Krebsnebel - Radialgeschwindigkeit und Entfernung

Mithilfe eines im Rahmen von "Jugend forscht" aufgenommenen Spektrums berechnen Schülerinnen und Schüler die Radialgeschwindigkeit des Krebsnebels und daraus - mithilfe weiterer Informationen - seine Entfernung zur Erde.
 

Wenn massereiche Sterne das Ende ihres Lebens erreichen und sich das verfügbare Brennmaterial dem Ende neigt, dann explodieren sie in einer Supernova. Am 4. Juli 1054 beobachteten die Hofastronomen des chinesischen Kaisers im Sternbild "Stier" eine solche gigantische Explosion. Sie war so hell, dass sie sogar tagsüber zu sehen war. Im 18. Jahrhundert haben Astronomen am Himmel an derselben Stelle einen sehr lichtschwachen und diffusen Nebelfleck entdeckt - die Explosionswolke der Supernova aus dem Jahr 1054. In den ersten Zeichnungen ähnelte der Nebel einem Krebs, daher erhielt er seinen Namen.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • den Doppler-Effekt anwenden.
  • Messdaten analysieren.
  • Geschwindigkeiten aus den Messdaten mithilfe des Doppler-Effekts berechnen.
  • die Größe des Krebsnebels berechnen.

Kurzinformation

ThemaBestimmung der Radialgeschwindigkeit und der Entfernung des Krebsnebels
AutorBenedikt Gröver
FächerPhysik, Astronomie, Naturwissenschaften
ZielgruppeSekundarstufe II
Zeitraum2 Stunden für die Bearbeitung der Aufgaben (Arbeitsblätter)
Technische VoraussetzungenDie Arbeitsblätter können ohne weitere Voraussetzungen genutzt werden.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Der Dopplereffekt bewirkt eine Aufspaltung der Emissionslinien des Krebsnebels. Mithilfe seines Emissionsspektrums können Schülerinnen und Schüler die Radialgeschwindigkeit des Nebels berechnen. Die Radialgeschwindigkeit wird zwar durch die Gravitationskraft der Nebelmaterie gebremst. Dieser Effekt ist jedoch so gering, dass man ab dem Zeitpunkt der Explosion von einer konstanten Radialgeschwindigkeit ausgehen kann. Da durch die chinesischen Aufzeichnungen genau bekannt ist, wann die Sternexplosion erfolgte, lässt sich bei bekannter Ausdehnungsgeschwindigkeit die Größe des Nebels errechnen. Mithilfe der Winkelausdehnung kann schließlich die Entfernung des Krebsnebels von der Erde bestimmt werden.

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Arbeitsmaterialien und Informationen zum Projekt

krebsnebel_neu.zip
 

Lösungen zu den Arbeitsblättern

Informationen zum Autor

Benedikt Gröver ist Schüler der Jahrgangsstufe 13 an der Lore-Lorentz Schule in Düsseldorf und belegt dort den Bildungsgang mit einer Doppelqualifikation zum Physikalisch - technischen Assistenten mit Allgemeiner Hochschulreife. Sein hier vorgestellter Jugend-forscht-Beitrag wurde von Heinrich Kuypers betreut.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
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