Peter Stinner
02.08.2010

Uranus - Treffen mit Jupiter im Herbst 2010

Am 21. September 2010 gelangen die beiden Riesenplaneten Jupiter und Uranus zeitgleich in Opposition zur Sonne. Beide Planeten befinden sich dann weniger als ein Grad - das entspricht etwa dem doppelten Monddurchmesser - voneinander entfernt im Sternbild Fische. Mithilfe des unübersehbaren Jupiters ist der lichtschwache Uranus dann auch ohne Aufsuchkarten leicht zu finden.
 

Da die Oppositionen von Jupiter und Uranus am Abendhimmel beobachtet werden können und die abendliche Dunkelheit im September wieder zeitiger beginnt, bieten sich schulische Beobachtungsprojekte rund um die Uranus-Jupiter-Konstellation an. Selbst unter dem durch künstliche Beleuchtung in Stadtnähe aufgehellten Nachthimmel genügt als optisches Hilfsmittel ein einfacher Feldstecher, der allerdings auf einem Fotostativ wackelfrei montiert werden sollte. Unter sehr dunklem Himmel weit abseits von künstlichen Lichtquellen ist Uranus sogar mit bloßem Auge sichtbar. Weil von den Sternen in der näheren Umgebung der Planeten keiner an die Uranushelligkeit (Magnitude 5,7) heranreicht, können auch Anfängerinnen und Anfänger den blau-grünen "Eisriesen" zweifelsfrei identifizieren.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • den Planeten Uranus und seine wichtigsten Eigenschaften kennenlernen.
  • Planetenbewegungen am Sternhimmel und relativ zu den Fixsternen mit der Planetarium-Software Stellarium simulieren und erfahren.
  • das Zustandekommen der Oppositionsschleifen äußerer Planeten verstehen.
  • nach der Beobachtungsvorbereitung mit der Software Stellarium den Planeten Jupiter am Nachthimmel auffinden.
  • ausgehend von Jupiter den Gasplaneten Uranus mit dem Feldstecher am Sternhimmel finden.
  • bei der fotografischen Verfolgung der Planeten Jupiter und Uranus einfache Verfahren der digitalen Bildbearbeitung kennenlernen und anwenden.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaUranus - Treffen mit Jupiter im Herbst 2010
AutorPeter Stinner
Fächer"NaWi" (Naturwissenschaften), Geographie, Astronomie, Astronomie-AGs, Klassenprojekte
ZielgruppeSekundarstufe I und II
ZeitraumFür das Auffinden des Planeten Uranus reicht ein Beobachtungsabend. Zur Vor- und Nachbereitung mit der Planetarium-Software Stellarium genügt jeweils eine Unterrichtsstunde. Projekte zur Beobachtung und Dokumentation der Relativbewegung von Uranus und Jupiter erfordern mehrere Beobachtungen im Zeitraum einiger Wochen oder Monate.
Technische VoraussetzungenComputer für die Einzel- und Partnerarbeit bei der Beobachtungsvorbereitung; Feldstecher (fest montiert auf einem Fotostativ) und Digitalkamera (einfache Sucherkamera genügt)
SoftwarePlanetarium-Software, zum Beispiel Stellarium oder Cartes du Ciel (kostenfreie Downloads); Bildbearbeitungssoftware, zum Beispiel GIMP (kostenloser Download)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Beschäftigung mit den beiden Planeten bietet viele interessante Ansatzpunkte für astronomische Beobachtungen. Der zu treibende Aufwand reicht von der Organisation eines einmaligen Beobachtungsabends bis hin zur fotografischen Dokumentation der Bewegung beider Planeten im Rahmen mehrerer, über einige Wochen oder Monate verteilter Beobachtungen. Neben den relativ gemächlichen Bewegung der Planeten kann dabei auch der schnelle "Tanz der Jupitermonde" beobachtet und dokumentiert werden: Ihre Konstellation ändert sich oft innerhalb weniger Stunden deutlich, wenn sich zum Beispiel einer der Trabanten vor das Jupiterscheibchen schiebt oder aber im Schatten des Planeten verschwindet. Schülerinnen und Schüler lernen bei der fotografischen Dokumentation der Bewegung astronomischer Objekte die Nutzung verschiedener kostenfreier Software-Werkzeuge kennen und können aus ihren Fotos sogar kleine Animationen erstellen.

  • Der Planet Uranus
    Hier finden Sie allgemeine Informationen zum siebten Planeten des Sonnensystems: Entdeckung, Entfernung und Größe sowie Jahreszeiten, Ringe und innerer Aufbau.

Download

uranus_jupiter_2010.zip
 

Internetadressen

Informationen zum Autor

Peter Stinner ist Lehrer für Physik und Mathematik am Kopernikus-Gymnasium in Wissen (Rheinland-Pfalz). Mit der Wissener Astronomie-AG betreibt er die Sternwarte der Geschwister-Scholl-Realschule in Betzdorf.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Herrn Stinner aufnehmen. Zudem finden Sie hier eine Liste mit allen Lehrer-Online-Beiträgen des Autors.
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