Dass der Kauf des eigenen Handys etwas mit Kriegen, Massakern und Tausenden von Toten und Verletzten in Afrika zu tun haben könnte, klingt zunächst sehr unwahrscheinlich. Deutsche Medien verweisen nur spärlich auf das Problem, vereinzelt gibt es Quellen im Internet. In das öffentliche Bewusstsein ist die Verbindung zwischen dem Coltan-Abbau im Kongo, der Handy-Produktion in Europa und der politischen Stabilität in Zentralafrika noch nicht gedrungen.
Coltan-Vorkommen im KongoColtan ist ein hochwertiges Erz, das zur Herstellung von Mikro-Chips in Handys und Computern verwendet wird. 80 Prozent der weltweiten Coltan-Vorkommen werden in Afrika vermutet. Mit Devisen aus dem Coltan-Handel finanzieren verschiedene politische Gruppierungen in Zentralafrika ihren Kampf gegeneinander. Diese Unterrichtseinheit leitet zur Erarbeitung von Hintergrundinformationen, zum medienkritischen Hinterfragen von Internetquellen und zur Bewertung des Problems an.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
Diese Unterrichtseinheit ist für den Gemeinschaftskundeunterricht der Klassen 8 bis 10 konzipiert. In Klasse 8 knüpft sie an die Lernfelder "Probleme des Verbraucherverhaltens, Jugendliche als Verbraucher" an, in Klasse 9 an den Aspekt "Mitverantwortung der Industriestaaten für die Situation in den Entwicklungsländern". In Klasse 10 lässt sie sich problemlos an den Bereich "Welthandel und Europäischer Binnenmarkt" anbinden (vergleiche den Realschul-Lehrplan für Baden-Württemberg sowie den neuen Fächerverbund "Erdkunde-Wirtschaftslehre-Gemeinschaftskunde").
Alle Arbeitsblätter inklusive Lehrerinformation finden Sie in dieser Download-Datei im RTF-Format. Sie können die Materialien individuell an Ihre Klasse anpassen.Dateigröße: 23 KB
Die Beschreibung der Unterrichtseinheit können Sie hier im PDF-Format herunterladen.Dateigröße: 49 KB
Dr. Peter Kührt ist Lehrer an einer kaufmännischen Berufsschule in Nürnberg und unterrichtet Wirtschaftslehre, Sozialkunde und EDV bei Bankkaufleuten.
Afrika, Globales Lernen, Nachhaltigkeit