Thomas Seidel
06.06.2013

MindMaps im Unterricht - online und offline

MindMaps eignen sich für alle Schulstufen und -fächer. Dieser Fachartikel vermittelt Basiswissen und beleuchtet Vor- und Nachteile verschiedener MindMap-Programme für die Online- und die Offline-Nutzung.
 

Eine MindMap ist eine bestimmte Methode, um Gedanken zu sortieren und Strukturen zu bilden. Dabei werden Begriffe schriftlich fixiert, aber nicht in Tabellen oder Listen, sondern in Form eines "Netzes". Das Netz hat einen Mittelpunkt (das Thema oder eine Fragestellung), von dem aus sich "Äste" und "Wege" mit passenden Unterbereichen und einzelnen Begriffen bilden. Man nennt MindMaps auch "Gedankenlandkarten", weil auf ihnen Bezüge und Zusammenhänge zwischen abstrakten Begriffen bildhaft deutlich werden. MindMaps sind Strukturierungen ohne die Einengungen von Tabellen- oder Listenformen. Sie können sich inhaltlich in diese oder jene Richtung weiterentwickeln, werden hier und dort noch nachträglich ergänzt und mit Farben und Symbolen können Akzente gesetzt werden. Schulklassen oder Lerngruppen können Themenfelder so kreativ und offen erschließen.

 

MindMaps im Unterricht

MindMaps bereits in der Grundschule
Erste MindMaps können schon in den Anfangsklassen entstehen. MindMaps zu gestalten, macht Kindern auch Spaß. Sie können dabei wesentlich besser kreativ tätig werden als beim Schreiben von Listen und Tabellen. Einzelnen Knotenpunkten (Unterbereichen) oder Begriffen können illustrierende Grafiken zugeordnet werden - ausgeschnitten und aufgeklebt oder selbst gezeichnet.

Geeignet für alle Schulstufen und -fächer
Beim MindMapping verbinden sich Schreiben und Malen, Farben bekommen Bedeutungen und Symbole und Zeichnungen können betonend und bewertend eingesetzt werden. Im Unterricht werden Fragstellungen oder Themenfelder zum Gegenstand von MindMaps. Beispielsweise kann im Literaturunterricht der Inhalt eines Buches in Form einer MindMap dargestellt werden, die mit fortlaufender Lektüre immer mehr wächst. So finden MindMaps in jeglichen Schulstufen und -fächern ihren Platz.

MindMaps auf Papier oder am Computer?

Erste Schritte auf Papier
Erste Schritte beim MindMapping machen Grundschulkinder sicherlich mit Stift und Papier. So können sie unmittelbar mit bekannten Mitteln arbeiten. In den höheren Klassenstufen können die Schülerinnen und Schüler MindMaps dann schon gezielter nutzen, was sich meist in einer feineren Struktur und größeren Wörtermenge der Map ausdrückt.

Nachteil: Papier hat seine Grenzen
Ein großer Nachteil handgeschriebener MindMaps gegenüber den am Computer gestalteten "Gedankenlandkarten" besteht darin, dass Papier begrenzt ist (auch wenn man durchaus noch ein Blatt ankleben kann) und die Notizen irgendwann den beschreibbaren Raum sprengen.

Unbegrenzte MindMaps am Computer
Am Computer lassen sich MindMaps erzeugen, die in dem Maße wachsen können, wie man sie braucht. Fast unbegrenzt können Knotenpunkte und "Äste" ergänzt werden und einzelne Wörter lassen sich an beliebige Stellen setzen und versetzen. An der Computer-MindMap kann man nämlich auch im fortlaufenden Prozess noch Wörter von einem zum anderen "Ast" verschieben oder "Äste" ganz löschen.

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Informationen zum Autor

Thomas Seidel ist Lehrer und IT-Betreuer an der Maria-Montessori-Grundschule, Berlin. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Computereinsatz im Unterricht und in der Lehrerfortbildung.

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