Wenn ein Urlaub oder eine Klassenfahrt ins Ausland vor der Tür steht, sollte man sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie viele Spirituosen oder Zigaretten man von dort mit nach Hause bringen darf und ob man diese versteuern muss. Der folgende Unterrichtsentwurf startet mit dieser Fragestellung und gibt den Schülerinnen und Schülern im Fishbowl die Gelegenheit, sich diesbezüglich moralisch zu erklären oder sich gegebenfalls zu revidieren. Kaffee, Zigaretten, Alkohol und mittlerweile auch Benzin sind wahrscheinlich die liebsten "Mitbringsel" von Urlaubern. Und es ist üblich, dass Mitglieder einer Reisegruppe, die diese Waren nicht eingekauft haben, diese dann für diejenigen, die davon zu viel gekauft haben, mit über die Grenze nehmen. Dass auch dies verboten ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Darauf aufbauend erhalten sie dann die Gelegenheit, sich grundsätzliche Gedanken zur Notwendigkeit von Steuern zu machen und ihre diesbezügliche Perspektive zu erweitern.
Die Schülerinnen und Schüler
Die Untersuchungen von Kohlberg und Turiel belegen, dass moralische Qualitäten nur unzureichend durch direkte Belehrung stimulierbar sind. Veränderungen im moralischen Denken und Handeln können in der Regel erst dadurch erreicht werden, dass Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aktiv reorganisieren. Dazu sollen sie durch einen echten Moralkonflikt stimuliert werden.
In diesem gezippten Ordner finden sie alle Arbeitsmaterialien der Unterrichtseinheit im RTF-Format.Dateigröße: 61 KB
Markus Niederastroth ist Diplom-Kaufmann und Lehrer für Wirtschaft, Steuern und Marketing am Nell-Breuning-Berufskolleg in Bad Honnef. Er unterrichtet unter anderem Informationswirtschaft.
Steuern, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre