Der hier vorgestellte Sternhimmel entspricht dem Anblick der Himmelskugel zu den in der Tabelle (siehe unten) angegebenen Zeiten. Falls keine gemeinsame Beobachtung des realen Himmels mit den Lernenden geplant ist, können die Schülerinnen und Schüler mit der kostenfreien Planetarium-Software Stellarium oder Cartes du Ciel vorbereitet werden (Beamer-Präsentation oder Partnerarbeit in der Schule) und den Abendhimmel später selbstständig oder zusammen mit Freunden, Freundinnen oder Eltern erkunden. Als Aufsuchhilfen stehen ihnen dabei Ausdrucke der Sternkarten oder eine selbst gebastelte drehbare Sternkarte zur Verfügung (siehe Erste Schritte zur Orientierung am Sternhimmel). Die Sternkarten aus diesem Beitrag sind in jedem Jahr vor Mitternachtzu folgenden Beobachtungszeiten gültig (siehe auch Tabelle auf der Übersichtsseite):
Das Frühlingsdreieck mit den hellsten Sternen von Jungfrau, Löwe und Bärenhüter steht über dem südlichen Horizont. Vom Sommerdreieck sind im Osten bereits die hellsten Sterne von Leier und Schwan zu sehen, während sich im Westen das Wintersechseck vom Himmel verabschiedet. Da die Jungfrau eher unauffällig ist, lohnt es sich den Blick einmal auf ein zirkumpolares Sternbild zu werfen. Wussten Sie, dass der Große Bär eigentlich eine Bärin ist? Die Inuit sahen im Großen Wagen ein Karibu - entsprechende Visualisierungen aus der kostenfreien Planetarium-Software Stellarium können Kinder motivieren, aus "nackten" Sternkonstellationen selbst Sternbilder zu erfinden. Druckvorlagen dafür gibt es im Internet.
Die bekannte Sombrero-Galaxie kann im Sternbild Jungfrau mit Amateurteleskopen beobachtet werden. Der Virgo-Galaxienhaufen, von dem allerdings nur wenig zu sehen ist (zum Beispiel M 100), bietet sich als "Sprungbrett" für die Frage nach der Verteilung der Materie im All an. Der Ausflug in die Theorie wird unterstützt durch Animationen, die man aus dem Internet herunterladen kann: zum einen ein virtueller Flug durch unseren astronomischen "Vorgarten" in der Milchstraße bis hin zur Riesengalaxie M 87 im Virgo-Haufen, zum anderen die sogenannte "Millenium-Simulation" aus dem Jahr 2005. Diese bis dahin größte Simulation zur kosmischen Strukturbildung wurde im Rahmen eines internationalen Projekts unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik in Garching bei München durchgeführt.
Karten des gesamten Himmels, eine Karte mit Sternbildfiguren für die Region des Großen Bären und eine grobe Karte des Virgo-Haufens (erstellt mit Stellarium)Dateigröße: 469 KB
Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.
Astronomie, Himmelsbeobachtung