in allen gängigen Schulbüchern im entsprechenden Kapitel. In einem entscheidenden nachfolgenden Schritt kommt es allerdings darauf an, dass sich die Schülerinnen und Schüler allmählich von den konkreten Parameterwerten und konkreten Funktionsgraphen lösen und allgemeine Einsichten entwickeln wie etwa: " Wird im Funktionsterm f(x) = sin(bx) der Betrag von b größer, so wird die Sinuskurve in x-Richtung gestaucht. Wird der Betrag von b kleiner, wird die Sinuskurve in x-Richtung auseinander gezogen." Dieser gedankliche Abstraktionsschritt von konkreten Zahlenwerten hin zu allgemeinen Parametern ist nicht zu unterschätzen. Dynamische Mathematiksoftware macht Prozesse sichtbar Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Erfahrungen an einzelnen Graphen Vorstellungen über Veränderungsprozesse entwickeln, nämlich: Wie verändert sich der Funktionsgraph, wenn man den im Funktionsterm enthaltenen Parameter kontinuierlich variiert? An der Tafel oder auf Papier können bei der Beschäftigung mit derartigen Fragen immer nur einige wenige Graphen gezeichnet werden. Eine kontinuierliche Deformation und Verschiebung der Graphen bei Parametervariation ist mit traditionellen Unterrichtsmitteln allenfalls in der Vorstellung realisierbar. Die statischen Bilder an der Tafel und im Schülerheft gleichen dabei Momentaufnahmen eines dynamischen Prozesses. Dynamische Mathematiksoftware macht diese Prozesse sichtbar: Die kontinuierliche Variation der Parameter bewirkt kontinuierliche Streckungen und Verschiebungen der Graphen. Auf diese Weise treten die zu Grunde liegenden stetigen funktionalen Abhängigkeiten ausgesprochen deutlich hervor. Unterrichtsverlauf und technische Hinweise Die Schülerinnen und Schüler entdecken Zusammenhänge experimentell und fixieren ihre Ergebnisse. Diese werden dann im Plenum präsentiert. Bezug der Unterrichtseinheit zu SINUS-Transfer Weiterentwicklung der Aufgabenkultur, Aufgaben für kooperatives Arbeiten, Verantwortung für das eigene Lernen stärken Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten den Einstieg in die Sinusfunktion weitgehend eigenständig und kooperativ. Dynamische Arbeitsblätter helfen dabei, die jeweilige Problem- oder Aufgabenstellung zu veranschaulichen. Ein virtuelles Experiment zur Pendelbewegung stellt den Anwendungsbezug her. Wenn die Sinusfunktion im Unterricht eingeführt wird, geschieht dies meist durch Angabe des Funktionsterms, Erstellen einer Wertetabelle und die anschließende Zeichnung des Funktionsgraphen. Demgegenüber ist der Zugang durch dynamische Arbeitsblätter intuitiver und experimenteller. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Darstellung von Sinus, Cosinus und Tangens am Einheitskreis wiederholen. die Darstellung des Bogenmaßes am Einheitskreis wiederholen. eine Einführung und Definition der Sinusfunktion erarbeiten. die Bedeutung der Sinusfunktion für die Beschreibung von Schwingungsvorgängen erkennen. eigenständig und kooperativ mathematische Zusammenhänge erarbeiten und dokumentieren. Thema Einführung der Sinusfunktion Autor Dr. Markus Frischholz Fach Mathematik Zielgruppe Klasse 9 bis 10 Zeitraum 1 Stunde Technische Voraussetzungen idealerweise ein Rechner pro Person, Browser mit Java-Unterstützung, Java Runtime Environment (kostenloser Download) Software Mit GEONExT (kostenloser Download) können Sie eigene dynamische Materialien erstellen. Zur Nutzung der hier angebotenen Arbeitsblätter ist die Software jedoch nicht erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Zusammenhang zwischen der Darstellung des Sinus, Kosinus und Tangens am Einheitskreis und der dazugehörigem Graphen erkennen. besondere Eigenschaften der Sinus-, Kosinus- und Tangensfunktion benennen. Thema Einführung der Sinus-, Kosinus- und Tangensfunktion Autorin Sandra Schmidtpott Fach Mathematik Zielgruppe Klasse 9 und 10 Zeitraum 2 Stunden Technische Voraussetzungen Browser mit Java-Unterstützung, idealerweise Beamer Bei der Einführung der Sinus- und der Kosinusfunktion sowie der Tangensfunktion stehen zu Beginn die Seitenverhältnisse im rechtwinkligen Dreieck im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler lernen Berechnungen mithilfe von Sinus, Kosinus und Tangens am rechtwinkligen Dreieck durchzuführen und entdecken hierbei die Zusammenhänge zwischen den Funktionen. Mehrwert des Applets und Unterrichtsverlauf Warum Sie auf das Applet nicht verzichten sollten und wie Sie es im Zusammenhang mit einem Arbeitsblatt einsetzen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Definition des Sinus, Cosinus und Tangens eines Winkels als Seitenverhältnis in einem rechtwinkligen Dreieck kennen und anwenden. die x- und y-Koordinate eines Punktes P auf dem Einheitskreis bestimmen können. begründen können, warum beim rechtwinkligen Dreieck im Einheitskreis die Katheten als Sinus (alpha) und Cosinus (alpha) bezeichnet werden. für die Winkel 0° < alpha < 90° die entsprechenden Seitenverhältnisse berechnen. besondere Seitenverhältnisse (alpha = 0°, alpha = 90°, ... ) und die Periodizität der Funktionsgrafen angeben können. Thema Vom Dreieck zur Funktion - Einführung der trigonometrischen Funktionen mit GeoGebra Autoren Sandra Schmidtpott, Markus Hohenwarter Fach Mathematik Zielgruppe Klasse 9, zur Wiederholung auch Klasse 10 Zeitraum 2 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Rechner in ausreichender Zahl für die Partnerarbeit; die Nutzung der dynamischen GeoGebra-Arbeitsblätter erfordert Java (Version 1.4 oder höher, kostenfrei) Die Schülerinnen und Schüler mussten für den Einsatz der dynamischen Arbeitsblätter nicht extra im Umgang mit dem Programm GeoGebra geschult werden. Lehrerinnen und Lehrern, die sich noch nicht mit GeoGebra auskennen, sei jedoch empfohlen, sich mit den Arbeitsblätter vor deren Einsatz im Unterricht gründlich vertraut zu machen, da die Schülerinnen und Schüler doch immer mehr entdecken, als man erwartet und dann entsprechende Fragen stellen. Durch den Einsatz der GeoGebra-Arbeitsblätter konnte dynamisch erklärt und veranschaulicht werden, wie die Funktionen entstehen und welche Eigenschaften sie besitzen. Über die Verwendung in Klasse 9 hinaus lassen sich die Materialien in Klasse 10 zur Wiederholung einsetzen, wenn die Eigenschaften der trigonometrischen Funktionen noch einmal aufgegriffen werden. Unterrichtsverlauf Hinweise zum Einsatz der Arbeitsblätter Die dynamischen Arbeitsblätter der Unterrichtseinheit können Sie von der GeoGebra-Homepage als ZIP-Datei herunterladen. Markus Hohenwarter ist zurzeit Dissertant an der Abteilung für Didaktik der Mathematik , Universität Salzburg. Sein Dissertationsprojekt GeoGebra wird von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gefördert. Er hat die dynamischen Arbeitsblätter zu dieser Unterrichtseinheit entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse zu den trigonometrischen Zusammenhängen im rechtwinkligen Dreieck selbstständig einschätzen lernen. erkannte Defizite im Bereich dieser Zusammenhänge selbstständig beheben. die trigonometrischen Zusammenhänge im rechtwinkligen Dreieck auf unterschiedliche Aufgabenstellungen anwenden können. Thema Trigonometrie mit GeoGebra - ein variables Übungskonzept Autor Andreas Meier Fach Mathematik Zielgruppe 9. und 10. Klasse Zeitraum 2-3 Stunden, je nach Unterrichtsintention Medien Internet Technische Voraussetzungen mindestens ein Computer mit Internetzugang für je zwei Personen, Java Runtime Environment (kostenloser Download), Browser mit aktiviertem Javascript Unterrichtsplanung Verlaufsplan: Trigonometrie mit Geogebra Alle dynamischen Darstellungen der HTML-Seiten wurden mit der kostenlosen Mathematiksoftware GeoGebra erstellt. Durch das Konzept, algebraische mit geometrischen Elementen zu verbinden, eignet sich dieses Programm sehr gut für die Erstellung interaktiver dynamischer Lernumgebungen. Für die reine Anwendung der hier vorgestellten Materialien ist die Software jedoch nicht nötig. Voraussetzungen, Einführung und Nutzung der Arbeitsblätter Auf die Warm-up-Phase mit Übungen zur Selbstkontrolle und Leistungsbestimmung erfolgt das eigenverantwortliche Aufarbeiten von Defiziten und die Festigung des Gelernten. Besonderheiten interaktiver Lernumgebungen Allgemeine Informationen zu den Vorteilen der Nutzung interaktiver Übungsumgebungen und ihrer Rolle als Elemente eines methodisch und medientechnisch abwechslungsreichen Mathematikunterrichts. Die Winkelfunktionen werden üblicherweise am Dreieck oder Einheitskreis definiert. Phänomenbetrachtungen oder Experimente sind die Ausnahme und tauchen, wenn überhaupt, erst als Anwendung auf. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit wird die Sinusfunktion dagegen aus der Anwendung heraus als Schwingungsfunktion eingeführt. Die Trigonometrie erscheint als Nebenprodukt dieser Schwingungsfunktion. Dabei können Computeralgebrasysteme, einfache Funktionenplotter oder geeignete Java-Applets zur schnellen Überprüfung von Hypothesen eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler "spielen" dabei mit den Parametern Amplitude, Periodenlänge oder Frequenz, während die Folgen ihrer Experimente am Bildschirm dynamisch dargestellt und analysiert werden können. Mühsame und langwierige Zeichnungen bleiben ihnen erspart. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung der Sinusfunktion zur Beschreibung von Schwingungen verschiedener Perioden und Amplituden verstehen. über das physikalische Phänomen Schwebung ein Additionstheorem erhören. Thema Die Sinusfunktion zur Beschreibung von Schwingungen und Schwebungen Autor Stefan Burzin Fächer Mathematik, Physik (fächerübergreifend) Zielgruppe Klasse 10 Zeitraum 8 Stunden (je nach Vertiefung) Technische Voraussetzungen CAS (zum Beispiel Derive oder Maple), Funktionenplotter oder geeignete Java-Applets (für die Applets benötigen Sie einen Browser mit Java-Unterstützung, Java Runtime Environment ); idealerweise Beamer Planung Sinusfunktion - Schwingungen und Schwebungen Im herkömmlichen Unterricht wird der Sinus über Streckenverhältnisse im Dreieck eingeführt. Die Sinusfunktion wird mehr oder weniger als Erweiterung der Definitionsmenge plausibel gemacht. Dabei hat die Funktion eine sehr wichtige und auch anschauliche Anwendung: Die Beschreibung periodischer Vorgänge. Die Addition zweier Schwingungen mit geringem Frequenzunterschied kann zunächst hörbar erfahren werden (zum Beispiel durch das Überblasen zweier ähnlich gefüllter Flaschen oder mithilfe der klassischen Stimmgabeln aus der Physik). Danach experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit einem Funktionenplotter oder einem vergleichbaren digitalen Werkzeug. Unterrichtsverlauf "Sinusfunktion" Zunächst wird als periodischer Vorgang die Sonnenaufgangskurve untersucht. Rein harmonische Schwingungen werden dann mithilfe des Computers betrachtet. Arbeitsmaterialien Experimente und alle Arbeitsblätter zu den Themen Sonnenaufgangszeiten, Frequenzen, Schwebungen und Sinusfunktionen im Überblick Bezug der Unterrichtseinheit zu SINUS-Transfer Weiterentwicklung der Aufgabenkultur, Fächergrenzen erfahrbar machen - Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit der Sinusfunktion, ihrer Gleichung und ihren Parametern festigen. mithilfe der Parameter Amplitude, Frequenz und Nullphasenwinkel eine Sinusfunktion gezielt beeinflussen. die Sinusschwingung als ein Bindeglied der Fächer Mathematik, Physik und Musik erkennen. durch die Hörbeispiele eine direkte Verbindung zwischen den Unterrichtsfächern Musikerziehung und Mathematik kennen lernen. die mathematischen Entsprechungen der Begriffe "Tonhöhe" und "Lautstärke" kennen. den Aufbau eines Tons durch Überlagerung seiner Partialtöne kennen. das Phänomen der Schwebung kennen lernen. mit dem Prinzip der Fourier-Analyse vertraut sein und Anwendungsgebiete kennen. Thema Schwingungen in Mathematik, Musik und Physik Autorin Judith Preiner Fächer Mathematik, fächerübergreifend auch Musik, Physik Zielgruppe Gymnasium, Klasse 10; als experimentelle Idee zu den Trigonometrischen Funktionen auch Jahrgangsstufe 11 Zeitraum 6 bis 8 Unterrichtsstunden für die Bearbeitung der Unterrichtsmaterialien; bei fächerübergreifendem Unterricht erweiterbar Technische Voraussetzungen Computer in ausreichender Anzahl mit Soundkarte und Software zum Abspielen von MP3-Dateien, Lautsprecher und Kopfhörer (für Einzel- oder Partnerarbeit), ein Computer mit Beamer (für Lehrerpräsentationen) Software Internet-Browser, Java (Version 1.4.2 oder höher) zur Bearbeitung der Applets Planung Verlaufsplan Schwingungen Sie können alle Arbeitsmaterialien (sieben dynamische Arbeitsblätter) und die umfangreiche Lehrerinformation ("Lexikon" zu den Fachbegriffen, Lösungen der Arbeitsaufträge und Unterrichtsanregungen) von der GeoGebra-Homepage als ZIP-Datei herunterladen. Die hier vorgestellte Lernumgebung bietet die Grundlage für eine Unterrichtssequenz, in der die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Parameter in der allgemeinen Sinusfunktion f(x) = a sin(b(x+c)) + d experimentell entdecken können. Insbesondere wird die Beziehung zwischen den Parameterwerten im Funktionsterm und dem Verlauf des zugehörigen Graphen sichtbar und damit erschließbar. Die Schülerinnen und Schüler können dabei weitgehend eigenverantwortlich, selbstständig und kooperativ arbeiten. Die dynamischen Arbeitsblätter und ihre Einsatzmöglichkeiten im Unterricht zeigen somit auf, wie Ziele von SINUS-Transfer mithilfe neuer Medien verfolgt und umgesetzt werden können (Modul 1: Weiterentwicklung der Aufgabenkultur; Modul 8: Aufgaben für kooperatives Arbeiten; Modul 9: Verantwortung für das eigene Lernen stärken). Die Grundlage dafür bildet das kostenlose Programm GEONExT. Es kann von der Grundschule bis zur Analysis der gymnasialen Oberstufe vielfältig und flexibel genutzt werden, als eigenständige Anwendung oder im Rahmen dynamischer Arbeitsblätter auf HTML-Basis. GEONExT wurde und wird an der Universität Bayreuth entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung von Parametern in der Sinusfunktion experimentell entdecken. Beziehungen zwischen Funktionstermen und Funktionsgraphen erschließen. weitgehend eigenverantwortlich und kooperativ arbeiten. Thema Parameter in der Sinusfunktion Autor Prof. Dr. Volker Ulm Fach Mathematik Zielgruppe 10. bis 11. Jahrgangsstufe Zeitraum 2 Stunden Technische Voraussetzungen Browser mit Java-Unterstützung, Java Runtime Environment (kostenloser Download) Software GEONExT (kostenloser Download) Die Entwicklung allgemeiner Einsichten Welche Bedeutung haben die Parameter in der allgemeinen Sinusfunktion f(x) = a sin(b(x+c)) + d ? Wie wirken sich Veränderungen der Parameterwerte auf den Verlauf des Funktionsgraphen aus? In der Regel verläuft die Untersuchung derartiger Fragen so, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst für einige Parameterwerte Funktionsgraphen zeichnen. Derartige Bilder finden sich in allen gängigen Schulbüchern im entsprechenden Kapitel. In einem entscheidenden nachfolgenden Schritt kommt es allerdings darauf an, dass sich die Schülerinnen und Schüler allmählich von den konkreten Parameterwerten und konkreten Funktionsgraphen lösen und allgemeine Einsichten entwickeln wie etwa: " Wird im Funktionsterm f(x) = sin(bx) der Betrag von b größer, so wird die Sinuskurve in x-Richtung gestaucht. Wird der Betrag von b kleiner, wird die Sinuskurve in x-Richtung auseinander gezogen." Dieser gedankliche Abstraktionsschritt von konkreten Zahlenwerten hin zu allgemeinen Parametern ist nicht zu unterschätzen. Dynamische Mathematiksoftware macht Prozesse sichtbar Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Erfahrungen an einzelnen Graphen Vorstellungen über Veränderungsprozesse entwickeln, nämlich: Wie verändert sich der Funktionsgraph, wenn man den im Funktionsterm enthaltenen Parameter kontinuierlich variiert? An der Tafel oder auf Papier können bei der Beschäftigung mit derartigen Fragen immer nur einige wenige Graphen gezeichnet werden. Eine kontinuierliche Deformation und Verschiebung der Graphen bei Parametervariation ist mit traditionellen Unterrichtsmitteln allenfalls in der Vorstellung realisierbar. Die statischen Bilder an der Tafel und im Schülerheft gleichen dabei Momentaufnahmen eines dynamischen Prozesses. Dynamische Mathematiksoftware macht diese Prozesse sichtbar: Die kontinuierliche Variation der Parameter bewirkt kontinuierliche Streckungen und Verschiebungen der Graphen. Auf diese Weise treten die zu Grunde liegenden stetigen funktionalen Abhängigkeiten ausgesprochen deutlich hervor. Unterrichtsverlauf und technische Hinweise Die Schülerinnen und Schüler entdecken Zusammenhänge experimentell und fixieren ihre Ergebnisse. Diese werden dann im Plenum präsentiert. Bezug der Unterrichtseinheit zu SINUS-Transfer Weiterentwicklung der Aufgabenkultur, Aufgaben für kooperatives Arbeiten, Verantwortung für das eigene Lernen stärken

