• Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle5
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Online-Kommunikation im Unterricht

Dossier

Die Kommunikationsmöglichkeiten mit digitalen Medien haben sich in den letzten Jahren vervielfacht und das Kommunizieren mit eben diesen stellt im Zeitalter der Globalisierung eine Basiskompetenz dar. Eine zentrale Aufgabe der Schule ist es, den Umgang mit den verschiedenen digitalen Kommunikationsformen einzuüben sowie Schülerinnen und Schülern beim Erwerb entsprechender Medienkompetenzen zu unterstützen. Schließlich eröffnen diese die Möglichkeit, sich sowohl im privaten als auch später beruflichen Umfeld in der ganzen Welt auszutauschen. Gemäß der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt sollen Schülerinnen und Schüler lernen, sich mithilfe verschiedener digitaler Kommunikationsmöglichkeiten auszutauschen und diese zielgerichtet und situationsgerecht auszuwählen. Der KMK-Kompetenzbereich "Kommunizieren und Kooperieren" legt außerdem fest, dass die Lernenden digitale Werkzeuge für die Zusammenarbeit nutzen, zum Beispiel, indem sie mithilfe digitaler Tools gemeinsam an Dokumenten arbeiten oder Daten zusammenführen. Eine wichtiger Aspekt ist außerdem das Kennenlernen und Einhalten von Umgangsregeln während der digitalen Kooperation und Kommunikation. Dieses Themendossier richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen und Fächer, die zeitgemäße Kommunikationsmöglichkeiten in ihren Unterricht einbinden oder den Themenkomplex "digitale Kommunikation" unterrichtlich behandeln möchten. In Fachartikeln erhalten Lehrerinnen und Lehrer beispielsweise Software-Empfehlungen oder Tipps für den Umgang mit Klassenchats. Weiterhin bündelt die Themensammlung konkrete Unterrichtsvorschläge mit Arbeitsblättern für die Grundschulen und Sekundarstufen. Besonders viele Anknüpfungspunkte zur unterrichtlichen Nutzung und Besprechung von E-Mail, WhatsApp oder Skype liefern dabei die Lehrpläne der fremdsprachlichen Fächer wie Englisch, Französisch und Spanisch und in diesem Kontext insbesondere die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Partnerschulen und -klassen.

  • Fächerübergreifend
  • Mediennutzung und Medienkompetenz: Kommunizieren und Kooperieren

Europa im Unterricht

Dossier

Diese Materialsammlung zum Thema "Europa im Unterricht" bündelt Unterrichtseinheiten, Fachartikel und Arbeitsblätter für alle Schulstufen und verschiedene Fächer rund um Europa und die Europäische Union. Schwerpunkte sind dabei zum einen die Geschichte der EU, die Rolle Deutschlands in Europa sowie auch der persönliche Bezug der Lernenden zur Europa-Politik . Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen der Europa-Bildung dazu befähigt werden, aktiv und kompetent am gesellschaftlichen, beruflichen, politischen und kulturellen Leben in Europa gestaltend teilhaben zu können. Europa-Bildung und Demokratie-Erziehung in der Schule "Ziel der pädagogischen Arbeit an Schulen ist es, die Europakompetenz, das heißt neben europabezogenen Kenntnissen vor allem interkulturelle Kompetenz, Partizipations- und Gestaltungskompetenz sowie Mehrsprachenkompetenz, bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und somit das Bewusstsein einer europäischen Identität als Ergänzung zu den lokalen, regionalen und nationalen Identitäten zu ermöglichen. Hierzu gehört, sie darauf vorzubereiten, ihre garantierten Rechte als Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union aktiv wahrnehmen zu können. Sie werden so zu einer selbstständigen, reflektierten Auseinandersetzung mit der aktiven Rolle Deutschlands in Europa, dem Europarat und der Europäischen Union, zur Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen auf europäischer Ebene sowie zum Umgang mit globalen Herausforderungen befähigt." (KMK-Beschluss "Europabildung in der Schule", in der Fassung vom 15.10.2020, Seite 5-6) Unterrichtsangebote Mithilfe der hier vorgestellten Materialien lernen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule beispielsweise (virtuell) die Lebensweisen, Besonderheiten, Traditionen und Sprachen Europas kennen. Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe erhalten Hintergrundwissen um die Aufgaben sowie die Wahl des Europäischen Parlaments . Auch aktuelle Diskussionen um den Brexit und die Entwicklung der EU finden dabei Berücksichtigung. Bereiten Sie mit unseren Materialien Ihre Lerngruppen beispielweise auf Wahlen in Europa vor, greifen Sie das Thema im Rahmen des Europatages auf und erarbeiten Sie gemeinsam Hintergründe für ein besseres Verständnis und aktives Mitgestalten der Politik . Viel Spaß bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe!

  • Fächerübergreifend
  • Geschichte, Politik und Gesellschaftswissenschaften

Junior-Ingenieur-Akademie: für Technik begeistern

Dossier

Technik zugänglich machen Die Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) ist ein technikorientiertes Wahlpflichtfach für die Jahrgangsstufen 8 und 9 . Die Akademie ist auf zwei Jahre ausgelegt und ist fest im Lehrplan verankert. Das Programm versteht sich allerdings nicht nur als Wahlpflichtfach an ausgewählten Schulen. Vielmehr möchte es Schulen ohne JIA oder eigenständigen Technik-Unterricht die Möglichkeit geben, Technik-Projekte in ihren Fachunterricht zu integrieren. In Zusammenarbeit mit Lehrkräften aus ganz Deutschland werden Unterrichtseinheiten und Arbeitsmaterialien in Form von Arbeitsblättern, Videos und Artikeln für Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer entwickelt und angeboten, um ihre Schülerinnen und Schüler für Technik-Themen zu begeistern. Die Lernenden analysieren konkrete technische Artefakte, planen, konstruieren und fertigen diese auch selbst. Durch die Arbeit werden neben fachlichen Kompetenzen auch gezielt Sozialkompetenzen gefordert und gefördert. Dazu gehören Kreativität und Innovationsfähigkeit, ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge, Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeit, der Umgang mit digitalen Medien und neuen Technologien sowie die Fähigkeit, vernetzt zu denken. Design Thinking kann dabei helfen, unterschiedliche Inhalte zu kombinieren, Fähigkeiten im Team gemeinsam zu nutzen und die Grenzen der Fachdisziplinen zu überwinden – ein spannender Ansatz, um Unterricht anders zu gestalten – insbesondere bei der Arbeit an Technik-Projekten. Über das Programm "Junior-Ingenieur-Akademie" Apps programmieren, Solaranlagen bauen, Roboter durch das Klassenzimmer tanzen lassen. All das gehört zum Alltag von Schülerinnen und Schülern der Junior-Ingenieur-Akademie. Die Junior-Ingenieur-Akademie ist ein Programm der Deutsche Telekom Stiftung . Ziel des Programms ist es, junge Menschen für technische und naturwissenschaftliche Berufsbilder zu begeistern . Somit kann den Schülerinnen und Schülern der Übergang von der Schule zur Berufsausbildung oder zur Hochschule erleichtert werden, indem ihre individuellen Kompetenzen frühzeitig und konsequent gefördert werden. Lernenden der Jahrgangsstufen 8 und 9 wird durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen ein Einblick in die Arbeitswelt von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Forschenden ermöglicht. Sie haben die Chance, eigene Talente in diesen Bereichen zu entdecken und zu entwickeln. Dieses Vorhaben wird durch Workshops und Praktika in Unternehmen unterstützt. Neben dem vorbereitenden Unterricht in der Schule vermitteln Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule den Lernenden theoretische und praktische Kenntnisse der Ingenieurwissenschaften.

