IZMF und ProPK
09.03.2010

Gewaltprävention: Handygewalt

Der Kurzfilm "Handygewalt" der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) und des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF) bildet die Grundlage dieser Unterrichtssequenz. Einige Möglichkeiten, wie das Filmmaterial zur präventiven Arbeit in der Schule genutzt werden kann, werden vorgestellt.
 

Während der Pausenaufsicht bemerkt Lehrer Michael Schäfer ein auffälliges Geschehen auf dem Schulhof und nähert sich. Zunächst sieht es aus wie eine gewöhnliche Schulhofrangelei, aber die Mimik und Aufgeregtheit der Schülerinnen und Schüler und die Gesamtsituation lassen ihn schnell erkennen, dass ein Junge ernsthaft geschlagen und getreten wird. Und Michael Schäfer sieht noch etwas: ein Handy in der Hand eines "Zuschauers", das dieser aber blitzartig verschwinden lässt, als er den Lehrer wahrnimmt. Michael Schäfer greift ein, aber neugierig geworden und alarmiert klickt er sich später bei YouTube durch und findet dort die Szene vom Schulhof. Die Personen lassen sich eindeutig identifizieren, auch die Schule ist im Hintergrund vage zu erkennen. Höchste Zeit, sich um das Thema Handygewalt zu kümmern ... Einen ähnlich gelagerten Fall zeigt der zweiteilige Kurzfilm "Handygewalt", der Grundlage dieser Unterrichtseinheit ist.

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • lernen, dass Handygewalt nicht harmlos ist, sondern einen Straftatbestand darstellt.
  • realisieren, dass es nicht nur um die physische Gewalt geht, sondern auch um die Verletzung von elementaren Persönlichkeits- und Grundrechten (Recht am eigenen Bild, Datenschutz).
  • erfahren, welche Menschen und Institutionen als Ansprechpartner fungieren, und Hilfe und Unterstützung anbieten (Lehrkräfte, Eltern, Freunde, Polizei).

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • lernen, das eigene Handy und dessen Funktionen verantwortungsbewusst zu nutzen.
  • lernen, sich im Umgang mit Downloads und Überspielungen von anderen Handys sicherheitsorientiert und vorsichtig zu verhalten.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • in ihrer Empathiefähigkeit gefördert werden.
  • Zivilcourage zeigen.
  • das Zeugen- und Helferverhaltens bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aktivieren können.
  • in ihrem Mut und in ihrer Handlungskompetenz gefördert werden, um sich nicht in die Opferrolle drängen zu lassen.
  • in ihrer verbalen Kommunikationsfähigkeit gestärkt werden.

Kurzinformation

ThemaHandygewalt (Themenkreis "Körperliche Aggression, Mobbing")
AnbieterInformationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) und Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
FächerPolitik/SoWi, Religion/Ethik, fächerübergreifender Unterricht
Zielgruppeab Klasse 7
Zeitraum3-4 Stunden
MedienDer Kurzfilm "Handygewalt" kann auf der Website des ProPK oder der Website des IZMF online angesehen werden.
Technische VoraussetzungenDVD-Player oder Computer und Beamer, Computer mit Internetanschluss
PlanungTabellarischer Verlaufsplan

Didaktisch-methodischer Kommentar

Handlungskompetenz erwerben
Hauptanliegen der Unterrichtseinheit sind eine Sensibilisierung und Erlangung von Handlungskompetenz sowie der Schutz von Opfern. Handygewalt hat sich zu einem bedenklichen Trend entwickelt. Einige Jugendliche sehen in dieser Form der Gewaltausübung eine Möglichkeit, Anerkennung und Aufmerksamkeit in ihrer Peergroup zu erlangen. Andere betrachten sich selbst als "Darsteller" in einem Film oder handeln aus Langeweile. Ein Großteil der Jugendlichen ist sich weder der Strafbarkeit ihres Handelns noch des Leids der Opfer bewusst. Durch die massenhafte Verbreitung der Videos sinkt die Hemmschwelle sowohl bei den Betrachtern als auch bei den Machern. Es werden immer neue, noch extremere Kicks gesucht. Deshalb sollten Lehrerinnen und Lehrer (und Eltern) die aktuellen Gewaltphänomene nicht ignorieren.

Hin- statt Wegsehen
Die Faszination durch die technischen und medialen Möglichkeiten von Handys verstellt bei Jugendlichen oft den Blick auf die Gewaltproblematik, die bei Happy Slapping und Cyberbullying gegeben ist. Es ist wichtig, Missstände offen zu thematisieren und im Hinblick auf Konsequenzen einen pädagogischen Konsens zu finden, um langfristig eine Kultur des
"Hin-statt-Wegsehens" zu schaffen.

  • Ablauf der Unterrichtseinheit
    Im Anschluss an die Reflexion des Filminhalts erarbeiten die Schülerinnen und Schüler das Thema Handygewalt unter Berücksichtigung ihrer eigenen Lebenswelt.

Download

handygewalt_arbeitsmaterial.zip
 

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