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kinder und Jugendliche komponieren mit digitalen Medien

Unterrichtseinheit

Der Unterrichtsvorschlag verdeutlicht, wie man mit Schülerinnen und Schülern nach Klängen, Rhythmen und anderen kompositorischen Werkzeugen suchen kann, um mithilfe einer Notationssoftware nach wenigen Unterrichtsstunden gemeinsam eine Partitur zu erstellen. Kinder und Jugendliche werden in der heutigen Zeit von musikalischen Einflüssen geradezu überflutet. Früher oder später entwickeln sie ihren eigenen Musikgeschmack. Ihnen zu helfen, ihre eigene Musik zu schaffen, ganz egal, welcher Musikrichtung sie zuzuordnen ist, bringt viel Motivation und Abwechslung in den Alltag des Musikunterrichts. Je besser man technisch ausgestattet ist, desto leichter fällt es, die Ideenflut der Lerngruppe sofort zu ordnen, zu hinterfragen und zu notieren. Keine Angst vor Computern! Ein flexibles und schnelles Notationsprogramm wie zum Beispiel Sibelius bietet eine enorme Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer, sei es, weil sie oder er selbst damit arbeitet oder weil die Schülerinnen und Schüler damit meist schon umzugehen wissen. Der Vorteil: Die Flexibilität der Software ist so ausgeprägt, dass dabei für den kreativen Teil die meiste Zeit zur Verfügung steht. Kreativität ausleben Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Kreativität völlig frei wirken können. Dazu gehört, dass man ihre Ideen ernst nimmt und sie gemeinsam mit ihnen fortspinnt. Die Kinder verfassen in diesem Projekt daher in Gruppen gemeinsam eine Partitur. Dabei sollen sie gezielt daran arbeiten, wie sie sich schwarz auf weiß verständlich ausdrücken können, so dass Mitschüler das Notenbild ohne Probleme verstehen. In diesem Prozess wird improvisiert, mit Tonbändern und selbstgebauten Instrumenten gespielt. Raum für selbstständige Entscheidungen Die Technik der Komposition sollen die Schülerinnen und Schüler selbst wählen. Wichtig ist nur, dass man ein funktionierendes und schnelles System hat, um ihre Gedanken sofort festhalten und in geordneter, leserlicher Form zu Papier bringen zu können. Die Klasse soll erkennen, dass der moderne Komponist seine Arbeit durchaus (besser) mithilfe der heutigen, technischen Mittel durchführen kann. Ein Notationsprogramm ist dabei unverzichtbar. Zum Schluss des Projekts könnte ein Konzert stattfinden, sofern die Gruppe das will. Auch diese Entscheidung bleibt den Schülerinnen und Schülern selbst überlassen. Zum Projektverlauf Nähere Informationen zum Ablauf der Unterrichtseinheit Ergebnisse Die Kreativität der Kinder nimmt freien Lauf. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Wert eines musikalischen Gedankens und dessen Entwicklung erkennen. eigene Ideen diskutieren und gegenüber dem Rest der Gruppe verteidigen. Grundfragen der Notation klären (muss nicht in der Notensprache sein!). in die Arbeit mit einem Notationsprogramm eingeführt werden. mit dem Notationsprogramm arbeiten und Nutzen aus dessen Schnelligkeit sowie Flexibilität ziehen. Thema Kinder und Jugendliche komponieren mit neuen Medien Autor Wolfgang Zamastil Fach Musik, Kunst (Fotos, Anregungen aus der bildenden Kunst), instrumentale Fächer (an Musikschulen), Zielgruppe ab 7 Jahren aufwärts Vorkenntnisse Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wünschenswert. Zeitraum 3 bis 4 Doppelstunden (100 Minuten) Medien Notationssoftware Sibelius 3 Preis der Software 455 € Sibelius 3, Einzelplatzlizenz, Schulversion 899 € Sibelius 3, Lizenz für fünf Arbeitsplätze, Schulversion 1.545 € Sibelius 3, Lizenz für zehn Arbeitsplätze, Schulversion Technische Vorraussetzungen Ein oder mehrere Computer, Drucker, Klavier, wenn möglich auch ein Midi-Keyboard, Stereoanlage mit Mikrofon (ist aber nicht unbedingt nötig) Die folgende Verlaufsskizze bezieht sich auf den einwöchigen Unterricht einer Gruppe mit 8- bis 11-jährigen Schülerinnen und Schülern an einer spanischen Musikschule. Da die musikalische Ausbildung der Kinder in dieser Gruppe bis auf zwei Ausnahmen noch eher spärlich bis gar nicht ausgeprägt war, eignet sich dieses Beispiel gut, um die Anwendung des Notationsprogramms in einer Gruppe ohne Vorkenntnisse zu veranschaulichen. Ideensammlung fördert Motivation Grundsätzlich sollten die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden, zuhause Ideen für ein musikalisches Thema zu sammeln und - ganz gleich wie - festzuhalten, um sie in der nächsten Unterrichtsstunde vorzustellen. Den Kindern sollte vorher allerdings klar gemacht werden, was erreicht werden kann. Gemeinsam sollte die Lehrkraft mit ihnen besprechen, wie und mit welchen technischen Mitteln man vorgeht. Diese Dinge sind vom Alter der Kinder und Jugendlichen abhängig. So einigt man sich mit den jüngeren Gruppen meist darauf, eine Geschichte mit Geräuschen und Melodien zu erfinden, aber Vorsicht: Es droht eine Ideenflut! Je älter die Gruppe ist, umso abstrakter und konkreter wird das Stück und umso mehr Diskussionen finden statt. Zur Einstimmung dient das Motivations- und Arbeitsblatt mit Informationen zum Suchen und Festalten von musikalischen Ideen, Klängen oder Geräuschen und der Aufgabe für die erste Unterrichtsstunde (siehe Download). Ideen austauschen und diskutieren Wer ein Instrument spielt, der nimmt es in dieser Stunde mit in den Unterricht. Meist schreiben die Kinder für ihr Lieblingsinstrument, also für ihr eigenes, Ideen auf. Kleine Ideenfetzen werden dann gemeinsam zu einem Haufen zusammengetragen. Womöglich haben einige von ihnen gar nichts vorbereitet. Diese Kinder werden spätestens in der zweiten Unterrichtsstunde sehr neugierig, wenn sie entdecken, dass sie selbst auch etwas beitragen können. Die Gruppe diskutiert die verschiedenen Ideen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Frage wichtig, wie man ein homogenes Stück daraus basteln kann. Die Kinder, die ihre Instrumente dabei haben, beginnen, nach Klängen zu suchen. Das Klavier ist dabei eines der geheimnisvollsten Mittel, eigenartige Klänge zu produzieren. Technik entdecken Während der Diskussion der Ideen und des Ablaufs stellte sich bei dem beschriebenen Projekt die Frage der Notation. Diego, 11 Jahre alt, hatte zum Erstaunen der anderen seine Idee mit dem Notationsprogramm Sibelius komponiert. Mitten im Geschehen stand auch der Computer der Lehrkraft, die dasselbe Programm geöffnet hatte. Einfach und schnell lässt sich nämlich mit Sibelius 3 mit drei Mausklicks eine leere Partitur erstellen. Die Instrumente können darin ihrer Reihenfolge nach angeordnet werden, der Takt wird festgelegt. Viele Schülerinnen und Schüler standen um den Computer herum und stellten Fragen zum Umgang mit dem Programm, einige andere suchten gleichzeitig noch nach Klängen am Klavier. Aus Symbolen werden Geräusche Dann schrieben wir den Beginn des Stückes. In zwei Minuten wurden die ersten Melodien eingegeben. Nach dem ersten Anhören über den Computerlautsprecher wurden Tempo, Lautstärke und Spielanweisungen eingefügt. Wir versuchten, einfache Symbole für unsere Geräusche zu finden. Dafür gibt es eine große Symbolpalette in Sibelius. Man kann sie aber nicht hören, sondern muss sie sich vorstellen. Die Länge der Geräusche lassen sich entweder grafisch oder mit Notenwerten bestimmen (siehe Abbildung 1). Nachbereitung wird erleichtert Ideen oder ganze Stücke der Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht abgesprochen werden, kann die Lehrkraft nach dem Unterricht an die richtige Stelle der Partitur platzieren. Es würde zu lange dauern, sie während des Unterrichts abzuschreiben, dauert mithilfe der Software aber nicht halb so lange wie bei einer Abschrift per Hand. In der folgenden Stunde legt der Lehrer oder die Lehrerin dann die Neuversion des Stückes vor (siehe Abbildung 2), ändert etwas oder fügt die neu herangetragenen Dinge gemeinsam mit der Klasse hinzu. Ohne Radiergummi oder Zettelwerk, einfach im Programm. Feilen bis zum Schluss Wir konkretisierten die Komposition so von Stunde zu Stunde, und die Partitur wurde immer umfangreicher. Meist wollen die Kinder bald fertig werden. Deshalb kümmert man sich in der letzten Stunde um einen schönen Abschluss und den runden Ablauf des Stückes auf der Bühne. Wenn die Schülerinnen und Schüler ihr Stück aufführen wollen, stehen Proben an. Auch dann wird noch an der Partitur gefeilt, denn manche Details lassen sich doch nicht so leicht umsetzen wie gedacht. Die Kinder haben im Laufe des Projekts gelernt, wie sie ihre Ideen organisieren und den musikalischen Ablauf mithilfe des Computers auf Papier festhalten können. Das Ergebnis ist ein komplett zeitgemäßes Stück, total verrückt, amüsant, tonal, atonal, geräuschvoll, verträumt und selbst gespielt. Und das in drei Doppelstunden! Im Schlusskonzert spielten alle Kinder aus der Partitur. Die 8- bis 11-Jährigen haben sie aus einem von Carlota (11) komponierten Stück für Cello solo entwickelt, das den Namen "La voz de cuenta cuentas" (Die Stimme eines Geschichtenerzählers) trägt. Hier einige Ausgewählte Motive der Geschichte: Das alte Haus im Wald Carlota hat die Grundfunktionen der Notation mit dem Computer begriffen und ihr Stück auch mithilfe von Sibelius notiert. Ihre Geschichte handelt von einem alten Waldhaus, in dem ein Jäger wohnt, und selbstverständlich von der Tierwelt rundherum. Mond und Schlange Claudia (11) komponierte den Mond für Klavier und der gleichaltrige Diego eine Schlange, die in den Büschen verschwindet - für drei Flöten, ein von Selma (8) speziell gebasteltes Instrument und die beiden Pflanzen, die auf der Bühne stehen. Die Hasenjagd Dazu komponierte die Gruppe gemeinsam die Jagd auf einen kleinen Hasen, den der Jäger in einen großen Sack steckt. Am Computer war das schnell erledigt. Der Schwan auf dem See Gabriel (8) hat einen Schwan für Cello komponiert, der am stillen See seine Kreise zieht. Außerdem hat er das Ende der Geschichte für Flöte und Klavier geschrieben, wo der Jäger von den Tieren zur Strafe im See versenkt wird.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsprojekt zu Wolfgang Amadeus Mozart