  • Fächerübergreifend
  • MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Unternehmerisches Denken und Handeln fördern: Entrepreneurship Education

Dossier

Angesichts sich stetig wandelnder Märkte und globaler Herausforderungen wird die Innovationskraft von Unternehmen als zentrale wirtschaftliche Stärke angesehen. Die Innovationskraft von Unternehmen hängt wiederum maßgeblich von der Kreativität und dem Engagement ihrer Mitarbeitenden ab. Durch Entrepreneurship Education können Schulen dazu beitragen, eine Generation von kreativen und verantwortungsbewussten Unternehmerinnen und Unternehmern hervorzubringen, die innovative Geschäftsmodelle entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Letztlich stärkt die Vermittlung dieser Fähigkeiten nicht nur die Karrierechancen der Einzelnen, sondern auch die deutsche Wirtschaft insgesamt, indem sie auf ein breites Fundament innovativer, unternehmerisch denkender Fachkräfte bauen kann. Mit unternehmerischer Bildung Querschnittskompetenzen fördern Die Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns bei jungen Menschen ist ein entscheidender Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu sichern. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern hinkt Deutschland in der Entrepreneurship Education an Schulen weit zurück. Es gibt keine einheitlichen nationalen oder auch länderspezifischen Definitionen und die strategische Verankerung im bildungspolitischen Kontext ist unzureichend. Eine Vielzahl an Initiativen, Wirtschaftswettbewerben, Planspielen und Schülerfirmenprojekten existieren, werden aber zumeist nur von Gymnasien angenommen. Dabei profitieren Lernende in zahlreicher Hinsicht von unternehmerischer Bildung und einer Gründungsausbildung: So entwickeln sie ein grundlegendes Verständnis ökonomischer Zusammenhänge , Kreativität bei der Entwicklung neuer Ideen und Konzepte sowie Eigeninitiative , um diese Ideen auch aktiv voranzutreiben. Teamfähigkeit spielt eine entscheidende Rolle, denn in der modernen Arbeitswelt sind kollaborative Fähigkeiten unerlässlich. Mut und Durchhaltevermögen sind gefragt, um auch angesichts von Unsicherheiten und Herausforderungen nicht aufzugeben. Selbstständigkeit und die Fähigkeit, mit Unsicherheiten umzugehen , runden das Profil der zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer ab. Diese Kompetenzen sind nicht nur für eine Karriere als Unternehmerin oder Unternehmer von Vorteil, sondern auch in anderen Berufsfeldern wertvoll.

