Im Crossover analoger und digitaler Medien nähert sich die Klasse dem Thema des expressiven Selbstporträts. Die Schülerinnen und Schüler fertigen mit der Digitalkamera Porträts an und gestalten in Linolschnitt-Technik ein Selbstporträt auf der Basis einer vorher durchgeführten Tontrennung. Ausprobierend und experimentierend stellen sie mehrere farbige Drucke her. Diese werden eingescannt und am Computer per Bildbearbeitungssoftware weiter verändert und umgestaltet. Das Experimentieren und Ausprobieren während des Druckprozesses und am Computer steht im Vordergrund, so dass sich die Ergebnisse durch Variationenreichtum auszeichnen. Überraschende und neuartige Gestaltungswege können erkundet werden.
Inhaltliche ZieleDie Schülerinnen und Schüler sollen
Ziele im Bereich der MedienkompetenzDie Schülerinnen und Schüler sollen
Crossover als didaktische MethodeIm Umgang mit neuen Medien schlug der Kunstpädagoge Henning Freiberg bereits 1995 eine Doppelstrategie vor: elementare, materialbezogene Grunderfahrungen ermöglichen und zugleich eine aktive und kritische Praxis mit den digitalen Medien fördern. Diese Doppelperspektive schützt vor blindem Medienoptimismus ebenso wie vor nostalgisch gefärbter Bewahrpädagogik. Crossover als didaktische Methode meint die Einbeziehung digitaler und analoger Gestaltungsanteile in den Kunstunterricht: nicht als "Entweder-Oder", sondern im sich ergänzenden, gegenseitig beeinflussenden Wechselspiel. Durch das Crossover entstehen Arbeitsergebnisse, die weder rein im Analogen noch im Digitalen hätten gestaltet werden können.
Hier finden Sie die gesamte Beschreibung dieser Unterrichtsanregung als PDF-Download zum Ausdrucken.Dateigröße: 26 KB
ist Kunstpädagoge (M.A.), arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im kubim-Projekt MuSe-Computer und lehrt am Gymnasium am Rittersberg in Kaiserslautern. Die Unterrichtseinheit wurde von Andreas Rust konzipiert und durchgeführt.
Bildbearbeitung, Experiment, Moderne, Selbstbild, Vorstellungskraft