Unterrichtseinheit

In diesem fächerübergreifenden Unterrichtsprojekt zu Wolfgang Amadeus Mozart erarbeiten sich die Lernenden das Leben und Werk des musikalischen Wunderkindes.Wolfgang Amadeus Mozart ist ein klassischer Komponist, der viele Kinder fasziniert und das nicht nur, weil er ein außergewöhnliches Leben führte und seine Fähigkeiten schon als Kind zu Tage traten. Viele seiner insgesamt 626 Kompositionen sprechen auch Kinder an: So erkannten ihn etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler meines ersten Schuljahres als Komponist der ?Kleinen Nachtmusik?. Die fächerübergreifende interaktive Lerneinheit gibt einen Überblick über sein Leben, sein Werk und seine Zeit. Die Kinder sollen im Internet gezielt Arbeitsaufträge recherchieren, verschiedene Online-Rätsel und ein Online-Quiz lösen, ein Puzzle am Computer durchführen und herkömmliche Arbeitsblätter bearbeiten, für die das Internet als Informationsquelle dient.Am 27. Januar 1756 wurde in Salzburg ein Kind geboren, das sich als musikalisches Genie erwies und dessen Werke auch heute noch Erwachsene aber auch Kinder begeistern. Schon mit drei Jahren spielte Mozart Klavier, schrieb seine erste eigene Komposition mit sechs Jahren, seine erste Oper mit neun Jahren und wurde im Alter von 13 Jahren zum Konzertmeister ernannt. In seinem kurzen Leben komponierte er insgesamt 626 Musikstücke. Im Internet gibt es eine Reihe von interessanten und für Kinder geeignete Seiten, die sich mit dem Wunderkind befassen. Kurzbeschreibung der interaktiven Lerneinheit "Mozart" Die interaktive Online-Lerneinheit zum Thema "Wolfgang Amadeus Mozart" leitet die Kinder gezielt ins Internet kann aber auch offline genutzt werden. Arbeitsblätter zur Lerneinheit "Mozart" Nach Themen geordnet und mit Inhaltsangaben versehen stehen Ihnen hier die Arbeitsblätter einzeln im PDF-Format zum Download zur Verfügung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die wichtigsten Lebensdaten des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart kennen. lernen die Tabelle des Komponisten kennen und vervollständigen seinen Stammbaum. lösen ein Wörterrätsel, vervollständigen einen Text und entziffern Geheimschrift. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen gezielte Recherchen im Internet durch und nutzen das World Wide Web als Informationsquelle. kopieren Bilder aus dem Internet. hören Audiodateien an (Teile aus Mozarts Werken). bearbeiten eine interaktive Lerneinheit am Computer und machen dabei Erfahrungen mit dem Prinzip der Verlinkung. lösen interaktives Puzzle (drag& drop), Quiz (multiple choice), Lückentext und Memo. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler treffen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze. einigen sich als Partner über die Reihenfolge der Aufgaben. helfen sich gegenseitig. treffen genaue Absprachen in der Klasse, beispielsweise die Arbeitsteilung bei der Erstellung des Plakates zur Klassen-Hitparade organisieren und durchführen. Die Eingangsseite Über die Navigationsleiste am linken Rand gelangt man zu acht Hauptseiten (Abbildung bitte anklicken). Allgemeine Anweisungen führen über interne Links zu einem Puzzle, einer Informationsseite zum Inhalt der Zauberflöte, sieben Hörbeispielen und 27 externen Links. Wolfgang Amadeus Seine Familie Sein Land und seine Reisen Seine Musik Seine Sprache Seine Rechnungen Spiel und Spaß Partnerarbeit Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen unmittelbar von der Anzahl der vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Partnerarbeit hat sich als sinnvoll erwiesen, da sich zum einen so die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbiert und sich zum anderen die Partner gegenseitig helfen können. Vertiefende Themen und weitere Übungen Als zusätzliches Angebot können im Bedarfsfall weitere Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt werden, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen: Zum Beispiel weitere "weil"-Sätze, Übungen zur Rechtschreibung (Diktatvorbereitung zum Thema), weitere Sachaufgaben zur Berechnung von Entfernungen, ein Mozart-Mandala und einiges mehr. Projektarbeit und tägliches Feedback Der fächerübergreifende Ansatz ermöglicht es zudem, den normalen Stundenplan für die Projektdauer außer Kraft zu setzen. Wichtig sind jedoch eine gemeinsame Einführung und Erklärung der Handhabung der Lerneinheit und ein tägliches Feedback, bei dem exemplarisch einige Gruppensprecher über ihre Arbeit und etwaige Probleme berichten, für die dann gemeinsam Lösungswege gesucht werden. Koordination der Computerarbeit Eine gute Organisation unterstützt den reibungslosen Unterrichtsablauf. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da nicht alle gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Partner- oder Gruppenarbeit Je nachdem ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll wird die entsprechende Einteilung vorgenommen. Dies geschieht entweder durch freie Partnerwahl, nach dem Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder die Zuordnung wird von der Lehrkraft bestimmt. Bei der Einteilung hat sich eine Abwechslung von Projekt zu Projekt als sinnvoll erwiesen, weil sonst entweder immer die gleichen Kinder zusammenarbeiten (Freundinnen/Freunde) oder durch das Zufallsprinzip oft völlig ungleiche Paare gebildet werden. Für einen Ausgleich kann dann die von der Lehrkraft bestimmte Einteilung sorgen. Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Erklären sollte man auf jeden Fall, dass die Rückkehr auf Startseite der Lernumgebung über den Rückwärtspfeil des Browsers erfolgt. Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft wird. Online- und Offlinearbeiten möglich Die meisten Arbeitsblätter beinhalten Arbeitsanweisungen, die einen Internetanschluss voraussetzen. Diese Arbeitsblätter sind besonders gekennzeichnet, auch auf dem Deckblatt. Die internen Links dagegen können offline bearbeitet werden. Einzelne Seiten sind frei wählbar, müssen also nicht in einer bestimmten Reihenfolge abgerufen werden - die Schülerinnen und Schüler entscheiden nach ihren Neigungen. Folgende Arbeitsblätter können die Schülerinnen und Schüler ohne Internetrecherche oder Einsatz des Computers bearbeiten Was gab es damals - Was gab es nicht? (ab10) Sätze mit "weil".- Die Übung kann durch andere Sätze erweitert werden. (ab12) Oberbegriffe (ab13) Wege. Hier können weitere Sachaufgaben zur Berechnung von Entfernungen angefügt werden. (ab14) In dieser Rubrik der interaktiven Lerneinheit gibt es ein Online - Quiz zum Leben Mozarts, ein interaktives Wörterrätsel (Drag & Drop) und ein intern verlinktes Puzzle. Sehr verehrte Frau Datz, liebe Redaktion, vielen Dank für die gut ausgearbeitete UE über Mozart. Beim ersten "Reinschnuppern" haben meine Kinder sehr gerne damit gearbeitet. Ausführrlich wird das Thema erst nach den Osterferien bearbeitet. Ich werde diese UE weiterempfehlen. Peter Brucker Meine Schüler und ich ich sind sehr begeistert von dieser Lerneinheit. Beim Zeichnen oder Schönschreiben ist nicht Pop Musik gefragt, sondern Mozart.Am Morgen trällert die klein Nachtmusik vom Computer. Die optimale Verbindung von Computer, Partnerarbeit und trad. Arbeitsblättern gefällt mir. Nach den Ferien werde ich mit der Frühlingseinheit Erfahrungen sammeln. Besten Dank für die wertvolle Vorarbeit. Susan Stühlinger

  • Musik
  • Primarstufe

Musik-Homepages: Creative Writing and Speech Production