  • Fächerübergreifend
  • Wirtschaft und Finanzen

Globales Lernen: Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Menschenrechte und gesellschaftliches Engagement lenkt den Blick der Schülerinnen und Schüler von der Fußball-Weltmeisterschaft auch das Land Südafrika, seine Probleme und die Menschen, die dort Leben.Südafrika: Rund 9.000 Kilometer von Deutschland entfernt, wurde dieses Land mit der Fußball-Weltmeisterschaft für einige Wochen medial präsent. Diese Unterrichtseinheit lenkt den Blick der Schülerinnen und Schüler auf die südafrikanische Realität jenseits des sportlichen Ereignisses. Die Lernenden informieren sich über das Internet, Printmedien und Kontakte zu Expertinnen und Experten über wirtschaftliche und soziale Probleme des Landes. Sie lernen Lebenswelten südafrikanischer Jugendlicher kennen, vergleichen sie mit ihren eigenen und erkennen, welche konkreten Handlungsmöglichkeiten sie selbst zur Bekämpfung sozialer Not haben. Damit liefert die Unterrichtseinheit einen Beitrag zum Erlernen gemeinsamen globalen Handelns. Sensibilisierung für die Bedeutung der Menschenrechte Über die Beschäftigung mit einem Großereignis sollen die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit für die Bedeutung der Menschenrechte und für gesellschaftliches Engagement sensibilisiert werden. Das "Medienereignis" Fußball-Weltmeisterschaft wird aufgegriffen und im Hinblick auf die Ziele globalen und weltoffenen Lernens vertieft. Eine Liste von Lehrplanstichworten zeigt auf, zu welchen Themen diese Einheit passt. Daran schließt sich eine Vorstellung der genutzten medialen Möglichkeiten an. Die Unterrichtseinheit rund um die FIFA WM 2010 umfasst 18 Arbeitsblätter, die sich auf vier Bausteine verteilen und ist modular einsetzbar. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen Weshalb lohnt es sich, die Fußball-WM 2010 in den Unterricht mit einzubeziehen? Lesen Sie hierzu die didaktisch-methodischen Vorüberlegungen. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 1 Baustein 1 der Unterrichtseinheit befasst sich mit der Geographie und Bevölkerung Südafrikas. Auf die benötigten Arbeitsblätter wird an den entsprechenden Stellen verlinkt. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 2 Die Lernenden bekommen Einblicke in das Leben südafrikanischer Jugendlicher, setzen sich mit den Milleniums-Entwicklungszielen und HIV/Aids in Südafrika auseinander. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 3 In Baustein 3 beschäftigen sich die Lernenden mit den WM-Städten, aber auch mit Hintergründen der Fußball-Weltmeisterschaft und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 4 Die Jugendlichen untersuchen Projektbeispiele, die versuchen, Menschen einen Weg aus der Armut zu zeigen und werden sensibilisiert für eigene gesellschaftliche Verantwortung. Gestaltungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler erreichen in den Fächern Ethik, Religion, Gemeinschaftskunde, Politik und Wirtschaft, Differenzierte Kompetenzen . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Hintergründe zu Südafrika (Staat, Naturraum, Aspekte der Geschichte Südafrikas, Fußball-WM 2010, ausgewählte Problemlagen). können eine eigene Einschätzung aktueller Entwicklungen in Südafrika geben und Hintergründe benennen. können aktuelle Informationen und Diskussionsprozesse im Internet recherchieren und ihre Bedeutung einschätzen. können zu ausgewählten Problemkreisen eine eigene Stellungnahme entwickeln und argumentativ vertreten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Kommunikationsformen des Internets (E-Mail, Chat, Forum, Newsdienste) kennen und Information und Meinungsbildung nutzen. können das Internet als Medium zur aktuellen und authentischen Recherche nutzen und diese Nutzung kritisch reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über ausgewählte Entwicklungen und Problemlagen in Südafrika, unter anderem über "Straßenkinder", Armut, wirtschaftliche Lage und Entwicklung, Folgen der Apartheid. informieren sich über Versuche der Südafrikaner, soziale und wirtschaftliche Probleme zu beheben. begreifen Verbindungen zwischen Südafrika und Europa. setzen sich damit auseinander, dass die Entwicklung in Südafrika in Europa sehr selektiv wahrgenommen wird. Die Schülerinnen und Schüler erkennen unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung des Alltags von Jugendlichen in Südafrika. beschreiben Ansätze zur Bewältigung des Alltags von Jugendlichen in Südafrika und vergleichen diese mit der eigenen Situation. Die Schülerinnen und Schüler nehmen persönlich-individuelle Schicksale, gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen in Südafrika, Armut und Gerechtigkeit als Problem zwischen Nord und Süd wahr und diskutieren diese. Die Schülerinnen und Schüler machen sich eigene und fremde Wertorientierungen in ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung bewusst, würdigen und reflektieren diese. versetzen sich in die Lage Gleichaltriger in Südafrika und nehmen das Leben aus deren Perspektive wahr und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die eigene Solidarität mit Menschen und die eigene Mitverantwortung für Umwelt und Entwicklung als notwendig und versuchen sie zu begründen . überprüfen die eigene Grundorientierung der Solidarität und Mitverantwortung im Dialog und angesichts neuer Erkenntnisse und entwickeln sie weiter. