Rechtliche Fragen der Berufsausbildung

Mit dem Beginn einer Ausbildung im dualen System ergeben sich rechtliche Fragen, die im sozialwissenschaftlichen Unterricht zum Thema werden können. Die Unterrichtseinheit leitet die Lernenden an, auf diese Fragen eine Antwort zu finden.
 

Zu Beginn eines Ausbildungsverhältnisses müssen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst in ihrer neuen Rolle als Auszubildende orientieren. In diesem Zusammenhang gilt es, die Lernenden zunächst über die Rechte und Pflichten sowohl des Ausbildungsbetriebes als auch über ihre eigenen aufzuklären. Auszubildende werden in den Betrieben jedoch mit so unterschiedlichen Situationen konfrontiert, dass die Auseinandersetzung mit den "Rechten und Pflichten in der Berufsausbildung" die Lernenden dazu befähigen sollte, diese verschiedenen Situationen selbstständig zu bewerten. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden sollten, sich entsprechend selbst zu informieren und Erkenntnisse abzuleiten. Aus diesem Grund ist die Unterrichtseinheit so angelegt, dass betriebliche Situationen exemplarisch auf deren Rechtmäßigkeit überprüft werden sollen. Hierzu sollen die Lernenden das Internet als Informationsquelle nutzen und zielgerichtet vorgehen.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können Rechte und Pflichten des Auszubildenden und des Ausbildungsbetriebes benennen.
  • lernen die betriebliche Situationen anhand des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) zu bewerten.
  • nutzen das Internet zielgerichtet als Informationsquelle und reduzieren die Informationsdichte auf wesentliche Punkte.
  • erstellen einen Flyer über die Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung am Computer.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

TitelRechte und Pflichten in der Berufsausbildung
AutorMarc Woitschätzke
FachWiSo/Politik
ZielgruppeAuszubildende, erstes Lehrjahr; Schulabgänger allgemein bildender Schulen
Zeitumfang6 bis 8 Unterrichtsstunden
Technische Voraussetzungenmehrere Computer mit Internetanschluss, Beamer
PlanungVerlaufsplan der Unterrichtseinheit

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Unterrichtsreihe ist so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Aufträge selbstständig lösen können. Wesentlich hierbei ist es, dass sie Strategien anwenden, um zu einer Lösung kommen. Daher sollte die Unterstützung der Lehrkraft während der Recherche auf ein Minimum beschränkt und die gegenseitige Unterstützung der Lernenden gefördert werden. Erst im Anschluss an die jeweiligen Sequenzen sollte dann eine intensive gemeinsame Auswertung erfolgen.

Download

rechte_pflichten_materialien.zip
rechte_pflichten_beschreibung.pdf
 

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Marc Woitschätzke unterrichtet ab dem Schuljahr 2007/08 an der beruflichen Schule des Kreises Segeberg in Bad Segeberg das Fach "Wirtschaft/Politik" und die berufliche Fachrichtung "Metalltechnik".

Kommentare zu dieser Unterrichtseinheit
  • Nachtrag hkoehn, 26.09.2013 16:19
    Bei volljährigen Auszubildenden gilt nicht das Jugendarbeitsschutzgesetz sondern das Bundesurlaubsgesetz, § 3, mit einem Mindesturlaub von 24 Werktagen.
  • Anmerkung zum Urlaubsanspruch hkoehn, 26.09.2013 16:15
    Im § 19 Jugendarbeitschutzgesetz heißt es:
    Der Urlaub beträgt jährlich
    1.
    mindestens 30 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 16 Jahre alt ist,
    2.
    mindestens 27 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 17 Jahre alt ist,
    3.
    mindestens 25 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 18 Jahre alt ist."

    Als Werktage werden die Tage von Montag bis Sonnabend bezeichnet. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche entsprechen also 24 Werktage 20 Arbeitstagen.
  • Quiz Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung slobod, 24.03.2010 08:59
    Hallo Herr Woitschätzke,

    mir ist eine Sache aufgefallen beim Quiz "Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung". Die Frage 13 fragt danach, wie hoch der jährliche Urlaubsanspruch eines volljährigen Auszubildenden ist. Als richtige Antwort ist C = 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche eingetragen. Das stimmt leider nicht. nach Jugendarbeitsschutzgesetz § 19 ist D = 25 Tage bei einer 5 Tage-Woche richtig. 30 Tage für Azubis unter 16, 27 Tage für Azubis über 16 unter 18 und 25 eben für Azubis über 18. Hier hat sich meines Wissens rechtlich nichts geändert.

    mit besten Grüßen
    Susanne Slobodzian

    (Lehrerin in der Berufsbildung)
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