Dabei ist es müßig darüber zu spekulieren, ob das Internet erstmals in der Menschheitsgeschichte die Chance zu wahrer Demokratie bietet, da niemand von Informationen ausgeschlossen werden kann oder ob der mögliche Missbrauch Einschränkungen notwendig macht. Eines scheint sicher: Politische Bildung im und über das Internet ist notwendig und sinnvoll. Hier entfaltet das Internet eine seiner besonderen unterrichtlichen Qualitäten: Die Schülerinnen und Schüler können leicht Vergleiche anstellen (man denke an den Vergleich politischer Parteien), aktuelle Daten erhalten und sich per E-Mail, Diskussionsforum oder Online-Abstimmung einmischen.
Dabei haben die Non-Profit-Organisationen die Chance zur Darstellung im Internet ebenso genutzt wie die kommerziellen Anbieter oder Interessenverbände. Dies bedingt für den schulischen Einsatz eine besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Inhalte und einer umfassenden Medienkompetenz, die auch eine kritische Analyse der Inhalte, vor allem mit Blick auf die interessengeleitete Darstellung, ermöglicht.
Einige staatliche Organisationen, allen voran die Bundeszentrale für politische Bildung (BzpB), bemühen sich um eine qualitative Wertung der Internet-Auftritte von staatlichen, föderalen und supranationalen Gremien und Organen, politischen Parteien und Gebietskörperschaften, Tarifpartnern, weltanschaulichen Vereinigungen und natürlich auch Institutionen wie sich selbst, den staatlichen Institutionen der politischen Bildung.
Dabei gibt es wie immer die Sache mit den Äpfel und den Birnen und deren Vergleich. Als Wegweiser für eine Analyse der Inhalte könnten sich folgende Kriterien anbieten, die sicherlich nicht nur für die Beurteilung der Websites mit Blick auf die politische Bildung gelten:
Eine Auflistung unter Anwendung ähnlicher Kriterien bieten die Autoren Toyka-Seid und Brüning in dem kostenlosen "Internet-Wegweiser für die politische Bildung" (BzpB). Dort sind 300 Internet-Adressen zur politischen Bildung kommentiert.
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