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die eigene Bindung an ethische Normen in Entwicklungsfragen und Fragen der Bekämpfung von Armut und Not und hinterfragen diese kritisch. gehen konstruktiv mit Widersprüchen zwischen religiös/ethisch und sachlich begründeten Grundpositionen um. Die Schülerinnen und Schüler erkennen globale Komplexität und damit verbundene Widersprüche und Ungewissheiten als gegeben und bearbeiten diese konstruktiv. halten in der Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt die eigenen ethisch/religiös begründeten Grundpositionen offen und entwickeln diese weiter. formulieren aus den eigenen ethisch/religiös begründeten Grundpositionen heraus verbindende und verbindliche Handlungsoptionen als Beitrag zu einer Humanisierung der Welt. Die Schülerinnen und Schüler stellen dar, was im Privatleben, in der eigenen Familie sowie in religiösen Gemeinschaften oder Gruppen gemeinsamer Interessen im Blick auf die Situation von Jugendlichen in Südafrika für das Ziel einer zukunftsfähigen Entwicklung getan werden kann und sollte. bringen die eigene Haltung zu Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung ethisch begründen und gegebenenfalls mit religiösen Überzeugungen in Einklang. Begrifflichkeiten rund um den Fußball "Chancengleichheit", "Fair Play, "völkerverbindend", "Verständnis füreinander schaffend" - das sind Schlagworte für ein im wahrsten Sinne des Wortes "weltweites" Ereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Durch die Dauerpräsenz und die nahezu lückenlose weltweite mediale Vermittlung werden hier schnell globale Zusammenhänge für Schülerinnen und Schüler greifbar. Das Thema ist eine Chance, zu Zielsetzungen globalen und weltoffenen Lernens zu arbeiten. Veranstalterland Südafrika Globales Lernen braucht Informationen zu Lebensraum und Bevölkerung. In diesem Unterrichtsprojekt zu Südafrika bietet es sich an, zu den Austragungsstädten des Turniers sowie zur Geschichte und Gegenwart des Landes zu recherchieren. Fußball in Afrika Fußball in Afrika ist bei uns bisher eher selten ein Thema von Interesse. Die Fußball-Weltmeisterschaft kann hier bei Schülerinnen und Schülern Aufmerksamkeit schaffen. "Fußball in Afrika" spiegelt viele Problembereiche wieder und ermöglicht es den Lernenden, Zusammenhänge in neuen globalen Perspektiven wahrzunehmen und in der eigenen Meinungsbildung zu berücksichtigen. Kampagnen von Nichtregierungsorganisationen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) möchten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 der Lebenssituation von Jugendlichen in Südafrika zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen. Sie haben Kampagnen gestartet, die dazu anregen sollen, sich über die Lebenssituation von Jugendlichen zu informieren und sich kritisch mit dem Thema auseinander zu setzen. Diese Kampagnen bieten im Internet Materialien und Hilfen für eine motivierende Umsetzung im Unterricht für verschiedene Altersstufen an. Ungerechtigkeiten und globale Verflechtungen Seit Jahren machen von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen getragene Kampagnen (beispielsweise "Kampagne für Saubere Kleidung", "Fair Play for Fair Life" oder "Fairer Handel") auf Ungerechtigkeiten und globale Verflechtungen aufmerksam. Produktionsbedingungen von Kleidung und Sportartikeln, die Verletzung von Menschenrechten durch Kinderarbeit, die Nichteinhaltung sozialer Mindeststandards oder Umweltzerstörung durch Produktionsverfahren sind ebenso kritisch betrachtete Themen wie ein fairer Handel, der sich gegen die Benachteiligung von Akteuren aus dem Süden durch das von den Industriestaaten beherrschte Welthandelssystem richtet. Globale Einblicke Fußball zeigt sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft "global". Es nehmen Mannschaften aus allen Erdteilen teil. So sind - zumindest für kurze Zeit - Länder und Regionen im Gespräch, die sonst in der Schule und in der Bildungsarbeit kaum eine Rolle spielen. Eigenes Engagement Armut und Unterdrückung anderer Menschen muss man nicht hinnehmen: Viele Projekte zeigen Wege in eine bessere Zukunft auf. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen. Zu welchen Themen passt die Unterrichtseinheit "Globales Lernen: Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika"? Eine Liste von Lehrplan-Stichworten zeigt auf, wie das Thema an den Lehrplan angebunden werden kann. Politische Bildung Grundwerte und Verfassung: Menschenrechte, Grundrechte Lebenssituation von Jugendlichen Bürgerbeteiligung, Engagement Politische Akteure - Nichtregierungsorganisationen Globalisierung, Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung Medien und Freizeit Erdkunde Afrika - Raum Südafrika Raumprägung durch Wirtschaft Problemraum Mega-Städte Religion/Ethik Würde des Menschen Pflichten gegen sich selbst und Pflichten gegen andere der Mensch als Mittel und als Zweck eigene Rechte und Rechte der anderen die Frage nach dem Menschen und seine Verantwortung Freiheit Freiheit bedeutet Selbstbestimmung aller Menschen unter dem Anspruch der Vernunft. Selbstständige Medienarbeit Die Arbeitsblätter geben "Recherchehinweise", die ein selbstständiges Suchen nach Informationen mithilfe von Suchmaschinen ergänzen und qualifizieren sollen. Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Akteuren ist wichtiger Bestandteil der Unterrichtsarbeit. Ausgangspunkt ist die Erhebung des Vorverständnisses von Schülerinnen und Schülern mit Blick auf die Akteure. Wahl der Medien Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser Unterrichtseinheit, sich über unterschiedliche Zugangsweisen im Internet Informationen zu beschaffen. Folgende Nutzungsmöglichkeiten kommen in Betracht: Online-Lexika Portale Informationsangebote auf den Websites von Hilfsprojekten Suchmaschinen mit unterschiedlichen Suchstrategien E-Mail-Recherche und Chat-Räume In dem PDF unter join-the-game.org findet sich ein Text des Autors, der im Rahmen des Projekts "Join the Games" entwickelt wurde. Hier sind fünf verschiedene methodische Zugänge zusammengestellt. Gruppenpuzzle Wandzeitung Arbeit mit Fragebögen, Umfragen und Szenarien Arbeit mit Bildseiten und Karikaturen Collage Präsentationsmöglichkeiten Präsentationsformen wie Wandzeitung und Collage haben inzwischen viele Schülerinnen und Schüler kennen und nutzen gelernt. Deshalb gibt es bei den Arbeitsvorschlägen hierzu keine "technischen Hinweise". In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler weitere Präsentationsformen kennen. Einarbeiten der Arbeitsergebnisse in bestehende Enzyklopädien Gerade bei den Wikipedia-Artikeln zum Themenbereich ist es möglich, dass die Lernenden ein Online-Lexikon mit ihrem Beitrag erweitern. Dies wird in dieser Unterrichtseinheit als Arbeitsschritt angeboten. Kampagnen beschreiben Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit einem Hilfsangebot oder einer Kampagne auseinander, indem sie hierzu einen Steckbrief erarbeiten. In diesem Teil der Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler Wissen zum Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 erwerben. Die