MS Paint ist standardmäßig in jedem Windows-Paket enthalten (zu finden unter Programme/Zubehör) und wird - sofern man die Installationseinstellungen nicht ändert - direkt mit installiert. Dadurch ist es auf nahezu allen Computern mit diesem Betriebssystem vorhanden. Dies ist ein großer Vorteil, wenn es um die Nutzung im schulischen Umfeld geht. Sofern die Schul-PCs mit Windows ausgestattet sind, werden keinerlei weitere Vorarbeiten benötigt, um mit dem Programm zu arbeiten. Doch der Unterricht lässt sich auch aus der Schule hinaus verlagern: Sofern den Schülerinnen und Schülern zu Hause ein Computer zur Verfügung steht, kann man davon ausgehen, dass das Programm fast überall vorhanden ist.
Paint ist in erster Linie ein Zeichen- und Malprogramm, welches das digitale Malen eigener Bilder ermöglicht. Genauso lassen sich aber Fotos oder andere Bilddateien aufrufen und verfremden. Beispielsweise können Sprechblasen eingefügt, Farben verändert oder bestimmte Bildteile ausgeschnitten werden. Im Vergleich zu anderen Programmen bietet Paint aber nur wenige Bildbearbeitungswerkzeuge an.
Gute Software für wenig GeübteDie einfache Bedienung und weite Verbreitung legt vor allem dann den Einsatz nahe, wenn wenig geübte Lerngruppen am Computer arbeiten wollen. Die Funktionen eröffnen ein breites Spektrum an Unterrichtsumsetzungen, etwa für die kreative Arbeit im Kunstunterricht oder - wie verschiedene Unterrichtseinheiten bei Lehrer-Online zeigen - auch im Mathematikunterricht. Paint kann in diesem Sinne dann die Funktion eines digitalen Malkastens erfüllen.
Eingeschränkte FunktionalitätMedienerfahrene Nutzer sollten dagegen eher etwas vielseitigere Software benutzen, die zwar nicht vorinstalliert ist, dafür aber oft als Freeware zur Verfügung steht und somit auch flexibel eingesetzt werden kann. Auch die Bearbeitung von Fotos ist mit anderen Programmen besser zu bewerkstelligen.
Das Tutorial zu Microsoft Paint beschreibt Schritt für Schritt die wichtigsten Funktionen des Programms.Dateigröße: 256 KB
Dr. Anja Mohr ist Kunstpädagogin und Künstlerin. Von 2004 bis 2008 arbeitete sie als Kunstlehrerin am Weidiggymnasium in Butzbach, derzeit vertritt sie die Professur "Kunstpädagogik/Kunstdidaktik" an der Universität Duisburg-Essen.