Merkur - Beobachtung des flinken Planeten

Der innerste Planet des Sonnensystems versteckt sich die meiste Zeit in der Nähe der Sonne und entzieht sich so unserem Blick. Nur an wenigen Tagen eines Jahres hat man Gelegenheit, ihn mit bloßem Auge als auffälliges Objekt zu sehen.
 

Die Beobachtung der Merkurphasen ist recht schwierig. Das Planetenscheibchen erscheint wesentlich kleiner als das der Venus und die Sichtbedingungen in Horizontnähe, in der sich Merkur in der Dämmerung aufhält, sind nicht die besten. Unter sehr günstigen Voraussetzungen - also bei kalter und klarer Luft - können Merkursichel und Halbmerkur jedoch bereits bei sechzigfacher Vergrößerung in einem guten Spektiv, wie es von Ornithologen verwendet wird, erkannt werden. Für die reizvolle Beobachtung des sich verändernden Erscheinungsbilds eines inneren Planeten um dessen untere Konjunktion herum ist jedoch Venus der Planet der Wahl und Merkur ein Objekt für Fortgeschrittene. Informationen zur Sichtbarkeit des Planeten am Abendhimmel finden Sie unter Links und Literatur. Zur Vorbereitung der Beobachtung können mithilfe kostenfreier Planetarium-Software (Stellarium, Cartes du Ciel) Simulationen durchgeführt und Sternkarten ausgedruckt werden.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Bewegung und Phasen des Merkur erklären können und ihr räumliches Vorstellungsvermögen schulen.
  • Merkur mit eigenen Augen sehen.
  • die relativ schnelle Bewegung von Merkur am Himmel erkennen und erklären.
  • die charakteristischen Eigenschaften des Merkur und die NASA-Mission Messenger kennen lernen.
  • eine astronomische Beobachtung gemeinsam planen und zusammen mit Mitschülern, Lehrpersonen, Eltern, Freundinnen oder Freunden erleben.
  • Planetarium-Software als Werkzeug zur Planung astronomischer Beobachtungen kennen und nutzen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaMerkur am Abendhimmel im April 2010
AutorDr. André Diesel
FächerNaturwissenschaften ("Nawi"), Astronomie, Astronomie-AG
ZielgruppeSekundarstufe I und II
Zeitraumvariabel, eine bis mehrere Beobachtungen im Zeitraum von etwa einer Woche
Technische VoraussetzungenBeobachtung mit dem bloßen Auge oder einem Feldstecher; bei sehr guten Sichtbedingungen können mit Amateurteleskopen Merkurphasen erkannt werden.
SoftwarePlanetarium-Software zur Vorbereitung der Beobachtung (Beamerpräsentation) oder zum Ausdrucken von Himmelskarten, zum Beispiel Stellarium oder Cartes du Ciel (beide kostenfrei)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Visuell spektakulär ist die Beobachtung von Merkur - auch in größeren Amateurteleskopen - nicht. Aber alle Naturfreunde sind auch Sammler. Damit interessierte Schülerinnen und Schüler ihrer persönlichen Kollektion der mit eigenen Augen beobachteten Planeten den schwierigigen Merkur hinzufügen können, sollte man die seltene Gelegenheit einer guten Merkursichtbarkeit nicht ungenutzt verstreichen lassen.

  • Allgemeine Hinweise zur Merkurbeobachtung
    Warum ist Merkur so selten zu sehen? Und wie entstehen die Merkurphasen? Wann und wo ist der flinke Planet im Jahr 2010 am Himmel zu finden?

Internetadressen

Informationen zum Autor

Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.

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