Steuern - nein danke?

Basierend auf einem Beispiel ihrer Lebenswelt machen sich Lernende Gedanken zum Thema Steuern. Dabei wägen sie zwischen dem Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - und dem Verfolgen persönlicher Interessen ab. Sie betten ihre Argumente in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext ein und gelangen so zu einem moralisch gereifteren Urteil.
 

Wenn ein Urlaub oder eine Klassenfahrt ins Ausland vor der Tür steht, sollte man sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie viele Spirituosen oder Zigaretten man von dort mit nach Hause bringen darf und ob man diese versteuern muss. Der folgende Unterrichtsentwurf startet mit dieser Fragestellung und gibt den Schülerinnen und Schülern im Fishbowl die Gelegenheit, sich diesbezüglich moralisch zu erklären oder sich gegebenfalls zu revidieren. Kaffee, Zigaretten, Alkohol und mittlerweile auch Benzin sind wahrscheinlich die liebsten "Mitbringsel" von Urlaubern. Und es ist üblich, dass Mitglieder einer Reisegruppe, die diese Waren nicht eingekauft haben, diese dann für diejenigen, die davon zu viel gekauft haben, mit über die Grenze nehmen. Dass auch dies verboten ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Darauf aufbauend erhalten sie dann die Gelegenheit, sich grundsätzliche Gedanken zur Notwendigkeit von Steuern zu machen und ihre diesbezügliche Perspektive zu erweitern.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können die Vielschichtigkeit steuerrechtlicher Fragestellungen besser erfassen, indem sie sich aus verschiedenen Perspektiven darüber austauschen.
  • lernen über die Kenntnis der verschiedenen Perspektiven ihren persönlichen Standpunkt in gesamtgesellschaftliche Interessenlagen zu integrieren.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaSteuern - nein Danke?
AutorMarkus Niederastroth
FachAllgemeine Wirtschaftslehre, BWL, VWL, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Politik/SoWi
ZielgruppeKaufmännische Berufsschulklassen, Wirtschaftsgymnasium, Höhere Handelsschule
Zeitumfang4 Schulstunden
Technsiche VoraussetzungenInternet

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Untersuchungen von Kohlberg und Turiel belegen, dass moralische Qualitäten nur unzureichend durch direkte Belehrung stimulierbar sind. Veränderungen im moralischen Denken und Handeln können in der Regel erst dadurch erreicht werden, dass Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aktiv reorganisieren. Dazu sollen sie durch einen echten Moralkonflikt stimuliert werden.

Download

steuern_arbeitsmaterial.zip
 

Informationen zum Autor

Markus Niederastroth ist Diplom-Kaufmann und Lehrer für Wirtschaft, Steuern und Marketing am Nell-Breuning-Berufskolleg in Bad Honnef. Er unterrichtet unter anderem Informationswirtschaft.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit dem Autor aufnehmen. Außerdem finden Sie eine Übersicht über weitere Beiträge von Markus Niederastroth bei Lehrer-Online.
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