Sabine Drasnin
10.10.2007

Mediengestalterin/Mediengestalter Digital und Print

Kreativität mit digitaler Technik verbinden - das ermöglicht der Beruf der Mediengestalterin/des Mediengestalters Digital und Print. Vom ersten Kundengespräch über die Konzeptentwicklung bis hin zum fertig gestellten Layout sind kreative Ideen gefragt.
 

Erst im Jahr 1998 wurde der Beruf der Mediengestalterin/des Mediengestalters Digital- und Printmedien eingeführt. Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die bisher vier Schwerpunkte nicht klar genug voneinander abgegrenzt waren, daher wurden sie neu zugeschnitten. Auch die betrieblichen Wahlqualifikationen erhielten eine Aktualisierung. Außerdem wurde der Rahmenlehrplan für die berufschulische Ausbildung geändert. Seit dem 1. August 2007 kann in dem neu geordneten Ausbildungsberuf ausgebildet werden.

Das neue Berufsbild

Gestalten mit Sinn und Verstand
Gestaltung (englisch: design) heißt hier: Texte, Grafiken und Bilder werden für ein Medium - zum Beispiel einen Flyer oder eine Internetseite - so angeordnet, dass das Ergebnis die Aussage des Mediums unterstützt. Schriftart und -größe werden gezielt ausgewählt, ebenso die Hintergrundfarben oder passende Fotos. Ein Plakat muss anders aufgebaut sein als eine Zeitschrift, eine Internetseite anders als eine menügesteuerte CD-ROM. Typographie, Farbenlehre und Multimedia-Konzeption kommen bei der Gestaltung ebenso zum Einsatz wie Kreativitätstechniken - all das lernen die künftigen Mediengestalterinnen und Mediengestalter Digital und Print.

Ein vielfältiges Arbeitsfeld
Digitalfotos, Scanner und Bildbearbeitungsprogramme bestimmen die Druckvorstufe in vielen Betrieben. Dabei werden Texte, Fotos und Grafiken gestaltet und zu Layouts zusammengeführt. Bei den Texten werden Schriftarten und -schnitte ausgewählt. Fotos werden mit leistungsfähigen Bildbearbeitungsprogrammen korrigiert, optimiert und oft auch montiert. Die Layouts werden schließlich in druckbare Daten wie PostScript- oder pdf-Dateien konvertiert. Die Mediengestalterinnen und Mediengestalter können in all diesen Bereichen der Druckvorstufe tätig werden.

Zugangsvoraussetzungen

Schulabschluss
Die angehenden Auszubildenden sollten mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben. Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Abitur machten im Vorläuferberuf circa die Hälfte der Auszubildenden aus.

  • Mathematikkenntnisse und Medienerfahrung als Voraussetzung
    Gute Mathematikkenntnisse sind wichtig und nicht nur bei der Kalkulation von Angeboten gefragt. Bei der Berechnung der Scan-Auflösung zum Beispiel muss ebenfalls gerechnet werden. Wichtiger jedoch ist vielen Betrieben die Erfahrung im Umgang mit dem PC und mit Bildbearbeitungsprogrammen. Wenn die angehenden Auszubildenden schon eine eigene Homepage erstellt haben - umso besser. Auch im Print-Bereich werden die meisten Druckvorlagen digital erstellt, daher ist eine starke Affinität für verschiedenste Hard- und Software ein Muss.
  • Kreatives Potential und Sinn für Ästhetik
    Interessierte Schülerinnen und Schüler sollten gerne gestalten, malen und zeichnen. Sie sollten einen guten Blick dafür haben, wie Schriften, Farben und Flächen allein und in Kombination wirken. Künstlerischer Anspruch allein ohne Sinn für betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten ist in diesem Berufsfeld allerdings fehl am Platz.
  • Teamfähigkeit und Kompromissbereitschaft
    Mediengestalterinnen und Mediengestalter arbeiten viel im Team. Sie sollten daher in der Lage sein, ihre eigenen Ideen, präsentieren und begründen, aber auch gleichzeitig die Ideen anderer verstehen und beurteilen zu können. Kritikfähigkeit ist ebenfalls wünschenswert. Da an einem Projekt meist mehrere Menschen arbeiten, ist der Wille zur Abstimmung und konstruktiven Zusammenarbeit sehr wichtig.

Ausbildung und Arbeitsfelder

    Informationen zur Autorin

    Sabine Drasnin ist freiberufliche Autorin im Bereich Bildung und führt eine Computerschule, die vor allem für Erzieherinnen und Lehrerinnen tätig ist.

    • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
      Hier können Sie Kontakt zur Autorin aufnehmen. Außerdem finden Sie eine Liste mit weiteren Lehrer-Online-Beiträgen von Frau Drasnin.
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