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Musik-Homepages" zeigt am Beispiel der Popmusikerin Sandi Thom und ihrer Homepage, wie das Internet als Lieferant von Inhalten für kreatives Schreiben und für die Produktion mündlicher Beiträge im Englischunterricht genutzt werden kann. Ein aktueller Popsong führt zu einem Vergleich zwischen früher (1968) und heute (2009) - in politischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Die Schärfung des Bewusstseins und der Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler für Veränderungen und unterschiedliche Sichtweisen bezieht sich auf die Kulturen in Großbritannien und in den USA im Zeitraum der letzten 40 Jahre. Mit dabei sind Zitate aus und Verweise auf bekannte Pop-Songs der Musikgeschichte. Da Popsongs einen hohen Stellenwert im Alltag vieler Schülerinnen und Schüler einnehmen (Timm 1998: 178), kann mit ihrer Hilfe eine Brücke vom lediglich gefühlsbetonten Konsum der Musik hin zum bewussten, Gewinn bringenden sprachlichen und inhaltlichen Umgang mit den Songtexten geschlagen werden. Dazu soll diese Unterrichtseinheit beitragen. Ablauf der Unterrichtseinheit Eine Planung der unterrichtlichen Schritte wird aus den hier vorgestellten Arbeitsaufträgen deutlich. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Homepage von Sandi Thom inhaltlich und visuell/formal. beschreiben sprachlich angemessen die auf der Homepage dargestellten Inhalte. nehmen zu den dargestellten Inhalten selbst kreativ schreibend Stellung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen das vielfältige Angebot dieser Homepage (von Tourdaten bis Werbung). beschreiben das Angebot in seiner Funktionalität. nutzen das Angebot. bewerten das Angebot differenziert. Hass, Frank (2008) Kooperatives Lernen mit Red Line. Stuttgart: Klett. Thaler, Engelbert (1999) Musikvideoclips im Englischunterricht. Phänomenologie, Legitimität, Didaktik und Methodik eines neuen Mediums. München: Langenscheidt-Longman. Timm, Johannes-P. (1998) "Pop- und Rocksongs als Lernschrittmacher." In: Timm, Johannes-P. (Hg.): Englisch lernen und lehren. Berlin: Cornelsen. 178 - 184. 1. Arbeitsauftrag: Stiller Impuls (verbal) Ein stiller Impuls wird durch die beiden Wörter "Flower Power" an der Tafel, am Whiteboard oder auf der Folie am Overhead-Projektor gegeben. Inhaltliche Vorentlastung Die Schülerinnen und Schüler sammeln Ideen und Fakten zum Thema "Flower Power", das dem Song zugrunde liegt und in ihm idealisiert wird. So wird eine inhaltliche Vorentlastung erzielt und allen Lernenden die Möglichkeit gegeben, frei zu assoziieren und ihre Gedanken auf Englisch wiederzugeben. Sinnvoll wäre es, die Ideensammlung so zu verschriftlichen, dass sie später wieder abrufbar ist (als Folie, Plakat oder Textdatei). 2. Arbeitsauftrag: Stiller Impuls (grafisch) Alternativ zum ersten Arbeitsauftrag bietet sich folgende Vorgehensweise an, die mit etwas mehr Vorbereitungsaufwand verbunden ist, aber auch mit mehr Authentizität aufwartet: Ein stiller Impuls mit dem Foto von Sandi Thom von ihrer Homepage (in schwarzer Lederkluft mit E-Gitarre) wird durch Projektion mittels Beamer oder als Fotokopie (Screenshot und Import in eine Textverarbeitung; die Anleitung dazu finden Sie am Ende dieses Artikels) gegeben. sandithom.com Projizieren Sie die Website der Sängerin an Whiteboard oder Wand und nutzen Sie sie als stillen optischen Impuls. Freie Assoziationen Hier können die Schülerinnen und Schüler frei assoziieren; sie werden sich hauptsächlich auf die im Foto benutzen symbol- und aussageträchtigen Aspekte "black", "leather jacket", "long hair", "high heel boots", "electric guitar", "happy face" beziehen. Diese Aspekte werden sie später daraufhin untersuchen, ob die Erwartungen, die vom Foto aufgebaut worden sind, auch von der Musik eingelöst werden. 3. Arbeitsauftrag: "Let's listen to the song and write down the lyrics." Beim gemeinschaftlichen Anhören des Songs im Klassenverband wird zeilenweise der Text des Liedes an die Tafel oder auf eine Folie in PowerPoint oder Projektor geschrieben (legen Sie Pausen zwischen den Zeilen ein und planen Sie zwei Durchgänge). Der Text ist sehr deutlich gesungen und im Vergleich mit vielen anderen Popsongs leicht zu verstehen. Einige Schwierigkeiten entstehen in der zweiten Hälfte bei Vokabeln wie myth, bliss, shade of pale, anarchy, vinyl, stocked, super info-highway, und hand-me-downs (abgelegte Kleidungsstücke). I Wish I Was A Punk Rocker - lyrics Den Text des Songs finden Sie auf dieser Website. Arbeit mit der Website Anstatt den Song von CD zu hören, ist es auch möglich, das auf der offiziellen Homepage von Sandi Thom zur Verfügung gestellte Musikvideo in ganzer Länge zu hören und zu sehen. Für diesen Teil bietet sich die Arbeit mit einem Whiteboard besonders an. YouTube: Sandi Thom - I Wish I Was a Punk Rocker An dieser Stelle bietet sich die Nutzung eines Videos auf YouTube an. Der nächste Arbeitsauftrag lautet wie folgt: "Form small groups (three members if possible), choose one of the following items from the lyrics and try to find out its meaning or (historic) background": 1) "flowers in my hair" 2) "77" 3) "69" 4) "the head of state didn't play guitar" 5) "computers were still scary" 6) "God save the Queen she turned a whiter shade of pale" 7) "anarchy" 8) "record shops were still on top" 9) "vinyl" 10) "the super info-highway was still drifting out in space" 11) "hand-me-downs" 12) "playing games meant kick-arounds" Suchmaschinen-Recherche Hier können die Schülerinnen und Schüler ihre vorhandenen und eventuell noch zu verbessernden Recherchekenntnisse mit Suchmaschinen anwenden, um die kulturellen Hintergründe der sehr verschiedenen Anspielungen zu erforschen, zu verschriftlichen (hier sind keine Downloads oder kopierte Texte erlaubt) und im Anschluss im Plenum der Klasse vorzustellen. Die Komplexität der Anspielungen variiert von sehr einfach ("anarchy", rein semantische Recherche) bis hin zu sehr schwierig ("the head of state didn't play guitar" - wie sucht man nach Gitarre spielenden Staatsoberhäuptern, und in welchem Land überhaupt?). Gruppenarbeit Jede Gruppe erhält einen zurecht geschnittenen Zettel mit der Rollenverteilung (Arbeitsmaterial 1) und wählt dann einen Gruppenleiter, der für den Gesamtablauf verantwortlich ist und auch "hands-on" recherchiert, einen Zeitwächter, der die zur Verfügung stehende Zeit überwacht, und einen Protokollanten, der auch im Anschluss die Ergebnisse vorstellt. Es bietet sich an, die Rechercheteams entweder nach Interesse an der Sache oder nach Leistungsfähigkeit im Hinblick auf den Umgang mit Suchmaschinen zusammen zu setzen (zur Gruppenarbeit und Bildungsprinzipien von Gruppen: Kriterien von Haß (2008: 5)). 5. Arbeitsauftrag: Role play "One of you is the singer, another one her friend / mother / father / pen pal from Germany (in the year 2009). Discuss the singer's interest in and longing for the past." Rollenspiel Hier können sich interessierte und wagemutige Schülerinnen und Schüler (bitte die "peer group pressure" bei Musikgeschmack und Lebensstil beachten!) in die beiden Rollen hineinversetzen und die bei der Internetrecherche gewonnenen Informationen teilweise mit einfließen lassen. Die Poster, Folien oder Texte aus der ersten Arbeitsphase sollten hier ebenfalls wieder gezeigt oder verteilt werden. Gesprächsstrategien In dieser Arbeitsphase werden Gesprächsstrategien (Pro- und Contra-Argumentation, agreement / disagreement, Nutzung verschiedener englischer Stilmittel) wiederholt oder erstmalig eingeübt und durch die Lehrperson und die gesamte Klasse am Ende evaluiert. Außerdem trägt diese Methode dem in dieser Klassenstufe bereits vorhandenen oder gerade erwachenden politischen und sozialen Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler Rechnung und gibt ihnen die Freiheit, ungezwungen eigene oder auch nur übernommene Sichtweisen, Einstellungen, Ängste und Hoffnungen bezogen auf ihr eigenes Leben darzustellen, ohne dass sie sich dafür rechtfertigen müssten - alles ist nur (Rollen-)Spiel! Durch die zu erwartenden unterschiedlichen Ansichten ("opinion gap", Haß 2008: 10) entstehen wertvolle echte Sprechanlässe. (Inter-) Kulturelle Kompetenzen ausbauen Eine abschließende Evaluation ermuntert die Schülerinnen und Schüler, mit eigenen Worten im Rückblick auf die Unterrichtseinheit ihre Lernerfolge zu formulieren. Eine Erkenntnis sollte sein, dass die Lernenden Popsongs von nun an als kulturelle Phänomene betrachten können und sie nicht (mehr) eher passiv konsumieren (aus affektiven Beweggründen), sondern aktiv mit dem sprachlichen Material umgehen. So wachsen ihr Interesse für und ihr Wissen um kulturelle, politische und soziale Vorgänge in der englischsprachigen Welt und darüber hinaus. Toleranz im affektiven Bereich Auch die Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sollte durch diese Unterrichtseinheit verbessert werden, denn der Song gibt ausreichend Gelegenheit, Brüche und überzogene Erwartungen in den Lyrics aufzudecken und dazu Stellung zu beziehen. Nicht zuletzt geht es beim Einsatz von populärer Musik im Englischunterricht immer auch um Lernerfolge bei der Vermittlung von Toleranz im affektiven Bereich - den perfekt zu allen Schülerinnen und Schülern passenden Song gibt es nicht!

