Peter Stinner
05.01.2010

Marsbeobachtung am Abendhimmel - Januar bis Mai 2010

Am 29. Januar 2010 wird der Planet Mars in Opposition zur Sonne stehen. Er befindet sich dann von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber. Da Mars als äußerer Planet zudem um die Zeit seiner Opposition am hellsten erscheint, bieten sich die ersten Monate des Jahres 2010 für schulische Mars-Beobachtungsprojekte an.
 

Normalerweise sehen wir von der Erde, wie sich die außerhalb der Erdbahn liegenden Planeten Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun vor dem Fixsternhimmel nahe der Ekliptik von West nach Ost, das heißt beim Blick nach Süden von "rechts" nach "links" bewegen. Wenn in den Monaten um die Opposition ein äußerer Planet von der Erde "auf der Innenbahn des Sonnensystems" überholt wird, ändert er für einige Zeit die Bewegungsrichtung relativ zum Fixsternhimmel und wird "rückläufig", seine Bewegung wird "retrograd". Diese rückläufige Bewegung des Planeten Mars im Sternbild Krebs und die dabei vom Mars durchlaufene Oppositionsschleife können in den ersten Monaten des Jahres 2010 durch Beobachtungen ausschließlich zur "Primetime" am frühen Abend visuell oder fotografisch verfolgt werden.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Planetenbewegungen mit der Planetarium-Software Stellarium simulieren und erfahren.
  • das Zustandekommen der Oppositionsschleife eines äußeren Planeten verstehen.
  • nach Beobachtungsvorbereitungen mit der Software Stellarium den Planeten Mars am Nachthimmel auffinden.
  • die Bewegung des Planeten Mars auf seiner Oppositionsschleife visuell erfassen und grafisch dokumentieren.
  • bei der fotografischen Verfolgung des Planeten Mars einfache Verfahren der digitalen Bildbearbeitung kennenlernen und anwenden.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaMarsbeobachtung am abendlichen Winterhimmel 2010
AutorPeter Stinner
Fächer"NaWi" (Naturwissenschaften), Geographie, Astronomie, Astronomie-AGs, Klassenprojekte
ZielgruppeKlasse 5 bis Jahrgangsstufe 13
ZeitraumProjekte zur Beobachtung und Dokumentation der Oppositionsschleife von Mars können sich über einige Wochen bis Monate erstrecken. Zwischen den Beobachtungen sollten jeweils einige Tage liegen. Sinnvoll sind aber auch einzelne Beobachtungsabende zum Auffinden von Mars und den Sternbildern in seiner Umgebung und der Ekliptik.
Technische VoraussetzungenComputer für die Einzel- und Partnerarbeit bei der Beobachtungsvorbereitung, Zeichenmaterial, eventuell handelsübliche Digitalkamera (eine einfache Sucherkamera genügt)
SoftwarePlanetarium-Software, zum Beispiel Stellarium oder Cartes du Ciel (kostenfreie Downloads); Bildbearbeitungssoftware, zum Beispiel Fitswork (kostenloser Download)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Wer sich ausführlich über die Bewegung der Planeten um die Sonne und die scheinbare Bewegung vor dem Fixsternhimmel informieren will, sei auf die entsprechenden Ausführungen in der Unterrichtseinheit zur Planetenbeobachtung verwiesen. Diese Unterrichtseinheit widmet sich der retrograden Bewegung und der Oppositionsschleifen der äußeren Planeten, die bei Mars am deutlichsten ausgeprägt sind. Wenn die Umstände günstig sind (Beobachtung am frühen Abend), sollten die nur alle zwei Jahre und zwei Monate eintretenden Marsoppositionen genutzt werden, um das Phänomen zusammen mit Schülerinnen und Schülern zu beobachten und zu verstehen. Für die händische Protokollierung einer Oppositionsschleife stellt dieser Beitrag mit Planetarium-Software erstellte Himmelskarten zur Verfügung. Diese zeigen nur die Fixsterne der Himmelsregion, in der sich die aktuelle Mars-Oppositionsschleife vollzieht. Schülerinnen und Schüler können in die Kartenausdrucke - die einen Toner schonenden und beschriftungsfreundlichen weißen Hintergrund haben - die von ihnen beobachteten Marspositionen eintragen und so den "Looping" des Planeten über mehrere Monate verfolgen.

Download

marsschleife_2010.zip
 

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Peter Stinner ist Lehrer für Physik und Mathematik am Kopernikus-Gymnasium in Wissen (Rheinland-Pfalz). Mit der Wissener Astronomie-AG betreibt er die Sternwarte der Geschwister-Scholl-Realschule in Betzdorf.

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