Periodische Meteorströme - Beispiel Leoniden

Jedes Jahr im November kreuzt die Erde den Korridor einer Trümmerwolke, die der Komet Tempel-Tuttel auf seiner Bahn um die Sonne hinterlässt. Die meist winzigen Staubteilchen verglühen dann in der Atmosphäre und erzeugen den Meteorstrom der Leoniden.
 

Vereinzelte Meteore sind immer wieder am Nachthimmel zu sehen - aber Vorsicht: Verwechseln Sie die natürlichen Leuchterscheinungen nicht mit Iridium-Flares. An bestimmten Terminen im Jahr treten Meteore gehäuft auf. Ursprungspunkt der Objekte scheint dann ein bestimmter Punkt am Himmel zu sein, der sogenannte Radiant. Nach dem Sternbild, in dem dieser liegt, wird der jeweilige Meteorstrom benannt. Die Leuchterscheinungen können so zahlreich sein, dass man von einem Meteorschauer oder -sturm spricht. Das Phänomen tritt immer dann auf, wenn die Erde die Bahn eines Kometen kreuzt und dessen Hinterlassenschaft - ein Geschwader meist nur wenige Millimeter großer Staubkörnchen - beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Die linke Abbildung (zur Vergrößerung bitte anklicken) zeigt die Aufnahme eines Leoniden-Schauers, aufgenommen von Fred Espenak. Informationen zu dem Bild und weitere Fotos von Meteorschauern finden Sie auf seiner Website MrEclipse.com.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Begriffe Meteoroid, Meteor und Meteorit anwenden können.
  • die Leoniden als Stellvertreter eines periodischen Sternschnuppenstroms kennen lernen.
  • die Beziehung zwischen einem Meteorschauer und dessen Ursprungskomet verstehen.
  • wissen, warum das Maximum eines Meteorstroms in den frühen Morgenstunden zu erwarten ist.
  • andere große Meteorströme, wie die Perseiden (August), kennen lernen.
  • am Tag des zu erwartenden Leoniden-Maximums in den Morgenstunden nach Sternschnuppen Ausschau halten.

Kurzinformation

ThemaDie Leoniden - Beispiel für einen periodischen Meteorstrom
FächerAstronomie, Naturwissenschaften
ZielgruppeSekundarstufe I und II
Zeitraumvariabel
Technische Voraussetzungenkeine, gegebenenfalls Planetarium-Software (Stellarium oder Cartes du Ciel, beide kostenfrei) zur Vorbereitung von Himmelsbeobachtungen

Didaktisch-methodischer Kommentar

Im Internationalen Jahr der Astronomie 2009 sollten Schülerinnen und Schüler auch mit dem Phänomen der periodischen Sternschnuppenströme bekannt gemacht werden. Die Leoniden lassen in diesem Jahr zwar ein eher unauffälliges Maximum in den frühen Morgenstunden des 19. Novembers erwarten, sollten jedoch zumindest kurz als Stellvertreter der mitunter beeindruckenden Meteorschauer thematisiert werden. Verweise auf sehr ergiebige historische Leoniden-Stürme, wie das von Alexander von Humboldt (1769-1859) im Jahr 1799 oder das im Jahr 1888 über Nordamerika beobachtete und durch eine beeindruckende Grafik dokumentierte Ereignis, sollten dabei nicht fehlen.

Internetadressen

Informationen zum Autor

Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.

Kommentare zu diesem Artikel
Themenportal
 
Verwandte Themen
 
Unsere Empfehlungen für Sie
 
Internationales Astronomiejahr
Newsletter abonnieren
 
Impressum | Datenschutz | Über uns | RSS-Feeds | Seite bookmarken:  del.icio.us Yahoo! My Web google Bookmarks Digg Mister Wong OneView MerklisteEmpfehlenDruckenSeitenanfang
Nicht redaktionelle Inhalte nach § 6 TMG von anderen Anbietern als Lehrer-Online werden durch den Namen des Anbieters gekennzeichnet.