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Kunst unter Verdacht: Vom Expressionismus zur NS-Kunst

Unterrichtseinheit

Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Arno Breker oder Leni Riefenstahl sind nur einige der Kunstschaffenden, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit beschäftigen. "Kunst unter Verdacht" steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe. In jeder der sechs einzelnen Einheiten werden Künstler vorgestellt, die früher oder später unter Verdacht gerieten - die einen als "Entartete Künstler" wie Kandinsky oder Kirchner, die anderen als Propagandakünstler wie Leni Riefenstahl oder Arno Breker. Auch heute arbeiten Künstler mit diesen verdächtigen Bildern aus unserem Langzeitgedächtnis - und stehen dem ersten Augenschein nach ebenfalls unter Verdacht. Modularer Aufbau Die einzelnen Phasen der Unterrichtseinheit bauen aufeinander auf, lassen sich aber auch modular einsetzen. Die Phasen 1 und 2 behandeln vor allem Grundideen des Expressionismus, die Phasen 3 und 4 die Staatskunst während des NS-Regimes und die so genannte "Entartete Kunst". In der Phase 5 werden die gewonnenen Ergebnisse vertiefend betrachtet. Eine Exkursion ins Museum kann vor oder während der Unterrichtseinheit durchgeführt werden. Vorbereitung Bereitstellung eines Computers mit breitbandigem Internetzugang, Beamer, Scanner, Digitalkamera, Videorekorder, Drucker, Fotokopiergerät für die Lehrkraft. Zugang zu PowerPoint, Acrobat Reader, Word, Bildbearbeitungsprogramm für die Schülerinnen und Schüler. Es sollten Vorkenntnisse zu Basiswissen in der Internetrecherche, der digitalen Bildverarbeitung und der Erstellung von Präsentationen (zum Beispiel mit PowerPoint) vorliegen. Die einzelnen Module der Unterrichteinheit im Überblick "Der blaue Reiter" Ernst Ludwig Kirchner: Ein Selbstbildnis Kunst im Nationalsozialismus "Entartete Kunst" Zeitgenössische Malerei Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler lernen Werke des Expressionismus und der NS-Kunst kennen, analysieren und vergleichen und setzen sich mit dieser kritisch auseinander. lernen manipulative Prozesse zu erkennen und den kritischen Umgang mit Medienbildern. vergleichen Werke aus der zeitgenössischen Kunst mit Videostills (Standbildern) von Propagandafilmen. lernen den Lernort Museum kennen (fakultativ). Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sammeln Bilder und Textdokumente zu Künstlern , archivieren und werten aus. lernen den künstlerisch-gestalterischen Umgang mit digitalen Medien. vervollständigen interaktive Arbeitsblätter mit Texten, Computergrafiken oder eigenen Werken. Revolutionäre Kunst zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kubismus, Surrealismus, Expressionismus und Dada revolutionierten die Kunst von 1900 bis 1930 in Europa, Russland und Amerika. Trotz der Zäsur des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 war die internationale Avantgarde in diesen 30 Jahren experimentierfreudig, unangepasst, kritisch und thematisierte in ihren Bildern die Wünsche, Errungenschaften und Desaster im noch jungen 20. Jahrhundert. Mit Wassily Kandinsky und Ernst Ludwig Kirchner lernen die Schülerinnen und Schüler die beiden berühmtesten in Deutschland wirkenden Expressionisten kennen. Sie lernen ebenfalls, dass der Expressionismus als Bewegung maßgeblich in Deutschland entwickelt wurde. Nationalsozialismus: Propaganda und Kunst Die nächste Zäsur für die kulturelle Entwicklung in Deutschland begann Anfang der 30er Jahre durch die Machtergreifung Hitlers. Die NS-Propagandamaschinerie deklarierte die Expressionisten in den 30er Jahren als wahnsinnige Verfallskünstler und tat alles Erdenkliche, um die staatliche Kunst- und Kulturproduktion im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie voranzutreiben. Der Vernichtungskampf und Bildersturm auf die Moderne Kunst wurde strategisch geplant und rigoros verfolgt. Auf subtile Weise verstand es das NS-Regime, die Avantgarde zu diffamieren, zu demütigen und zu verfolgen. Mit dieser staatlichen Diffamierung und Definierung von Kunst beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in dem zweiten Block. Im weiteren Focus steht die "Große Deutsche Kunstausstellung", die 1937 in München stattfand. Die NS-Elite präsentierte dort der Weltöffentlichkeit via Radio, Film und inszenierter Propaganda die neue "Kunstavantgarde". Die Schülerinnen und Schüler lernen in diesem Zusammenhang Vertreter der NS-Kunst wie Arno Breker, Adolf Ziegler oder Leni Riefenstahl kennen. Kunstrezeption: Die Gegenwart der Vergangenheit Zum Abschluss der Unterrichtseinheit soll der Gegenwartsbezug nicht fehlen. Wie arbeiten heute zeitgenössische Künstler die Bilder in unserem historischen Langzeitgedächtnis auf? Welche "Gegenbilder" lassen sich aus der historischen Distanz heraus malen? Wie geht die junge Künstlergeneration mit dem Erbe der Vergangenheit um? Diesen Fragestellungen gehen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Unterrichtseinheit auf den Grund. Der Weg zur gegenstandslosen Auffassung der Welt Kandinsky besuchte 1911 mit Freunden ein Klavierkonzert Arnold Schönbergs in München. Die Moderne Musik begeisterte ihn sehr und er begriff, dass in der Musik Ähnliches passierte, wie in der Kunst: Die Kunst entwickelt sich hin zu einer gegenstandslosen, abstrakten Auffassung von Welt, die Musik löste sich auch von Jahrhunderte tradierten Vorstellungen und befreite sich. Das Motiv in der Kunst ging verloren, das Motiv in der Musik und auch das Motiv in der Literatur, wie Kurt Schwitters in seiner "Ursonate" schön aufzeigt. Inspiration durch Kompositionen von Schönberg Wassily Kandinsky war so begeistert von Schönbergs Kompositionen, dass er sich von einer befreundeten Münchner Pianistin die aktuellen Partituren vorspielen ließ. Diese Klänge und Töne setzte er malerisch in Farbklänge und Farbtöne auf der Leinwand in seinen "Träumerischen Improvisationen" um. Gerade beim Umsetzen von Musik in abstrakte Malerei malt der Maler kein Bild der sichtbaren Umwelt - keine Blumenvase, kein Porträt - sondern lässt sich zum Beispiel von seinem Gehörsinn inspirieren und gewinnt so konkrete Ideen für abstrakte Formen. Diese Tatsache war für die Entwicklung der Modernen Kunst revolutionär. Kandinsky wird Erfinder der abstrakten, gegenstandslosen Kunst und seine theoretischen Schriften wie zum Beispiel "Das Geistige in der Kunst" wurden zu hochrangigen Klassikern der Kunstgeschichte. Farben, Formen, Linien Die Ideen zu seinen abstrakten, gegenstandslosen Gemälden kamen Kandinsky oft in träumerischen Zuständen. Die Farben und Formen erzählen nicht von unserer sichtbaren Welt, sondern von einer Welt, die den Augen verborgen bleibt, beim aufmerksamen Hinsehen aber entdeckt werden kann. Die Farben und Formen sind jedoch nicht zufällig gewählt. Jeder Farbklang und jeder Farbton hat eine Bedeutung, die in einem großen Ganzen ein komplexes Geflecht von Beziehungen, einen ganzen Kosmos ergeben. Farben können harmonisch oder auch disharmonisch aufeinander treffen, Formen können in Reihen auftauchen oder isoliert. Linien können schwunghaft, chaotisch, zärtlich oder aggressiv sein, Farben können nebeneinander verschmutzen oder sich gegenseitig zum Leuchten bringen. Der gleiche Rotton kann einmal hell oder dunkel wirken, kann sich in seiner Umgebung behaupten oder verschwinden, kann bedrohlich wirken oder schützend, kann "klingen" oder verstummen. Hineinversetzen in den Maler Die Schülerinnen und Schüler können sich beispielsweise vorstellen, dass Kandinsky sich bei diesem Bild intensiv auf etwas konzentriert hat, was nicht in der sichtbaren Welt ins Auge fällt, sondern in der "Geistigen", also durch die Transformation von musikalischen Tönen in malerische Farbtöne. Vielleicht hat Kandinsky gerade ein Musikstück von Arnold Schönberg gehört, den er so verehrte, und sich inspirieren lassen. Wie könnte das Stück geklungen haben? Der Klang von Farben und Formen Die Schülerinnen und Schüler sollen das Bild genau in den einzelnen Details betrachten und sich überlegen, wie die Farben und Formen klingen könnten: Das Schwarz in der Mitte könnte ein tiefer Ton sein, die Punkte rechts oben sehr kurze, schnelle Klangfolgen, die schwarzen Linien vielleicht lange Sequenzen mit nur einem Ton. Da die Arbeitsweisen von Kandinsky und Schönberg ähnlich waren, sind auch die Ergebnisse überraschend ähnlich! Schönberg oder von Webern als Begleitung Beim Malen nach atonaler Musik erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre maltechnischen Kenntnisse zum Themenbereich der abstrakten Komposition. Durch die bewusste Anwendung des Komplementär- und Simultankontrastes vertiefen sie ihr farbliches Gestaltungsvermögen. Als geeignete Begleitung erweist sich hier Musik von Arnold Schönberg, insbesondere das erste Stück aus den drei Klavierstücken op.11 (1909) und "Farben" aus den Orchesterstücken op.16 (1909). Auch Stücke des Wieners Anton von Webern eignen sich hier, da er die atonale Musik zur Zwölftonmusik weiterentwickelte: 6 Stücke für Orchester op.6, Nr.3 (1909) Töne in Formen verwandeln Die Schülerinnen und Schüler sollen sich auf die Musik konzentrieren und die Töne und Klänge in Farben und Formen umsetzen. Da dies eine sehr schwierige Aufgabe sein wird, sollten die Schüler erst auf circa drei DINA 4-Blättern experimentieren und Erfahrungen sammeln, dann ans große Format herangehen. Auch DINA2-Blätter sind geeignet. Mit den Wachsmalkreiden werden Linien und Punkte gezeichnet und mit den Farben Flächen gemalt. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler bewusst zwischen Fläche und Linie unterscheiden. Das Bild sollte später nicht von farbigen Luftschlangen übersäht sein - dies wäre falsch! Die Wunden des Ersten Weltkriegs Die Grausamkeit des Ersten Weltkriegs war ein Schock für die Deutschen. Die Kunst bot die Chance, die Ereignisse zu verarbeiten und das Desaster als Warnung für die nächsten Generationen für immer im historischen Langzeitgedächtnis zu verankern. Gerade die Expressionisten beschäftigten sich mit den inneren Gefühlswelten der Menschen. Die Sehnsucht nach Liebe, Glück, Menschlichkeit und Harmonie war sehr groß, jedoch begleiteten Hass, Tod und Zerstörung den Alltag. Dieser "Kampf der Gefühle" wurde in den Bildern der Expressionisten lebendig und für uns heute auch erfahrbar. Die Selbstbildnisse der expressionistischen Künstler decken oftmals tiefe seelischen Wunden auf. Das "Selbstbildnis eines Kranken" (1918) von Ernst Ludwig Kirchner ist ein berühmtes Beispiel für diese "expressionistische Selbstschau". Ergänzende Internetrecherche Die Werkanalyse kann durch Informationen zum Leben des Malers und dem zeitgenössischen Hintergrund, die die Schülerinnen und Schüler im Internet recherchieren, abgerundet werden. Die Aufgaben finden Sie auf dem Arbeitsblatt "AB-Kirchner-Selbstbildnis". Das Lösungsblatt mit Informationen zum Erwartungshorizont befindet sich im Download-Bereich der Startseite. LeMO: Die Brücke Informationen zu den Mitgliedern der Malergruppe "Die Brücke". Kunst empfinden Bei der praktischen Arbeit im Anschluss sollen die Schülerinnen und Schüler versuchen, die negativen Gefühle und bedrohlichen Stimmungen, die das Selbstbildnis Kirchners enthält, möglichst exakt durch ein eigenes Formen- und Farbenrepertoire nachzuempfinden. Porträts spiegeln Leben Die Schülerinnen und Schüler sollen nach der Bildinterpretation auf DIN-A3-Papier mit Pinsel, Farben und Palette ein expressionistisches Porträt eines Menschen malen, der wie Ernst Ludwig Kirchner schreckliche Kriegserlebnisse oder andere schwere Schicksalsschläge durchleben musste. Um die Dramaturgie auf dem Blatt zu steigern, gibt es diverse Möglichkeiten: Dynamisierung und Deformation der