Arbeitsblätter 1 bis 4 sollen die Lernenden dazu anregen, sich selbst aktiv auf die Suche nach Informationen zu machen. Hintergrundinformationen Das Online-Spiel "Abenteuer Kapstadt" von join-the-game.org vermittelt den Lernenden Einblicke in das Leben südafrikanischer Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Hintergrundinformationen und können sich mit einer Figur ihrer Wahl näher beschäftigen. Weiterführende Unterrichtsmaterialien Die Schülerinnen und Schüler erhalten über Links zu Unterrichtsmaterialien im Internet (Arbeitsblatt 5) sowie über Lebensgeschichten von Jugendlichen von der Straße oder aus Townships (Arbeitsblätter 6, 7 und 8) Hintergrundinformationen zum Thema "Jugend in Südafrika" und vertiefen sie in selbstständiger Arbeit. Mit Gründen für die soziale Situation in Südafrika sowie Problemlösungsstrategien setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand der Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen auseinander. Sie informieren sich im Internet über die Milleniumsziele, erarbeiten deren Bedeutung für die Situation von Straßenkindern in Südafrika und finden heraus, inwieweit die Ziele bereits verwirklicht sind. Im nächsten Schritt verarbeiten die Schülerinnen und Schüler die gewonnenen Informationen über Jugendliche in Südafrika in einem Rollenspiel. In Dreiergruppen nehmen die Lernenden die Rollen von drei Figuren des Online-Spiels "Abenteuer Kapstadt" ein. Im Rollenspiel wiederholen und reflektieren sie die bereits gewonnenen Informationen zu den Themen "Lebensverhältnisse", "Sicherheit" und "Zukunft" südafrikanischer Jugendlicher. Dies kann auch in einem fiktiven Brief an eine der Hauptfiguren aus dem für die Unterrichtseinheit genutzten Online-Spiel geschehen. Umfrage In diesem Baustein beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den WM-Städten, aber auch mit Hintergründen der Fußball-Weltmeisterschaft. Sie untersuchen insbesondere, was für Südafrikaner "Fußball" und Fifa WM 2010 bedeuten. In einem ersten Schritt notieren sie auf einem Umfragebogen (Arbeitsblatt 11) eigene Erwartungen und Wünsche an die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Schülerinnen und Schüler sammeln die Umfragebögen ein und werten sie aus. Geschichte des Fußballs Mithilfe eines Sachtextes aus dem Internet informieren sich die Lernenden über die Geschichte des südafrikanischen Fußballs und erstellen eine Zeittafel. Dabei unterscheiden sie hinsichtlich "Fußball für Weiße - Fußball für die anderen - Fußball für alle". Zusätzlich können sie hier Informationen zur Geschichte des Fußballs in Deutschland notieren. Die Lernenden befassen sich in einem weiteren Schritt mit dem Zusammenhang von Fußball und Apartheid. Hierzu kann ein weiterer Sachtext aus dem Internet genutzt werden. Die Lernenden diskutieren die Frage, ob die Fußball-Weltmeisterschaft zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme Südafrikas einen Beitrag leisten kann. Hierzu können ergänzend zwei Presseartikel aus dem Internet genutzt werden. Alle Arbeitsaufträge zum Thema "Geschichte des Fußballs in Südafrika" sind in Arbeitsblatt 13 zusammengefasst. Über die offizielle Webseite der FIFA erhalten die Schülerinnen und Schüler erste Informationen zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft. Diese Basisinformationen erweitern sie durch selbstständige Internetrecherche sowie Erkundigungen im Reisebüro und bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern. Mit diesen Informationen erstellen sie eine WM-Städte-Karte. Arbeitsblatt 14 gibt den Lernenden Leitkriterien, nach denen sie die gewonnenen Informationen in der Kartei dokumentieren können. Zur Vertiefung des Themas kann auch an dieser Stelle der Artikel "Südafrika probt den Ernstfall" genutzt werden. In Zweierteams diskutieren die Lernenden die Bedeutung der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Dazu nehmen sie unter anderem die Rolle südafrikanischer Jugendlicher ein. Vorschläge zu Rollenspielen enthält Arbeitsblatt 14. Nach dem Rollenspiel können die Schülerinnen und Schüler nochmals den Fragebogen (Arbeitsblatt 11), den sie zu Beginn dieses Bausteins bearbeitet haben, ausfüllen und so feststellen, ob und inwiefern sich durch das Wissen, das sie inzwischen zu Südafrika erworben haben, ihre Erwartungen und ihr Interesse an der Fußball-Weltmeisterschaft geändert haben. Projekte außerhalb Deutschlands In diesem Baustein sollen die Schülerinnen und Schüler Projektbeispiele untersuchen, die versuchen, Menschen einen Weg aus der Armut zu zeigen und die sie dabei unterstützen, diesen Weg zu gehen. Außerdem sollen die Lernenden erkennen, wie und wo sie sich selbst für eine Verbesserung der Zukunftschancen anderer Menschen einsetzen können. Lebensbedingungen anderer Menschen verbessern Jede Gruppe wählt eines der in Arbeitsblatt 15 aufgeführten Projekte aus. Die Lernenden suchen im Internet Informationen über das gewählte Projekt. Mithilfe der ausgedruckten Informationen arbeiten sie an den Fragen und erstellen anschließend eine Tabelle mit Zielen, Angeboten und Hintergründen des gewählten Projektes. Die Informationen werden im Gruppenpuzzle-Verfahren ausgetauscht. Jede Gruppe erstellt auch einen Beitrag für die Wandzeitung. Ergänzend können die Lernenden mithilfe des Internets Informationen zu Straßenkindern in Deutschland sammeln; nützliche Links hierzu finden sie auf Arbeitsblatt 16 sowie in der Linkliste. Arbeitsblatt 16 fasst die Arbeitsschritte und Arbeitsaufträge zusammen. Diskussion zu den Projekten Im Partner-, Gruppen- oder Klassengespräch reflektieren die Schülerinnen und Schüler darüber, inwieweit die untersuchten Projekte die bisher besprochenen Problemlagen und die Milleniums-Entwicklungsziele aufgreifen. Vor Beginn der Diskussion kreuzen die Lernenden die für sie zutreffende Position auf einem Thesenbogen an (Arbeitsblatt 18). Die Ergebnisse fassen die Lernenden in einem Beitrag für die Wandzeitung zusammen. Ideensuche: Wie kann ich selbst helfen? Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mithilfe des Internets darüber, welche Möglichkeiten es gibt, selbst soziale Projekte und Kampagnen zu unterstützen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Globales Lernen als pädagogische Herausforderung

