Als Dichter der Freiheit und der deutschen Klassik wird Schiller am 9. Mai 2005, seinem 200. Todestag, gefeiert. Der zeitgenössische Hintergrund seiner Dramen ist Jugendlichen heute oft fremd, nicht aber die Grundprobleme, gegen die der Rebell und Frauenheld aufbegehrt: sinnentleerte Konventionen, Unterdrückung oder gesellschaftlichen Hindernisse für die wahre Liebe.
Früh übt sich ...Die Zahl der Websites, auf die Schülerinnen und Schüler bei der Online-Recherche zu Schiller stoßen, ist hoch. Sollten sie lediglich das Suchwort "Schiller" bei Google eingeben, stoßen sie auf circa 2.300.000 deutschsprachige Treffer. Wer effektiv suchen will, muss seine Suche also eingrenzen, verschiedene Wörter kombinieren oder bei gezielten Fragen gar einzelne Satzteile vorgeben. Hier gilt das Prinzip: Nicht wer die meisten, sondern wer die wenigsten Fundstellen angezeigt bekommt, hat wahrscheinlich effektiv recherchiert. Auch dass die erste Fundstelle keinesfalls die informativste oder qualitativ beste sein muss, sollten die Schülerinnen und Schüler lernen. "Früh übt sich, wer ein Meister werden will," wusste schon Schiller (Wilhelm Tell).
Biografien, Werke, AusstellungenVor allem Biografien, Werkübersichten und Online-Texte aus Schillers Werk stehen im Internet zur Verfügung. Darüber hinaus werben literaturhistorische Stätten wie Marbach oder Weimar und zahlreiche Ausstellungen im gesamten Bundesgebiet im Schillerjahr 2005 um Besucher. Vielleicht lässt sich die Schiller-Lektüre im Unterricht ja mit einer Exkursion verbinden?
Kreative und virtuelle Anregungen für den UnterrichtDie nachfolgenden Links stellen lediglich eine Auswahl dar, eine Erleichterung bei der Suche nach Websites, die sich sowohl für den Einsatz im Unterricht als auch für die selbstständige Erarbeitung oder Vertiefung eignen. Beim Schreibwettbewerb der Stiftung Lesen sind der Kreativität zum Beispiel keine Grenzen gesetzt. Unter dem Motto "Ich schenk dir ein Gedicht" lädt die Stiftung Jugendliche ein, selbst als Dichter oder Dichterin aktiv zu werden. Eine Klasse, die es weniger lyrisch mag, kann alternativ im Forum der Website zum Schillerjahr 2005 diskutieren. Zum Beispiel, ob Schillers Werke einfach verstaubte Schullektüre oder immer noch lesenswert sind. Vielleicht haben Ihre Schülerinnen und Schüler aber auch Lust, angesichts der Fülle aktueller Theateraufführungen reale oder fiktive Rezensionen oder Werbetexte zu Schillers Werken zu schreiben und Werbeplakate beziehungsweise Werbebroschüren zu entwerfen, im optimalen Fall fächerverbindend mit dem Kunstunterricht.
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Dana Schieck studiert an der TU Berlin Neue Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft.
Klassik, Internetrecherche, Kunst