sichtbaren Welt (Verzerren, Verkürzen, Verlängern, Verändern der Farbigkeit von Objekten/Personen). Empfindungsperspektive (Zentral-Vogel und Froschperspektive) in einem Bild angewendet, lassen die sichtbaren Objekte wie Häuser, Menschen und Landschaften in einen merkwürdigen Bildraum erscheinen. Komplementär- und Simultankontrast (leuchtende Farbigkeit, schrille Farbkombinationen wie zum Beispiel lila/gelb, rot/grün). Die "Große Deutsche Kunstausstellung" 1937 inszenierte das NS-Regime im Haus der Deutschen Kunst - fünf Gehminuten entfernt von der "Entarteten Kunstausstellung" in den Residenzarkaden - die "Große Deutsche Kunstausstellung". Zur Vernissage versammelten sich alle hochrangigen Künstler, Politiker, die Medien und Kunstsachverständigen des NS-Regimes, um ihre "Deutsche Kunst" im "gesäuberten Kunsttempel" Deutschland und der Welt stolz zu präsentieren. Zu diesem Zweck wurde eine große Einweihungszeremonie mit einer Parade veranstaltet, die mit einem Vorbeimarsch der SA endete. Hitler selbst eröffnete die erste Ausstellung in seinem neuen Musentempel, dem Haus der Deutscher Kunst. In seiner Rede betonte er die große Zukunft, die der NS-Kunst bevorstehe. In einem Nebensatz raunte er: "... Kubismus, Dadaismus, Futurismus, Impressionismus, Expressionismus, alles völlig wertlos für das deutsche Volk". Internetrecherche nach Informationen und Bildern Nachdem die Schülerinnen und Schüler generell den Anspruch der freien Kunst diskutiert und sich über die Aufgaben der Staatskunst im Nationalsozialismus informiert haben, sollen sie im Internet nach Informationen recherchieren zu Leben und Werk von Adolf Ziegler, Josef Thorak, Fritz Koelle und Arno Breker. Dabei nutzen sie explizit die Bildsuche von Google und die Seiten des Lebendigen Virtuellen Museums Online (LeMO), wo Farbbilder zu Künstlern des NS-Regimes zu finden sind (alle Aufgaben finden sich auf dem Arbeitsblatt AB-NS-Staatskunst). Gegebenenfalls bekommen Sie zusätzliche Informationen zu den Aufgaben der NS-Staatskunst über das Arbeitsblatt Info-NS-Staatskunst an die Hand. Erarbeitung einer PowerPoint-Präsentation Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, Bild- und Textdokumente in einem neuen Ordner zu sammeln, die Informationen auszuwerten und für eine Präsentation so aufzuarbeiten, dass sie abgesehen von der Information auch auf die Übersichtlichkeit und die gestalterischen Qualitäten achten. Bei ihrer Präsentation sollen immer wieder der Bezug zu den Aufgaben der NS-Staatskunst hergestellt werden. Gegebenenfalls können den Schülerinnen und Schülern schon hier Informationen des Blattes Info-Entartete-Kunst (siehe Unterrichtsphase 4) zur Verfügung gestellt werden. LeMO: NS-Kunst und Kultur Über den Bereich "NS-Regime" gelangen die Schülerinnen und Schüler zu dem Kapitel "Kunst", das unter anderem Informationen zu Architektur, Film und NS-Kunstpolitik enthält. Recherche zu Kandinsky, Dix, Nolde, Grosz und "Entarteter Kunst" Die Schülerinnen und Schüler sammeln mit der Bildsuche von Google Werke "entarteter Künstler" wie Wassily Kandinsky, Otto Dix, Emil Nolde, Georg Grosz, Felix Nussbaum und Kurt Schwitters, aber auch von dem NS-Propagandakünstler Adolf Ziegler (siehe Arbeitsblatt AB-Entartete Kunst im Download-Bereich). Mithilfe der Informationen zur "Entarteten Kunst" (siehe Download) sollen sie belegen, warum Gemälde als entartet eingestuft wurden. Sie layouten die gesammelten Informationen und die Textbeiträge aus dem Arbeitsblatt zu einer mehrseitigen PowerPoint-Präsentation. Dabei sollen sie die einzelnen Punkte mit interessanten Bildbeispielen kombinieren. Am Ende der Stunde können die PowerPoint-Dateien via Videobeamer vor der Klasse präsentiert werden. Informationen sammeln, auswerten und archivieren Die Schülerinnen und Schüler suchen mithilfe des Arbeitsblatts im Internet gezielte Bildinformationen und verbinden diese später mit den Textbausteinen in PowerPoint. Das Sammeln, Auswerten und Archivieren von Bildern und Textdokumenten zu Künstlern und Werken der Bildenden Kunst und der Propagandakunst ist ein vorrangiges medienpädagogisches Ziel dieser Unterrichtsphase. Nicht nur das Finden, sondern gerade das Auswerten, Präsentieren und Kommunizieren ist eine wichtige Medienkompetenz, die im Bereich der ästhetischen Erziehung im Medienzeitalter einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Norbert Bisky und die "Schönen Körper" Der junge deutsche Maler Norbert Bisky setzt sich in seinen Gemälden mit "Schönen Körpern im Gleichschritt" auseinander. Er legt sein Augenmerk auf Bilder, die im gesellschaftlichen und historischen Langzeitgedächtnis der Deutschen verankert sind. Bisky spielt mit seinen Fundstücken, unter anderem Filmstills (Standbilder) aus Propagandafilmen des NS-Regimes. Seine Themen sind Jugend und Körperkult, Kameradschaft, Sport, Muskelkraft, Tapferkeit, Autorität des Stärkeren und das Siegen. Genau diese Motive wurden auch schon 1934 im Film "Triumph des Willens" oder im Film Olympia" (1938) von Leni Riefenstahl bildmächtig als Propagandainszenierung für das NS-Regime in Szene gesetzt. Bisky betreibt Vergangenheitsbewältigung mit bildnerischen Mitteln, malt ironisch ein "Bild des Deutschen", versetzt junge blonde Athleten in Pseudoidyllen, verwandelt Propagandakunst in provokante, kritische zeitgenössische Malerei und thematisiert auch die "Macht der Bilder", die uns in den 30er Jahren in Deutschland manipuliert haben. Elizabeth Leach Gallery: Norbert Bisky, Wehrausbildung (2001) Standbilder aus dem Film "Olympia - Fest der Völker" Manipulation und Propaganda In dieser Unterrichtsphase sollen die Jugendlichen Manipulation und Propaganda durch das Massenmedium Film aufdecken und untersuchen. Sie sollen lernen, die persönlichen ästhetischen Erfahrungen, Informationen und Ergebnisse aus den Phasen 1 bis 4 in die praktische Arbeit einfließen zu lassen. Text und Bild werden hier nicht wie vorher am Computer gelayoutet, sondern mit künstlerischen Mitteln. Die Präsentation der Collagen, die in Kleingruppen erstellt werden, dient als Grundlage für die Abschlussdiskussion zum Themenkomplex Expressionismus, NS-Kunst und Entartete Kunst. Die Wirkung von Standbildern Zunächst werden Biskys Bilder mit Filmstills (Standbildern) aus beiden Filmen verglichen. Bei dem Film "Triumph des Willens" über den NS-Parteitag setzte Riefenstahl beispielsweise 16 Kamerateams mit über 100 Mitarbeitern ein. Aus mehr als 60 Stunden Filmmaterial entstand einer der bekanntesten und wirkungsvollsten Propagandafilme aller Zeiten. Vorab sollten die Schüler beide Filme jeweils etwa 15 Minuten ansehen. Während die Filme über den Videorekorder abgespielt werden, sollen die Schüler mit einer Digitalkamera Filmstills aufnehmen. Schlüsselszenen, besonders seltsam wirkende Stills oder auch vielleicht Stills, die den Schülern auf eine gewisse Weise vertraut sind oder bei ihnen etwas auslösen. Arbeit mit Papier und Schere Nach einer kurzen Internetrecherche zu Bisky sollen die Schüler in Kleingruppen eine Text/Bild-Collage auf einem DIN A 0 großen Papier gestalten. Die Videostills werden dann in schwarz-weiß ausgedruckt, auch die Arbeiten von Bisky. Ausschnitte können mit dem Kopierer vergrößert und mit Buntstiften/Farben farbig gestaltet werden. Parallel können die Schülerinnen und Schüler auch mit der Schere arbeiten und wichtige Details ausschneiden. Textpassagen zu Bisky und auch Riefenstahl werden dann ausgedruckt und mit dem Bildmaterial kombiniert. Eigene Texte können auch handschriftlich auf diese "Arbeitscollage" gemalt/geschrieben werden. Reflexion zur Bildwirkung Ihre Gedanken zu folgenden Leitfragen können die Schülerinnen und Schüler direkt auf die Collage schreiben und mit Pfeilen dann Zusammenhänge und Verknüpfungen herstellen: Welche Motive, Objekte, Szenarien, Handlungen, Ereignisse werden behandelt? Wo gibt es Übereinstimmungen, Abweichungen bei Bisky/Riefenstahl? Welche Begriffe passen? Abstrakt, realistisch, provokant, impressionistisch, idealisierend, expressiv, ironisch, pathetisch, ornamental, gegenständlich? Finden die Schüler noch andere? Welche Wirkung lösen die Bilder/Filmstills beim Betrachter aus? An was erinnern sie? Sicherung und Diskussion Abschließend werden die Collagen im Klassenzimmer aufgehängt und die einzelnen Gruppen präsentieren die entstandenen Arbeiten. Mit einer Abschlussdiskussion zum Themenkomplex Expressionismus, NS-Propagandakunst und "Entartete Kunst" wird die Unterrichtseinheit beendet. Die Schülerinnen und Schüler können die Ergebnisse der praktischen Phasen 1 bis 5 fotografieren und alle PowerPoint-Dateien auf eine CD-ROM brennen - so kann jeder die recherchierten Informationen und auch die entstandenen praktischen Arbeiten in digitaler Form mit nach Hause nehmen. Lernort Museum Die Vertiefung des erworbenen Wissens vor Originalkunstwerken im Museum ist fakultativ. Für Schulen aus der Nähe von München gibt es im Museumspädagogischen Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt verschiedene Angebote. Zeitgenössische Kunst im Kontext der Kunst des Nationalsozialismus: Schöne Körper im Gleichschritt. Norbert Bisky malt Jungen, die marschieren, und Mädchen, die Reigen tanzen. So als wäre die Zeit in einer dubiosen Epoche stehen geblieben. Der Kunstmarkt dankt mit Großeinkäufen. In: Der Spiegel 44/2003 Max Nordau: Theorie kultureller Degeneration "Die Entartung". Max Nordau erfand den Begriff der "Entartung". Sein Buch ist eines der Fundamente, auf der das NS-Regime seine Rassentheorie stützte. Wolfgang Willrich: Die Säuberung des Kunsttempels, 1937 Willrich war ein begeisterter Anhänger der NS-Kunst - die "Säuberung des Kunsttempels". Die Diffamierung der Klassischen Moderne hat er maßgeblich mit seinen Äußerungen vorangetrieben. Jörg Häntzschel: Lieber Maler, male mir den Krieg. Ein Traditionshaus wie das Pentagon schätzt die gegenständliche Malerei, schreibt die Süddeutsche Zeitung am 5.Mai 2003. Ein schöner Artikel darüber, wie Maler in den Krieg geschickt werden, um Kriegspropaganda zu malen. Die > Kunststadt < München 1937. Nationalsozialismus und "Entartete Kunst" D a s Standardwerk zum Thema Nationalsozialismus und Entartete Kunst plus dem Ausstellungskatalog zur Ausstellung "Entartete Kunst" erschien 1987 im Prestel-Verlag München. Es enthält viele interessante Dokumente, ist als Paperback lieferbar. Leni Riefenstahl: "Triumph des Willens", 1934 Über den NS-Parteitag dreht Riefenstahl "Triumph des Willens". Sie setzt dafür 16 Kamerateams mit über 100 Mitarbeitern ein. Aus mehr als 60 Stunden Filmmaterial entsteht einer der bekanntesten und wirkungsvollsten Propagandafilme überhaupt. Leni Riefenstahl: "Olympia Teil II, Fest der Schönheit" ,1938 Film (100 Minuten) mit zahlreichen Aufnahmen von den Olympischen Spielen in Berlin 1936. Entartete Kunst? (VHS Nr.7198092; 45 Minuten; Farbe; 1987; D) Am 19. Juli 1937 wurde in München von den Nationalsozialisten die Ausstellung "Entartete Kunst" eröffnet. Gleichzeitig wurde das Haus der Deutschen Kunst in München eröffnet, in dem die Werke der offiziellen Kunstschaffenden des Dritten Reiches besonders gewürdigt wurden. Der Film zeigt beide Ausstellungen und ihr politisch-kulturelles Umfeld. Landesmediendienste Bayern Friedrich Wilhelm Murnau: Nosferatu, 1922 Ein Beispiel des Expressionistischen Films in Deutschland. Robert Wiene: Das Kabinett des Dr. Caligari, 1919 Ein weiteres Beispiel des Expressionistischen Films. Charly Chaplin: "Der Große Diktator" 1940 Der berühmte Komiker Charly Chaplin war im Hollywood der dreißiger Jahre offenbar einer der wenigen, die den Mut und die Mittel besaßen, Politik in Film umzusetzen. So entstand "Der Große Diktator", eine Parabel, die sich an die Zustände im Deutschland Hitlers anlehnt.

