Dr. Karl Sarnow, Dr. André Diesel
16.12.2008

Bedeckung der Plejaden durch den Mond

Der im Fernglas schönste offene Sternhaufen des nördlichen Himmels wird vom vorüber ziehenden Mond am frühen Abend des 7. Januar 2009 bedeckt.
 

Das spannendstes astronomische Ereignis zum Jahresbeginn 2009 ist die Plejadenbedeckung durch den Mond. Am 7. Januar bedeckt der Mond (vom Beobachtungsort Hannover aus) um etwa 17:27 Uhr den ersten Stern und gibt ihn etwa eine Stunde später wieder frei. Schülerinnen und Schüler können dabei die Eigenbewegung des Mondes vor den Fixsternen eindrucksvoll beobachten. Im Rahmen des Artikels Beobachtungsvorbereitung mit Stellarium wurde über die Vorbereitung einer Plejadenbedeckung mithilfe der kostenfreien Planetarium-Software bereits ausführlich berichtet. Daher soll in diesem Beitrag der Schwerpunkt auf eine fotografische Dokumentation des Ereignisses gelegt werden.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Bedeckung von Sternen durch den Mond mit einfachen optischen Hilfsmitteln beobachten und protokollieren.
  • die Eigenbewegung des Mondes vor dem Fixsternhimmel erkennen.
  • die Plejaden als Beispiel für einen offenen Sternhaufen kennen lernen.
  • verschiedene kulturgeschichtliche und mythologische Bedeutungen der Plejaden kennen.
  • eine astronomische Beobachtung gemeinsam planen und zusammen mit Mitschülern, Lehrpersonen, Eltern, Freundinnen oder Freunden erleben.
  • Planetarium-Software als Werkzeug zur Planung astronomischer Beobachtungen kennen und nutzen lernen.
  • eine einfache Digitalkamera zur Dokumentation astronomischer Beobachtungen verwenden.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaSternbedeckungen durch den Mond (hier Plejadenbedeckung)
AutorDr. Karl Sarnow
FächerNaturwissenschaften ("Nawi"), Astronomie, Astronomie AG
ZielgruppeSekundarstufe I und II
ZeitraumBeobachtungszeit je nach Anzahl der beobachteten Ein- und Austritte 1,5 bis 4 Stunden
Technische VoraussetzungenFeldstecher oder Spektiv
SoftwarePlanetarium-Software zur Vorbereitung und zum Ausdrucken von Himmelskarten, zum Beispiel Stellarium (kostenfreier Download)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Plejaden sind ein offener Sternhaufen. Dabei handelt es sich um lockere Ansammlungen von Sternen, die gemeinsam aus einer Wolke aus Gas und Staub entstanden sind. Mit bloßem Auge können sechs Sterne des auch "Siebengestirn", "Sieben Schwestern" oder "Gluckhenne" genannten Sternhaufens gut erkannt werden. Scharfäugige, die noch den siebten Stern erkennen, sollten eigentlich auch gleich den achten Stern sehen können, daher kommt es mit der Zahl Sieben nicht immer so genau hin. Zudem sorgt ein seine Helligkeit verändernder Stern der Gruppe (Pleione) für "Spielraum".

Download

iya2009_jan_plejadenbedeckung
 

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Dr. Karl Sarnow unterrichtet die Fächer Physik, Mathematik und Informatik am Gymnasium Isernhagen (Niedersachsen).

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Herrn Dr. Sarnow aufnehmen. Zudem finden Sie hier eine Liste mit allen Lehrer-Online-Beiträgen des Autors.
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