Saturn - ein Blick auf den Ringplaneten vergisst man nicht

Die Beobachtung der Saturnringe mit eigenen Augen hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch der außergewöhnliche Mond Titan kann mit einfachen Mitteln gesichtet werden. Ein Blick auf den Gasriesen lohnt sich besonders während der Monate um die jährlichen Oppositionen.
 

Mit dem Erscheinungsbild des Saturn und seines eindrucksvollen Ringssystems sind wir bestens vertraut: Im Internet und in Fernsehsendungen begegnen uns immer wieder Bilder der Raumssonden Voyager und Cassini. Und trotzdem löst der Blick mit dem eigenen Auge auf das Original - auch in vergleichsweise kleinen Amateurgeräten - Verwunderung, Überraschung und Faszination aus. Zur Vorbereitung und Auswertung von Saturn-Beobachtungen steht eine ganze Palette digitaler Werkzeuge kostenfrei zur Verfügung. Der fachliche Hintergrund kann mithilfe von Internetrecherchen und interaktiven Online-Anwendungen im Computerraum oder am heimischen Rechner abwechslungsreich und auch spielerisch vertieft werden. Informationen zur Sichtbarkeit des Planeten am Abendhimmel finden Sie unter Links und Literatur. Zur Vorbereitung der Beobachtung können mithilfe kostenfreier Planetarium-Software (Stellarium, Cartes du Ciel) Simulationen durchgeführt und Sternkarten ausgedruckt werden.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • gemeinsam den Abendhimmel beobachten und mithilfe einer Aufsuchkarte (Planetariumsoftware) den Planeten Saturn finden.
  • mithilfe eines Spektivs (wie es zum Beispiel Hobby-Ornithologen verwenden) oder eines Amateurteleskops (Schulteleskop, Volkssternwarte) das Ringsystem des Planeten mit eigenen Augen sehen.
  • die Entwicklung der Ringöffnung im Laufe eines Saturnjahres nachvollziehen und so ihr räumliches Vorstellungsvermögen schulen.
  • den Saturnmond Titan am Himmel identifizieren und die Ergebnisse der Huygens-Mission kennen lernen.
  • wissen, was Galileo Galilei (1564-1642) und Christiaan Huygens (1629-1695) mit den Teleskopen ihrer Zeit gesehen und wie sie ihre Beobachtungen interpretiert haben.
  • sich mithilfe von Internetrecherchen und interaktiven Online-Anwendungen über Saturn und Titan, seinen größten Mond, informieren.
  • Stellarium und Bildbearbeitungssoftware als Werkzeuge zur Vorbereitung, Dokumentation und Auswertung astronomischer Beobachtungen kennen und nutzen lernen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaBeobachtung des Planeten Saturn und seines größten Mondes, Titan
AutorDr. André Diesel
FächerNaturwissenschaften ("Nawi"), Astronomie, Astronomie AG
ZielgruppeSekundarstufe I und II
Zeitraumvariabel: vom einmaligen Beobachtungsabend bis hin zur Dokumentation der Saturnbahn über mehrere Monate
Technische VoraussetzungenOptik mit mindestens 40-facher Vergrößerung; die Saturnringe sind bereits mit einem guten Spektiv (40- bis 60-fache Vergrößerung) zu sehen; eindrucksvoll erscheinen Sie bei 150- bis 200-facher Vergrößerung in Amateurteleskopen. Für die Dokumentation der Eigenbewegung des Planeten reicht eine einfache Digitalkamera aus.
SoftwarePlanetarium-Software zur Vorbereitung der Beobachtung (Beamerpräsentation) oder zum Ausdrucken von Himmelskarten, zum Beispiel Stellarium oder Cartes du Ciel (kostenfreie Downloads); für die Erstellung einer "Saturn-Spur" vor dem Fixsternhintergrund aus einer Fotoserie kann die kostenfreie Software Fitswork verwendet werden; Fotoserien vom Ringsystem lassen sich mit der ebenfalls kostenfreien Software RegiStax zu detailreicheren Bildern verarbeiten.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Beschäftigung mit dem Thema Saturn kann im Rahmen einer Astronomie AG oder des Differenzierungsunterrichts methodisch und inhaltlich sehr vielseitig gestaltet werden: Neben Internetrecherchen und der Nutzung des Rechners als Werkzeug gilt es die positiven Effekte eines gemeinsamen Naturerlebnisses mitzunehmen. Inhaltlich spannt sich der Bogen von den Beobachtungen und Zeichnungen Galileo Galileis (1564-1642) und Christiaan Huygens' (1629-1695) bis hin zur Landung einer Sonde auf der Oberfläche des Saturnmonds Titan im Jahr 2005 und den Ergebnissen der Cassini-Mission.

  • Beobachtung der Saturnringe
    Was sieht man von den Ringen mit welcher Ausrüstung? Wie entstehen die verschiedenen Ringstellungen? Welche Ausstattung benötigt man für fotografische Dokumentationen?

Internetadressen

Informationen zum Autor

Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.

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