Während der Pausenaufsicht bemerkt Lehrer Michael Schäfer ein auffälliges Geschehen auf dem Schulhof und nähert sich. Zunächst sieht es aus wie eine gewöhnliche Schulhofrangelei, aber die Mimik und Aufgeregtheit der Schülerinnen und Schüler und die Gesamtsituation lassen ihn schnell erkennen, dass ein Junge ernsthaft geschlagen und getreten wird. Und Michael Schäfer sieht noch etwas: ein Handy in der Hand eines "Zuschauers", das dieser aber blitzartig verschwinden lässt, als er den Lehrer wahrnimmt. Michael Schäfer greift ein, aber neugierig geworden und alarmiert klickt er sich später bei YouTube durch und findet dort die Szene vom Schulhof. Die Personen lassen sich eindeutig identifizieren, auch die Schule ist im Hintergrund vage zu erkennen. Höchste Zeit, sich um das Thema Handygewalt zu kümmern ... Einen ähnlich gelagerten Fall zeigt der zweiteilige Kurzfilm "Handygewalt", der Grundlage dieser Unterrichtseinheit ist.
FachkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
MedienkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
SozialkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
Handlungskompetenz erwerbenHauptanliegen der Unterrichtseinheit sind eine Sensibilisierung und Erlangung von Handlungskompetenz sowie der Schutz von Opfern. Handygewalt hat sich zu einem bedenklichen Trend entwickelt. Einige Jugendliche sehen in dieser Form der Gewaltausübung eine Möglichkeit, Anerkennung und Aufmerksamkeit in ihrer Peergroup zu erlangen. Andere betrachten sich selbst als "Darsteller" in einem Film oder handeln aus Langeweile. Ein Großteil der Jugendlichen ist sich weder der Strafbarkeit ihres Handelns noch des Leids der Opfer bewusst. Durch die massenhafte Verbreitung der Videos sinkt die Hemmschwelle sowohl bei den Betrachtern als auch bei den Machern. Es werden immer neue, noch extremere Kicks gesucht. Deshalb sollten Lehrerinnen und Lehrer (und Eltern) die aktuellen Gewaltphänomene nicht ignorieren.Hin- statt WegsehenDie Faszination durch die technischen und medialen Möglichkeiten von Handys verstellt bei Jugendlichen oft den Blick auf die Gewaltproblematik, die bei Happy Slapping und Cyberbullying gegeben ist. Es ist wichtig, Missstände offen zu thematisieren und im Hinblick auf Konsequenzen einen pädagogischen Konsens zu finden, um langfristig eine Kultur des"Hin-statt-Wegsehens" zu schaffen.
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Gewalt, Gewaltdarstellungen, Gesellschaft, Medienwirkung, zwischenmenschliche Beziehungen, Lebenswelt