1. Eugen Roth: Voreilig2. Christian Morgenstern: Vice Versa3. Eduard Mörike: Septembermorgen4. Joseph von Eichendorff: Mondnacht5. Johann Wolfgang von Goethe: Gefunden6. Friedrich Hebbel: Herbstbild
Die SchülerInnen vervollständigen das Lücken-Gedicht und werden sich dabei der Metrik und des Inhalts bewusst.
Hier erkennen die SchülerInnen, dass diese Version des Gedichts nicht das Original sein kann und ändern es nach ihrer Vorstellung ab. Dabei erlernen sie Grundlagen der Metrik (Hebung-Senkung) und das Metrum Trochäus.
In dieser Einheit sollen die SchülerInnen angeleitet werden, sich über den Wortbestand eines Gedichts Gedanken zu machen. Deshalb wurden hier bestimmte sinntragende Wörter aus dem Text gelöst und in eine Reihe mit mehreren vergleichbaren Begriffen gestellt. Die SchülerInnen sollen durch Überlegungen, aber auch durch Ausprobieren den originalen Wortbestand wiederherstellen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass die SchülerInnen andere Wörter als Mörike an eine bestimmte Stelle setzen. Wichtig ist, dass die SchülerInnen diese Entscheidungen möglichst nachvollziehbar begründen. Dabei ist noch keine stichhaltige Argumentation zu erwarten, sondern eine eher intuitive, subjektive Interpretation des Zusammenhangs.
In dieser Unterrichtssequenz sollen die SchülerInnen ein Gespür für Verse und Reim entwickeln. Mit den Mitteln eines Textverarbeitungsprogramms (Einfügen von Zeilenumbrüchen und Absätzen) ist ein Fließtext in ein strophisch gegliedertes Gedicht zurück zu verwandeln. Der Reim erleichtert diese Aufgabe. Anschließend wird die aus einer vorhergehenden Stunde bekannte Methode der Reimanalyse wiederholt.
Nach einem spielerischen Einstieg in das folgende Gedicht sollen Ansätze zur Interpretation versucht werden. Dabei wird sowohl die Bildhaftigkeit bestimmter Wörter berücksichtigt als auch der Text in Bilder umgesetzt bzw. durch Bebilderung ergänzt.
In dieser Stunde sollen die SchülerInnen mit den grundlegenden Funktionen eines Textverarbeitungsprogrammes vertraut gemacht werden. Dabei geht es nicht um die Texteingabe, die meist nicht durch die Beherrschung des 10-Finger-Tastschreibens erleichtert wird. Im Vordergrund stehen die Formatierungsmöglichkeiten, von denen in angemessener Weise Gebrauch gemacht werden soll. Ein gegebener lyrischer Text soll experimentell auf verschiedene Weise dargestellt werden, um zu sehen, welche äußere Form dem Gehalt des Textes am besten entspricht. Hier wird bewusst auch subjektives Stilempfinden der SchülerInnen angenommen und im partnerschaftlichen Lehrer-Schüler-Gespräch gebildet.
Methodische VorbemerkungDie SchülerInnen sollen zunächst oberflächlich mit dem Text experimentieren, indem sie ihn in verschiedener Gestalt auf dem Bildschirm darstellen. In einem zweiten Schritt wird es notwendig, dass sie Inhalt und Form des Textes in eine angemessene Beziehung bringen und schließlich ihre Art der Darstellung vor dem Klasse begründen. Hierfür ist eine Projektion des gestalteten Gedichttextes mit einem Videobeamer sinnvoll. Einige Beispiele unterschiedlich gelungener Textgestaltungen liegen in einer eigenen Datei vor.
Erwartungshorizont: Beispiele unterschiedlicher TextgestaltDateigröße: 105 KB