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Globalen Lernen wird seine Bedeutung als Alternative zum gegenwärtigen Bildungsauftrag der Pädagogik und Erziehungswissenschaft beleuchtet und dazu ermutigt, es im Unterricht anzuwenden. Globales Lernen ist die pädagogische Antwort auf den Prozess der Globalisierung. Es zielt darauf ab, globale Zusammenhänge verständlich zu machen und globale Themen in den Unterricht zu holen. Es entspringt der Einsicht, dass die herkömmliche Erziehung und Bildung nicht in der Lage sind, nachfolgende Generationen mit den notwendigen Kenntnissen, Fähigkeiten und Einsichten auszustatten, die sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben in einer vernetzten und komplexen Weltgesellschaft benötigen. Der Lernansatz ist interdisziplinär und methodisch vielfältig. Kompetenzerwerb und Schlüsselqualifikationen Globales Lernen steht für kritisches, selbstreflexives, verantwortungsbewusstes und handlungsorientiertes Lernen und möchte Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Menschen vermitteln. Dabei werden menschenfeindliche Ideologien entkräftet und die Gleichwertigkeit aller Menschen vorausgesetzt. Historische Dimensionen von globaler Ungleichheit werden thematisiert, um bestehende internationale Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse verstehen und verändern zu können: Wer profitiert von den ungleichen Machtverhältnissen, wer nicht? Der Lernansatz und der damit einhergehende Kompetenzerwerb gehen über die kognitive Lernziele vermittelnde Unterrichtspraxis hinaus und können als pädagogisches Programm der Persönlichkeitsbildung im Kontext der Weltgesellschaft bezeichnet werden. Das Programm ist untrennbar mit dem Erwerb von neuen und zukunftsfähigen Kompetenzen verbunden, die für das Globale Lernen konstitutiv sind. Im Zentrum stehen dabei drei übergeordnete Kategorien: Erkennen Bewerten Handeln Diesen Kategorien werden insgesamt elf Kern- oder Schlüsselkompetenzen zugeordnet, die im Unterricht erlernt werden sollen. Zur Kategorie "Erkennen" gehört zum Beispiel die Kernkompetenz Informationsbeschaffung und -verarbeitung als eine Voraussetzung zum Erkennen von Vielfalt. Die Kernkompetenzen Perspektivwechsel, Empathie, kritische Reflexion und Stellungnahme stehen beispielhaft für die Kategorie "Bewerten" . Die dritte Kategorie "Handeln" beinhaltet unter anderem die Kompetenzen Solidarität, Mitverantwortung, Konfliktlösung und Mitgestaltung. Das Einüben der Kompetenzen soll die Schülerinnen und Schüler ermächtigen, globale Lebenswelten, Entwicklungen und ihre Dynamiken besser zu verstehen. Zum Kompetenzerwerb gibt es klare Vorgaben und Richtlinien, die man zum Beispiel im kostenlosen Orientierungsrahmen für den Lernbereich "Globale Entwicklung" der Kulturministerkonferenz und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Jahr 2016 nachlesen kann. Als Referenzrahmen soll er Schulen darin unterstützen, weltweite ökonomische, politische, soziale und ökologische Zusammenhänge fächerübergreifend zu vermitteln. Zugleich bietet das BMZ darin den Schulen Anregungen zur Umsetzung und gibt Themenbereiche zum Globalen Lernen vor. Empowerment zur Mitsprache und Zukunftsgestaltung Globales Lernen versteht sich als ein Bildungsauftrag zur Förderung mündiger, verantwortungsbewusster und mitgestaltungsfähiger Weltbürgerinnen und Weltbürger. Die im Unterricht erlernten Kernkompetenzen sollen die Lernenden für einen nachhaltigen, effektiven Umgang mit den Bedingungen des globalen Zeitalters rüsten und ihnen dabei helfen, ihren eigenen Lebensweg in die globalisierte Gesellschaft und Zukunft zu finden. Sie erfahren mehr über Globalisierungsprozesse und weltweite Herausforderungen wie zum Beispiel Flucht und Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Klimawandel, Armut und Menschenrechtsverletzungen. Sie lernen diese heiklen Themen einzuordnen, zu verstehen und dabei Bereiche persönlicher Mitverantwortung zu erkennen. In diesem anspruchsvollen und komplexen Lernprozess ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler zu begleiten und ihnen altersspezifische Lösungsansätze, Vorbilder und Möglichkeiten zum individuellen oder kollektiven Engagement zu vermitteln. Dabei ist es unerlässlich, den Kindern und Jugendlichen Raum für die Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen zu lassen. Auf dieser Basis können die Kinder und Jugendlichen eigene Lösungsmöglichkeiten entwickeln und im Idealfall, ihr eigenes Engagement planen und umsetzen. So fördert Globales Lernen das große Potenzial, das schon Kinder und Jugendliche in sich tragen und ermutigt sie, sich aktiv in den Entwicklungsprozess einer zukunftsfähigen und besseren Welt einzubringen. Globales Lernen als politische Bewusstseinsbildung Globales Lernen setzt bei der Bereitschaft an, sich auf einen lebenslangen Lernprozess einzulassen und sich mit Globalisierungsprozessen als Teil aktuellen Zeitgeschehens kritisch und konstruktiv auseinanderzusetzen. In diesen Lernprozess sind sowohl Lehrende als auch Lernende gleichermaßen eingebunden. Globales Lernen bietet Pädagoginnen und Pädagogen alternative Ansätze zum vorherrschenden Erziehungsmodell und gibt ihnen die Chance zum Lehren neuer Weltsichten und Menschenbilder. Es bietet Raum und Anleitung zur kritischen Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien wie Rassismus und Sexismus und trägt zum Verständnis heutiger Globalisierungsprozesse bei. Dabei müssen Fragen über unsere Verantwortung und Entscheidungen im Leben gestellt und beantwortet werden. Eine Prämisse könnte dabei sein: Check your privileges! Globales Lernen nimmt Lehrkräfte in die Pflicht, sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern den grundlegenden Problemen der heutigen Zeit zu stellen und ihnen als Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern altersspezifische Handlungsmöglichkeiten als Lösungsansätze zur Bewältigung globaler Herausforderungen vorzustellen. In Zeiten von Pandemien und realem Klimawandel kann das ein Beitrag sein, ihnen ihre Lebens- und Zukunftsängste zu nehmen. Dass schon Kinder und Jugendliche entscheidend zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Weltgemeinschaft beitragen können, wird in der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" mehr als deutlich. Hier zeigt sich die Jugend als Vorreiter einer friedlichen zivilgesellschaftlichen Anstrengung , um Mitsprache und Mitbestimmung in politischen Entscheidungsprozessen einzufordern. Fazit Zusammenfassend lässt sich sagen: Globales Lernen ist kein pädagogisches Wundermittel gegen globale Herausforderungen. Aber in der pädagogischen Praxis kann es dazu beitragen, alternative und begehbare Wege in eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen anzulegen. Die zentrale Voraussetzung dazu beschreibt der französische, auf Martinique geborene Arzt und Schriftsteller Frantz Fanon so: "Nur durch eine Anstrengung des Neubeginns und der Selbstprüfung, durch eine ständige Anspannung ihrer Freiheit kann es den Menschen gelingen, die idealen Lebensbedingungen für eine menschliche Welt zu erschaffen. Überlegenheit? Unterlegenheit? Warum nicht einfach versuchen, den anderen zu berühren, den anderen zu spüren, mir den anderen zu offenbaren. Ist mir meine Freiheit denn nicht gegeben, um eine Welt des Du zu errichten" (Fanon 1980: 166)? Literaturverzeichnis Fanon, Frantz (1980). Schwarze Haut, weiße Masken. Frankfurt: Suhrkamp. Weiterführende Literatur Mabanza, Boniface (2009). Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Eine Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive. Münster: Institut für Theologie und Politik (ITP). Samson, Marita (Autorin), Checkpoint Afrika e. V. (Herausgeber). Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika. Vorbilder aus Afrika machen Schule. München. GRIN Verlag . Schreiber, Jörg-Robert und Hannes Siege (2016). Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Berlin: Cornelsen.

