Michael Schacht
02.05.2005

Expressives Selbstporträt: Linolschnitt und digitale Medien

Die digitalen Medien sind aus dem heutigen Kunstunterricht nicht mehr wegzudenken. Diese Unterrichtseinheit zeigt, wie sich in der Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt digitale und analoge Medien im "Crossover" kreativitätsfördernd einsetzen lassen.
 

Im Crossover analoger und digitaler Medien nähert sich die Klasse dem Thema des expressiven Selbstporträts. Die Schülerinnen und Schüler fertigen mit der Digitalkamera Porträts an und gestalten in Linolschnitt-Technik ein Selbstporträt auf der Basis einer vorher durchgeführten Tontrennung. Ausprobierend und experimentierend stellen sie mehrere farbige Drucke her. Diese werden eingescannt und am Computer per Bildbearbeitungssoftware weiter verändert und umgestaltet. Das Experimentieren und Ausprobieren während des Druckprozesses und am Computer steht im Vordergrund, so dass sich die Ergebnisse durch Variationenreichtum auszeichnen. Überraschende und neuartige Gestaltungswege können erkundet werden.

Kompetenzen

Inhaltliche Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • kreativitätsanregende Herangehensweisen an analoge und digitale Medien erkunden und erproben.
  • Teamarbeit als Arbeitsform erfahren.
  • das Stationenlernen kennen lernen und üben.
  • an ästhetische Erfahrungen herangeführt werden.
  • im Druckprozess verschiedenartige Materialien und deren Qualitäten erfahren.
  • prozessorientiert neue ästhetische Gestaltungswege ausprobieren.

Ziele im Bereich der Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • das Crossover-Verfahren als neuartige Möglichkeit um Umgang mit Medien kennen lernen.
  • einen unkonventionellen Umgang mit digitalen Medien lernen.
  • ihre Wahrnehmungskompetenz in Bezug auf digitale Medien schulen und schärfen.
  • ihre instrumentelle Medienkompetenz erweitern.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaExpressives Selbstporträt - Linolschnitt und digitale Medien
AutorMichael Schacht
FachKunst
ZielgruppeSekundarstufe II
Zeitraum10 Unterrichtsstunden
VerlaufsplanVerlaufsplan zur Unterrichtseinheit
MedienLinolschnittwerkzeug, Linolplatten, Druckfarben, Druckwalzen, Digitalkamera, Computer, Scanner, Farbdrucker
SoftwareBildbearbeitungssoftware
VoraussetzungenGrundkenntnisse in digitaler Bildbearbeitung

Didaktisch-methodischer Kommentar

Crossover als didaktische Methode
Im Umgang mit neuen Medien schlug der Kunstpädagoge Henning Freiberg bereits 1995 eine Doppelstrategie vor: elementare, materialbezogene Grunderfahrungen ermöglichen und zugleich eine aktive und kritische Praxis mit den digitalen Medien fördern. Diese Doppelperspektive schützt vor blindem Medienoptimismus ebenso wie vor nostalgisch gefärbter Bewahrpädagogik. Crossover als didaktische Methode meint die Einbeziehung digitaler und analoger Gestaltungsanteile in den Kunstunterricht: nicht als "Entweder-Oder", sondern im sich ergänzenden, gegenseitig beeinflussenden Wechselspiel. Durch das Crossover entstehen Arbeitsergebnisse, die weder rein im Analogen noch im Digitalen hätten gestaltet werden können.

  • Konzeption des Unterrichts
    Ein schneller Wechsel zwischen analog und digital und das Arbeiten in Stationen sind Voraussetzung für die Methode des Crossover.

Download

Selbstportraet-Projektbeschreibung.pdf
 

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Michael Schacht
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    Lehrer-Online veröffentlicht Material des BLK-Programms.
 
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