Sven Ludwig
09.09.2005

Basissoftware "Erstes Verschriften"

Ergänzend zum bereits weitgehend bekannten Leselehrgang "Lesen durch Schreiben" von Dr. Jürgen Reichen bietet der Heinevetter Verlag die Basissoftware "Erstes Verschriften" an, die auch lehrgangsunabhängig eingesetzt werden kann.
 

Die Software basiert auf der von Jürgen Reichen entwickelten Methode, mit der Kinder auf selbstständige Art und Weise das Lesen durch das Schreiben mit Hilfe der Anlauttabelle lernen können. Sobald die Kinder das Prinzip des Verschriftens per Anlauttabelle kennen, können sie autark mit dem Programm arbeiten. Anhand von Piktogrammen lernen sie Schreiben und Lesen.

Aufbau und Funktionsweise der Software

Das Programm zeigt Bilder von Tieren, Pflanzen oder anderen Alltagsgegenständen. Die Kinder sollen den Namen des Bildes per Tastatur schreiben. Fehlschreibungen werden erst gar nicht übernommen, die Schülerinnen und Schüler werden per Tonsignal darauf hingewiesen und können nun noch einmal über die korrekte Schreibung nachdenken. Dabei können die Kinder entscheiden, ob sie lautgerecht oder bereits rechtschriftlich schreiben wollen.

Das Bildgut ist in acht Kapitel mit jeweils acht Übungen eingeteilt. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Übung zu Übung, indem die Anzahl der Wörter zunimmt. Ebenso steigen die Schreibanforderungen dadurch, dass zu Beginn kurze, lautgetreue Wörter angeboten werden und später auch längere, schwierige Wörter. Damit die Kinder bereits zwischendurch Erfolgserlebnisse haben, werden wiederholt leichte Wörter eingestreut. Den wichtigen Überblick über ihre Fortschritte erhalten die Kinder durch die Lernerfolgskontrollen.

Einsatz im Unterricht

Die Software kann in der Freiarbeit oder in speziellen Rechtschreibstunden eingesetzt werden. Denkbar ist auch ein fester Platz im Wochenplan. Der Autor der Software empfiehlt, dass im Verlaufe einer Woche jedes Kind eine Computerstunde bekommt und sich dazu ein oder zwei andere Kinder einlädt, die sich gegenseitig bei der Arbeit mit dem Programm unterstützen. Auf diese Art und Weise kann jedes Kind zwei bis dreimal in der Woche mit dem Programm arbeiten. Die Erklärung des Programms sollte durch einen Spezialisten, einen "Chef", durchgeführt werden. Nach Möglichkeit sollte dies nicht die Lehrkraft sondern ein Schüler oder eine Schülerin sein.

Kostenlose Testversion

Der Nachteil beim Aussuchen von Lernsoftware ist häufig, dass man sie nicht vorher ausprobieren kann. Bei "Lesen durch Schreiben" haben Sie die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild von dem Produkt zu machen. Auf der Homepage des Heinevetter-Verlags finden Sie eine Demoversion zum Ausprobieren. Einziges Manko: die Datei ist recht groß (16,5 MB), das Herunterladen dauert also lange und ist ohne DSL-Zugang eigentlich nicht empfehlenswert.

Fazit

Das Programm hat ansprechende Grafiken, verzichtet aber auf aufwändige und ablenkende Animationen. Es geht hier tatsächlich um das Ziel, das Lesen und Schreiben nach der Reichen-Methode zu lernen. Die Sache allein wird die Kinder ausreichend motivieren. Ein weiterer Vorteil der "Schlichtheit" des Programms ist, dass es auch auf älteren Rechnern läuft, die man ja noch häufiger in Schulen vorfindet. Wenige aber ausreichende  Funktionen erlauben den Einsatz des Programms bereits zu Beginn der ersten Klasse, ohne dass dauernde Rückfragen an die Lehrkraft zu erwarten sind. Ein besonderes Bonbon ist die türkische Version, die auf jeder CD-ROM bereits enthalten ist und auf die leicht umgestellt werden. kann. Damit werden Differenzierungsmöglichkeiten beim Unterrichten von Kindern mit Migrationshintergrund eröffnet.

Kurzinformation

TitelLesen durch Schreiben
Basissoftware "Erstes Verschriften"
Version 2.1 ©2005
VerlagVerlag Otto Heinevetter, Hamburg
Artikel-NummerArt. 4290
PreiseGrundlizenz für den 1. Rechnerplatz: € 57,50
Weitere Einzelplätze: € 17,50
Schul-/Netzwerk-Lizenzen auf Anfrage möglich
SystemvoraussetzungenMultimediataugliche Computer ab Windows 98,
für ältere Rechner gibt es noch die Version 1
Demo-VersionErmöglicht nach Installation 30 Programmstarts. Download auf den Seiten des Verlags

Internetadresse

Informationen zum Autor

Sven Ludwig ist Lehrer an einer Grundschule in Pulheim-Stommeln.

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