  • Fächerübergreifend / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik

Globales Lernen: öfter mal die Perspektive wechseln!

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel steht der Perspektivwechsel als eine Schlüsselqualifikation des Globalen Lernens im Vordergrund. Gleichzeitig wird am Beispiel des Diversitäts-Ansatzes die Notwendigkeit eines aktualisierten Bildungsauftrages verdeutlicht. Globales Lernen ist die pädagogische Antwort auf den Prozess der Globalisierung und trägt dazu bei, globale Zusammenhänge verständlich zu machen. Der Lernansatz und Kompetenzerwerb geht über die kognitive Lernziele vermittelnde Unterrichtspraxis hinaus, denn es bezieht auch die Persönlichkeitsbildung im Kontext der Weltgesellschaft mit ein. Das setzt eine Aktualisierung des Bildungsauftrages voraus, denn Lernen wird als ein ganzheitlicher Prozess verstanden, der beim Individuum auch eine Veränderung im Erleben und Verhalten zur Umgebung bewirkt. Zur Bewältigung dieser Herausforderung gibt das pädagogische Programm des Globalen Lernens als Lösungsansatz den Erwerb von alternativen, zukunftsorientierten Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen vor. Darin spielt der Perspektivwechsel, der Herausforderungen der Globalisierung als Chance begreifen lässt, eine zentrale und konstruktive Rolle. Perspektivwechsel als pädagogische Schlüsselqualifikation Unter Perspektivenwechsel wird im Kontext des Globalen Lernens die Fähigkeit verstanden, neben der eigenen Sicht auch andere, durch kulturelle Prägung variierende Sichten einzunehmen . Dies betrifft sowohl die Einschätzung von Situation und Ereignissen als auch die grundlegende Weltsicht. Bei kulturellen Begegnungssituationen wird die eigenkulturelle Haltung erkannt und hinterfragt, sodass neue Elemente ins Verhaltensschema integriert werden können und Empathie und Toleranz entsteht. Die Fähigkeit und Bereitschaft sich in die Werte und Standards einer oder mehrerer fremder Kulturen hineinversetzen zu können, sind im Hinblick auf die Lösung aktueller globaler Problemlagen wie zum Beispiel Armut, Menschenrechtsverletzungen, Flucht und Klimawandel von fundamentaler Bedeutung. Denn nur weltgemeinschaftlich – über Kulturen und Grenzen hinweg – ist es möglich, konstruktiv und erfolgreich an Lösungsansätzen für eine nachhaltige und menschenfreundliche Zukunftssicherung zu arbeiten. In diesem Sinne kann der Perspektivwechsel auch als ein grundlegender Baustein im pädagogischen Programm einer Friedenserziehung gelten, die wie das Globale Lernen auch, auf der Vision eines gleichberechtigten Zusammenlebens und Lernens basiert. Eine Grundvoraussetzung zur Verwirklichung dieser Vision ist die Anerkennung von Diversität als ein Überlebensprinzip für Natur, Mensch und Kultur. Ohne Vielfalt wäre die Erde ein toter Planet. Anders formuliert: Vielfalt und Unterschiede sind nicht nur wertvoll, sondern überlebenswichtig. Das gilt für das globale Ökosystem und die Menschheit gleichermaßen. Diese Einsicht ist auch für das Gelingen von einem interkulturellen Perspektivwechsel als Voraussetzung für ein (welt-) gesellschaftliches konstruktives und zukunftsfähiges Miteinander von zentraler Bedeutung. Vielfalt als Bereicherung und Chance begreifen Im Diversitäts-Ansatz geht es nicht nur um den Schutz und Erhalt von Vielfalt, sondern auch darum, die vielfältigen Leistungen und Erfahrungen von Menschen zu erkennen und sie als Potential zu nutzen. Als gesellschaftspolitischer Begriff wird Diversität vorwiegend auf folgenden Ebenen betrachtet: Ethnie, Kultur, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion und Weltanschauung. Dabei gilt die Prämisse, dass alle Menschen gleichwertig sind, unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen, kulturellen oder sozialen Identität. Und dass unterschiedliche Lebenserfahrungen von Vorteil sind. So werden neue Perspektiven berücksichtigt und bessere Lösungen für das menschliche Zusammen- und Überleben können entwickelt werden. In diesem Sinne ist die positive Interpretation von Diversität auch für den Perspektivwechsel elementar, nicht nur um neue Ideen und Innovationen aufzugreifen, sondern auch um sich fremdes Wissen und Erfahrungen zu eigen zu machen. Die Basis muss dabei in gegenseitiger Wertschätzung und nicht in der Absicht der ideellen oder materiellen Ausbeutung des Anderen liegen. Diversität zu leben und als gesellschaftskonstituierendes Element anzuerkennen bedeutet aber auch, menschenfeindliche Ideologien zu bekämpfen. Das verdeutlicht die Entstehungsgeschichte des Diversität-Konzeptes, das in der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung der USA liegt: Eine Bewegung, die großen Einfluss auf die Herausbildung weiterer sozialer Bewegungen von benachteiligten und diskriminierten Gruppen hatte und heute in der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung ihren Ausdruck findet. Material und Medieneinsatz zum Perspektivwechsel Beim Erlernen und Einüben des interkulturellen Perspektivwechsels spielt die Auswahl geeigneter Unterrichtsmaterialien eine entscheidende Rolle. In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung sind der Informationsbeschaffung kaum noch Grenzen gesetzt, aber das unüberschaubare Angebot erschwert auch die Auswahl. Eine wichtige Vorgabe bei der Materialsuche sollte die Frage nach der Authentizität von verwendeten Quellen sein. Wer ist Autorin oder Autor? Wird über andere Kontinente, Kulturen und Menschen aus europäischer Sicht geschrieben oder gibt es nicht auch einheimische Quellen zu dem spezifischen Thema, das im Unterricht vorgestellt werden soll? Ist das Material für die interkulturellen Kommunikation hilfreich oder hemmt es diese eher, indem es etablierte, menschenfeindliche Ideologien und Vorurteile transportiert? Trägt es dazu bei, sich fremde Erfahrungen zu eigen zu machen? Sind Betroffene und ihre Stellungnahmen im jeweiligen Diskurs miteinbezogen? Anders formuliert: "Wenn der Hase nur der Hyäne zuhört, wird er nie wissen, wie der Büffel wirklich ist." Dieses Sprichwort, das in vielen afrikanischen Ländern verbreitet ist, unterstreicht den Wert einer Erzählung aus erster Hand oder den Einfluss der Perspektive auf die Wahrnehmung des Anderen. Ohne Emotion keine Kognition Filme, Literatur und Musik eignen sich sehr gut dazu, fremde Lebenswelten und Erfahrungswerte zu erschließen. Insbesondere die Filmkunst ist dafür prädestiniert, denn gerade diese Branche lebt von Emotionen, die das Lernen festigen. Vision Kino bietet als Veranstalter der Schulkinowochen zahlreiches Unterrichtsmaterial zu Filmen an, die sich zum Globale Lernen sehr gut eignen. Musik spricht insbesondere Kinder und Jugendliche an. Auch wenn sie die Texte nicht verstehen: Die Lieder geben nicht nur einen Einblick in fremde Sprachen, ihren Rhythmus und ihr Klangbild, sondern vermitteln auch andere spannende Musikstile und Instrumente. Und außerdem, Musik ist, wie man so schön sagt, eine universelle Sprache, die jeder versteht. Entscheidend ist, dass sich den Schülerinnen und Schülern über Literatur, Filme und Musik neue Perspektiven und Welten eröffnen. Gleichzeitig bieten die unterschiedlichen Medien vielfältige Anknüpfungspunkte zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Kulturschaffenden aus anderen Teilen der Welt.