  • Geschichte / Früher & Heute / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe II

La Bamba - la historia de una leyenda del rock'n'roll

Unterrichtseinheit

Der Film "La Bamba" erzählt die Erfolgsgeschichte des Sängers Ritchie Valens, eines US-Amerikaners mit mexikanischen Vorfahren, der Ende der 50er Jahre zu Ruhm gelangte, jedoch kurz nach Beginn seiner Karriere auf tragische Weise ums Leben kam. "The day the music died" - diese Textpassage aus Don McLeans "American Pie" erinnert an den im Alter von 17 Jahren verunglückten Chicano.Neben dem Blick auf die Biografie von Ritchie Valens vermittelt der Film auch einen Eindruck von der Lebenswirklichkeit der Latinos in den USA gegen Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Lebensgeschichte von Ritchie Valens kann als Ausgangspunkt für die Behandlung jener Probleme dienen, mit denen Latinos in den Vereinigten Staaten auch heute noch konfrontiert sind. Der Film eignet sich somit als thematischer Einstieg in eine Unterrichtseinheit, in deren weiterem Verlauf zum einen tiefere soziologische Einblicke gewonnen, zum anderen aber auch Vergleiche zu aktuell erfolgreichen Stars wie Shakira - Lieder im Spanischunterricht , Jennifer Lopez, Ricky Martin und Christina Aguilera gezogen werden können.Das Thema "Latinos en Estados Unidos" zählt zum Standardrepertoire für den Spanischunterricht in der gymnasialen Oberstufe. Als größte ethnische Minderheit in den Vereinigten Staaten prägen die aus dem Süden des Doppelkontinents stammenden Amerikaner das gesellschaftliche und politische Leben in den USA maßgeblich. Die 38 Millionen Hispanoamerikaner stellen immerhin 13 Prozent der Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten. Den größten Anteil der Latinos machen dabei mit 67% die aus Mexiko stammenden US-Amerikaner aus. Der Film und die DVD "La Bamba" Der Film "La Bamba" aus dem Jahre 1987 erzählt die Erfolgsgeschichte des jungen Sängers Ritchie Valens. Ritchie Valens - eine Legende des Rock'n'Roll Die Sachanalyse liefert Ihnen wissenswerte Hintergrundinformationen. Didaktisch-methodische Kommentare zum Arbeitsmaterial Der Autor schildert den Ablauf der Unterrichtseinheit und die Aufgabenstellungen der Arbeitsblätter. Dies liegen hier einzeln zum Download bereit. Geforderte sprachliche Aktivitäten Die Schülerinnen und Schüler sollen (in der Zielsprache) den Satz "The Day the Music Died" ins Spanische übersetzen. Vermutungen über Ritchie Valens und seinen frühen Tod anstellen (Hypothesenbildung). eine Szene aus dem Film beschreiben und einen Dialog zwischen den Figuren sowie deren Gedanken formulieren (Perspektivwechsel). drei Szenen aus dem Film anschauen und jeweils erfassen, worum es in den Ausschnitten geht (Hör- und Sehverstehen, Globalverständnis). den gezeigten Ausschnitten die impliziten Informationen entnehmen und diese formulieren (Analyse und Interpretation). Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eventuell eigenständig in Kleingruppen mit der DVD arbeiten. dabei: Untertitel-Funktion und verschiedene Sprachen je nach Zielsetzung wählen. Die hier zur Verfügung gestellten Arbeitsblätter sollen vor allem die Arbeit mit dem Film "La Bamba" erleichtern, darüber hinaus aber auch allgemeine Anregungen für den Einsatz von DVDs im Spanischunterricht geben. Selbstverständlich sind sie den jeweiligen unterrichtlichen Gegebenheiten anzupassen und können somit bei Bedarf ergänzt oder modifiziert werden. Neben dem Blick auf die Biografie von Ritchie Valens vermittelt der Film auch einen Eindruck von der Lebenswirklicht der Latinos in den USA gegen Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Film "La Bamba" Gut 25 Jahre nach dem Tod von Ritchie Valens entschied sich die Filmgesellschaft Columbia Pictures, das Leben des Rockstars zu verfilmen. Der Spielfilm "La Bamba" (Länge: 108 Minuten) kam 1987 in die Kinos und erntete breite Anerkennung. In der Hauptrolle ist Lou Diamond Phillips zu sehen, der die Figur des Ritchie Valens glaubhaft interpretiert. Seinen weltweiten Erfolg verdankte der Film nicht zuletzt dem hervorragenden Soundtrack, zu dem die Latino-Band Los Lobos einen Großteil beitrug. Die DVD Auf dem deutschen Markt ist "La Bamba" seit März 2001 auf DVD erhältlich. In der Sprachausgabe stehen neben der englischen Originalfassung die Tonspuren auf Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die DVD eine Untertitelung in zahlreichen Sprachen (darunter Deutsch und Spanisch) an. Als Bonusmaterial enthält sie neben dem Hauptfilm einen Trailer, eine Filmdokumentation, zwei Musik-Videos sowie verschiedene Filmkommentare und Filmografien. Im Internet-Versand (beispielsweise bei amazon.de ) beträgt der Kaufpreis zwischen 7,50 € und 10 € (plus Versandkosten). Ritchie Valens (mit bürgerlichem Namen Ricardo Valenzuela) gilt als der erste Rock'n'Roll-Star lateinamerikanischer Herkunft. Sein kometenhafter Aufstieg zu einem Idol der amerikanischen Musikszene vollzog sich Ende der 50er Jahre innerhalb weniger Monate, fand aber sein jähes Ende bei einem Flugzeugabsturz am 3. Februar 1959. Kindheit Am 13. Mai 1941 als Sohn mexikanischer Einwanderer in einem Vorort von Los Angeles geboren und in Kalifornien aufgewachsen, schlug sich Valens in seiner Jugend als Arbeiter auf einer Obstplantage durch. Wie viele Chicanos träumte er den amerikanischen Traum von einem besseren und sorgenfreien Leben. Seine große Leidenschaft war die Musik, der er sich mit voller Hingabe widmete. Der Beginn einer vielversprechenden Karriere Nach der Gründung seiner ersten eigenen Band vergingen nur wenige Monate, bis er von einem namhaften Produzenten entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Im Sommer des Jahres 1958 gelang ihm der endgültige Durchbruch. Zu seinen größten Hits zählten: "Come on, let's go", "We belong together", "Donna" und eben "La Bamba", das bekannte mexikanische Volkslied, das er in einer frischen Rock'n'Roll-Version interpretierte, in seiner Muttersprache sang und damit den Nerv der Zeit traf. "Der Tag, an dem die Musik starb" Als Ritchie Valens Anfang 1959 mit anderen Musikgrößen seiner Zeit auf Tournee ging, stand er am Beginn einer vielversprechenden Karriere. In einer kalten Winternacht nahm dann jedoch das Schicksal seinen Lauf: Um einer langen und strapaziösen Fahrt im eisigen Tourbus zu entgehen, entschied er sich, zusammen mit Buddy Holly und J. P. Richardson (The Big Bopper), mit dem Flugzeug von Clear Lake / Iowa zum nächsten Auftrittsort zu reisen. Wegen eines Schneesturms stürzte die Maschine kurz vor Erreichen des Zielflughafens in Fargo ab. Dabei kamen alle vier Insassen (die drei prominenten Passagiere und der Pilot) ums Leben. Ritchie Valens starb im Alter von 17 Jahren. American Pie Im Jahre 1971 widmete der Sänger Don McLean diesem schicksalsträchtigen Tag der Musikgeschichte sein weltweit bekanntes Lied "American Pie". In ihm wird der 3. Februar 1959 als der Tag bezeichnet, "an dem die Musik starb". Das Lied wurde von vielen Künstlern gecovert, zuletzt im Jahre 2000 von Madonna. American Pie (Lied) : Bei Wikipedia werden die zahlreichen musikhistorischen Anspielungen, die der Song enthält, entschlüsselt. Hispanische Wurzeln als Erfolgsgrundlage Trotz oder gerade wegen seines frühen Todes hat Ritchie Valens' Lebenswerk deutliche Spuren in der US-amerikanischen Musiklandschaft hinterlassen. Nicht wenige sehen in ihm den Vorreiter, der zahlreichen Künstlern mit hispanischen Wurzeln den Weg zu einer erfolgreichen Karriere geebnet hat. Im Jahre 2001 wurde Ritchie Valens in die "Rock'n'Roll Hall of Fame" aufgenommen. Es ist zu vermuten, dass einige Schülerinnen und Schüler den berühmten Satz "The Day the Music Died" schon einmal gehört haben, jedoch nicht wissen, auf welches Ereignis er anspielt. Dieses Vorwissen wird für den ersten Zugang zum Film "La Bamba" genutzt. Antes de ver la película Das Arbeitsblatt mit dem Titel "Antes de ver la película" soll die Lernenden in drei Schritten auf den Inhalt des Films und seinen Hauptdarsteller einstimmen. Aufgabe 1, die Übersetzung des Satzes ("El día cuando/en que la música murió"), soll den situativen und zeitlichen Rahmen des Films (be-)greifbar machen. In der zweiten Aufgabe geht es darum, sich ein erstes Bild von Ritchie Valens zu machen. Mithilfe eines Fotos des Grabsteins sollen die Schülerinnen und Schüler Vermutungen über das Leben und den Tod des Sängers anstellen. Die dritte Aufgabe zielt auf ihre kreativen Fähigkeiten ab. Das im Internet zu konsultierende Bild zeigt eine Unterhaltung zwischen Ritchie und seinem Manager Bob Keane. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Filmszene in ihr Arbeitsblatt kopieren, sie beschreiben, sich einen kurzen Dialog zwischen den beiden Männern ausdenken und schließlich deren Gedanken in Sprechblasen im Dokument wiedergeben. Um die Schülerleistungen angemessen zu würdigen, empfiehlt es sich, eine kleine Ausstellung der Ergebnisse per Beamer, an der Tafel oder an der Pinnwand durchzuführen. Bevor der Film in seiner gesamten Länge gezeigt wird, sollen die Schülerinnen und Schüler drei ausgewählte Szenen anschauen und kurz kommentieren. Es handelt sich um Schlüsselszenen im Leben des Protagonisten: Die Aufnahme in die Band "The Silhouettes" (Kapitel 6 auf der DVD) In der ersten Szene sollen die Lernenden das Aussehen des Hauptdarstellers beschreiben und das Verhalten der verschiedenen Bandmitglieder Ritchie gegenüber vergleichen (während sich Bandleader Rudy sehr abweisend verhält, sind die anderen Musiker der Gruppe begeistert von dem Neuzugang). Die Spazierfahrt mit seiner Freundin Donna (Kapitel 12) Die zweite Szene bringt die Schwierigkeiten zu Tage, mit denen das Paar zu kämpfen hat: Zum einen die ungleichen Lebensverhältnisse, in denen die beiden leben, und zum anderen die Widerstände aus Donnas Familie gegen die Beziehung, vor allem seitens ihres Vaters. Namensänderung von Ricardo Valenzuela in Ritchie Valens (Kapitel 17). In der dritten Szene geht es um den Künstlernamen des Sängers. Dieser fürchtet (ebenso wie sein Bruder) um die Aufgabe seiner Identität und lässt sich erst nach einigem Zögern von seinem Manager zur Namensänderung überreden. Die Arbeitsaufträge zu den Szenen sind jeweils in wenigen Worten zu beantworten. Je nach Leistungsstand der Lerngruppe ist zu entscheiden, ob die Aufgaben vor oder nach dem Vorspielen der Szene gelesen werden und ob am Computer oder offline gearbeitet wird. Gleiches gilt für die Frage, in welcher Sprachausgabe die Ausschnitte gezeigt werden: Spanisch ohne Untertitel, Spanisch mit spanischen Untertiteln oder Spanisch mit deutschen Untertiteln. Die Fragen und Aufgaben des dritten Arbeitsblattes dienen der Sicherung des Global- und Detailverständnisses sowie der Analyse der Personenbeziehungen und der sozio-historischen Hintergründe. Der erste Teil ("Preguntas de comprensión") greift die wichtigsten Stränge der Handlungsebene auf und sollte im Plenum besprochen werden. Im zweiten Teil ("Los personajes") geht es um die verschiedenen Figurenkonstellationen und die Hinweise, die dem Film zur Situation der Latinos in den USA der 50er Jahre entnommen werden können. Hier empfiehlt sich eine arbeitsteilige Vorgehensweise mit einer ausgedehnten Partner- oder Gruppenarbeitsphase und anschließender Ergebnissicherung an der Tafel. Wenn Sie mögen, stellen Sie den Kleingruppen die DVD zum individuellen nachschauen zur Verfügung. Das vierte und letzte Arbeitsblatt soll diese kurze Einheit zu "La Bamba" abrunden. Der Lückentext fasst die wichtigsten Informationen zum Film und zu Ritchie Valens zusammen. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Text mit den oben vorgegebenen Vokabeln vervollständigen. Das Arbeitsblatt enthält zudem einen Hinweis auf das bekannte Lied "American Pie" von Don McLean (siehe Einstieg) sowie den Liedtext von "La Bamba".

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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