Krieg in den Medien

Die DVD-ROM erläutert anhand von etwa 250 Beispielen die theoretischen Konzepte zum Thema "Krieg in den Medien".
 

Dafür werden unter anderem Nachrichten aus Hörfunk und Fernsehen sowie Ausschnitte aus Filmen und Computerkriegsspielen genutzt.

Die Förderung von Medienkompetenz ist ein zentrales Lernziel, das heute in den Lehrplänen fast aller Fächer Widerhall findet. Die hier besprochene DVD "Krieg in den Medien", so viel sei vorweggenommen, bietet eine Fülle von hervorragend geeigneten Materialien und Aufgaben, um eben diesem Ziel näher zu kommen.

Ihr interaktiver, den Mediennutzer involvierender Ansatz trägt dabei den Forderungen der Kultusministerien nach einem "kritischen Medienbewusstsein" Rechnung.

Inhalt

Lügen als Argument für Kampfeinsätze
Eines der besten Beispiele für medial inszenierte Täuschung der Öffentlichkeit ist der mittlerweile berühmte Fall der 14-jährigen "Augenzeugin", die im Oktober 1990 unter Tränen vor dem Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses über angebliche von irakischen Soldaten begangene Gräueltaten an kuwaitischen Babys berichtete. Erst zwei Jahre später fand ein Journalist heraus, dass es sich bei dem Mädchen um die Tochter des damaligen kuwaitischen Botschafters in den USA handelte und der "Augenzeugenbericht" von einer PR-Firma inszeniert wurde. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg gegen den Irak bereits erfolgreich beendet.

Krieg
Die Erfahrung zweier Weltkriege hat die Welt nicht friedlicher gemacht. Ganz im Gegenteil zeigen alle Untersuchungen, dass die Zahl der zwischenstaatlichen und innerstaatlichen Konflikte seit 1945 eher noch zugenommen hat und weiter zunimmt. In den 1990er Jahren haben wir im Kongo und seinen Nachbarländern "Afrikas ersten Weltkrieg" gesehen, heute verfolgen wir hilflos den Völkermord im Sudan. Und der "Krieg gegen den Terrorismus" beziehungsweise die durch diesen ausgelösten Gegenreaktionen werden die Welt auch mittelfristig in Atem halten. Kurz, Krieg ist überall; wir Europäer erfahren ihn aber - zum Glück - nicht unmittelbar, sondern über ein Medium, vor allem durch das Fernsehen.

Krieg in den Medien
Auf Jugendliche übt Krieg häufig eine Mischung aus Abscheu, Wut und Traurigkeit, aber auch eine seltsame Faszination aus. Ihr Bild vom Krieg wird dabei ebenso durch Nachrichten und Reportagen wie durch Kriegsfilme und Computerkriegsspiele stark geprägt. "Krieg in den Medien" trennt klar zwischen Realität und Fiktion. Die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene DVD-ROM thematisiert unter anderem reale Kriege und deren mediale Inszenierung, macht die Ursachen und Folgen von Krieg deutlich und problematisiert die komplexe Interaktion von Wirklichkeit und Medien.

Kurzinformation

TitelKrieg in den Medien
HerausgeberBundeszentrale für politische Bildung
Technische VoraussetzungenBetriebssystem: Windows XP, Mac OS X ab 10.4
Prozessor: Pentium III
Arbeitsspeicher: 256 MB
Festplattenspeicher: mind. 24 MB, Vollinstallation 3,5 GB
Grafikkartenspeicher: 64 MB
DVD-Laufwerk
Bestellnummer der BpB1905
BestellmöglichkeitenDie DVD können Sie auf der folgenden Seite bestellen: www.bpb.de/shop

Fazit

Einer der größten Vorzüge von "Krieg in den Medien" ist das hohe Maß an Interaktivität, das man bei ähnlichen Produktionen allzu oft vermisst. Mit seinen zahlreichen gut ausgewählten Videoclips aus Kriegsfilmen und Computerspielen ist "Krieg in den Medien" zudem sehr dicht an der Lebenswelt der heutigen (männlichen) Schülergeneration. Dabei gelingt es den Autoren, den Medienkonsum der Schüler, den Unterschied zwischen Fiktion und Realität sowie die Wirkung der medialen Gewaltdarstellungen sehr geschickt und ohne erhobenen Zeigefinger zu thematisieren.

Internetadresse

Informationen zum Autor

Dr. Ulrich Schnakenberg unterrichtet Englisch und Geschichte am Aldegrever-Gymnasium in Soest. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Kassel.

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