  • Fächerübergreifend

Global Pop: die aktuelle Musikszene in Nigeria

Unterrichtseinheit
14,99 €

Globales Lernen im Musikunterricht: Die Schülerinnen und Schüler erhalten vielfältige Einblicke in die Musikszene Nigerias, lernen einige der aktuell angesagtesten Künstlerinnen und Künstler kennen und entdecken die kulturelle Vielfalt des westafrikanischen Landes, die sich nicht nur in der Musik wiederspiegelt. Musik kennt keine Grenzen! Das war schon immer so, aber in Zeiten der globalen Digitalisierung und von Social Media bekommt diese Aussage noch eine stärkere Dimension. Ein anschauliches Beispiel dafür bietet die aktuelle Musikszene in Nigeria, von wo aus Popstars ihren Siegeszug in die globale Popwelt starten. Afrika ist der zweitgrößte Kontinent der Erde und der "jüngste" Kontinent, was die Bevölkerung betrifft. Die Chancen stehen daher gut für die jetzt schon florierenden Musikmärkte und die wachsenden Streamingdienste insbesondere in den Metropolen Afrikas. Heute brauchen Afrikas Superstars Europa oder die USA nicht mehr, um im globalen Musikmarkt erfolgreich zu sein. Denn auch in der afrikanischen Diaspora in Europa und den USA werden Superstars wie zum Beispiel Burna Boy oder Yemi Alade aus Nigeria gefeiert und verehrt. Das Thema "Global Pop" im Unterricht Mit dieser Unterrichtseinheit wird den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Afrika als Musikmarkt der Zukunft am Beispiel Nigerias vorgestellt. Dabei wird auch die Problematik von Geschlechterrollen in Musikvideos am Beispiel von nigerianischen Popstars verdeutlicht und das Yoruba als eine der vorherrschenden Sprachen des Landes und in den Musikvideos vorgestellt. Vorkenntnisse zum Thema Global Pop, insbesondere aus Afrika, wären von Vorteil. Didaktische Analyse Die Unterrichtseinheit trägt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Entwicklung und Veränderung in der globalen Musikindustrie bei und vermittelt dabei fundierte und konkrete Einblicke in die Musikszene Nigerias mit ihren zahlreichen Superstars. Gleichzeitig wird am Beispiel der Musikvideos ermöglicht, das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche zu überdenken. Methodische Analyse Die Darstellung der vorgegebenen Beispiele zum Thema Global Pop aus Nigeria erfolgt durch das Sichten kurzer Videobeiträge. Einen umfassenden Einblick in das Thema liefert der Arbeitstext, der auch als Basis zur Bearbeitung der Gruppen-Arbeitsaufträge dient. Die unterschiedlichen Aufgabenstellungen helfen dabei, das komplexe Thema aufzuschlüsseln und verständlicher zu machen. Gleichzeitig werden so auch Bezüge zum Alltagsleben der Jugendlichen hergestellt und Möglichkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit der globalen Musikindustrie, aber auch mit Geschlechtergerechtigkeit geboten. Dabei werden zentrale Methoden des Globalen Lernens wie die Förderung von Perspektivwechsel, Empathie und Solidarität umgesetzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Globale Musikindustrie am Beispiel der nigerianischen Popmusik und ihrer Superstars kennen. lernen die sogenannten angesagten Afrobeats als weltweites und populäres Phänomen kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren und kooperieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Teamarbeit. lernen lösungsorientierte Hinweise zur kritischen Analyse von Musikvideos. erhalten am Beispiel von Global Pop aus Afrika Einblicke in einen fremden Kulturraum und erhalten am Beispiel der weltweit populären "Afrobeats" einen positiv besetzten Zugang zum afrikanischen Kontinent.

  • Musik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Secondhandkleidung – global (un)gerecht?

Unterrichtseinheit

Das Material "Secondhandkleidung – global (un)gerecht?" zu den Themen Textilhandel, Nachhaltige Entwicklung und Weltwirtschaft geht im Rahmen der Globalisierung auf die komplexen Dynamiken rund um den globalen Handel mit Secondhand ein. Die Lernenden werden angeregt, die eigene Rolle in diesem Prozess zu reflektieren und persönliche Handlungsalternativen zu entwickeln.Das Bildungsmaterial unterstützt Lehrkräfte aller Klassenstufen, Themen aus dem Globalen Lernen altersgerecht in den Unterricht zu integrieren. Mit vielfältigen Methoden setzen sich Schülerinnen und Schüler am Beispiel des globalen Secondhandhandels und seinen Auswirkungen für die Bevölkerung Ruandas mit den komplexen Strukturen der Globalisierung auseinander. Das Material vermittelt dabei aktuelles Hintergrundwissen und regt zudem zu einem individuellen Reflexionsprozess sowie der Entwicklung eigener Handlungsstrategien an. Das Thema "Secondhandkleidung – global(un)gerecht?" im Unterricht Das Material "Secondhandhandel – global (un)gerecht?" enthält flexible Unterrichtsbausteine zu den Themen Textilhandel, Nachhaltige Entwicklung und Weltwirtschaft, die für den Einsatz in allen Schulformen und Jahrgangsstufen geeignet sind. Beispiele für Anknüpfungspunkte aus verschiedenen Lehrplänen sind: Gesellschaftslehre : Wirtschaft und Arbeit, Internationalisierung und Globalisierung, Disparitäten Geographie : Regionale und globale räumliche Disparitäten, Wandel wirtschaftsräumlicher und politischer Strukturen unter dem Einfluss der Globalisierung Politische Bildung : Armut und Reichtum, Leben in einer globalisierten Welt Sachunterricht an Grundschulen : Ich und andere, Markt Vorkenntnisse Die Texte "Hintergrundinformationen" sind für den Gebrauch von Lehrkräften sowie älteren Schülerinnen und Schüler konzipiert. Sie enthalten das notwendige Hintergrundwissen und entsprechende Informationen zur Sachlage und dienen damit als Wissensbasis und Grundlage zur Gestaltung des Unterrichts. Darüber hinaus ist es für Lehrkräfte hilfreich, sich vorab mit dem Land Ruanda sowie den aktuellen Entwicklungen zum Secondhandverbot vertraut zu machen. Zudem ist die Bereitschaft, interaktive Methoden in den Unterricht zu integrieren, notwendig. Didaktische Analyse Schülerinnen und Schüler erkennen die Verknüpfung ihrer Lebenswelt mit der von Menschen aus Ländern des Globalen Südens. Das Material leitet Schülerinnen und Schüler dazu an, einen komplexen globalen Sachverhalt zu analysieren, sich darüber auszutauschen und diesen zu bewerten. Es regt dazu an, die eigenen Einstellungen sowie das eigene Handeln zu überprüfen und fördert die eigenständige Entwicklung von alternativen Handlungsmöglichkeiten. Methodische Analyse Die Überprüfung und Reflexion des eigenen Handelns sowie der persönlichen Einstellungen kann zu Irritationen und Verunsicherung führen. Durch die interaktiv gestalteten Methoden und den Fokus auf Gespräch, Diskussion und Austausch innerhalb der entsprechenden Peergroup, können diese Irritationen gemeinsam überwunden werden. Die Lernenden erkennen auf diese Weise, dass Eigenverantwortung auch ein gemeinsamer Prozess sein kann. Sie werden somit ermutigt, die globale Gesellschaft mitzugestalten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich eigenständig ein komplexes Thema und erkennen globale Zusammenhänge. setzen sich mit unterschiedlichen Positionen auseinander und lernen eigene Argumente und Meinungen zu formulieren und zu vertreten. entwickeln eigenständig Lösungsansätze und Handlungsstrategien. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zu vorgegebenen Begrifflichkeiten im Internet und bereiten die entsprechenden Informationen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit durch Gruppenarbeit und Diskussionen. werden zu einem Perspektivwechsel angeregt und zu globaler Solidarität ermutigt. reflektieren ihr eigenes Verhalten, entwickeln Handlungsalternativen und übernehmen Eigenverantwortung.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Primarstufe, Berufliche Bildung
ANZEIGE