Thomas Seidel
06.11.2009

Lernende erstellen Lehrfilme im Mathematikunterricht

Im Mathematikunterricht erstellen Schülerinnen und Schüler mit einer Webcam einen kurzen Lehrfilm, in dem sie eine ausgewählte Rechenoperation präsentieren und erklären.
 

Schon mit einfachen technischen Mitteln lassen sich die Multimediafähigkeiten eines Notebooks oder Computer auch für die Medienproduktion nutzen. Beim Erstellen eines kurzen Lehrfilms aus dem Bereich der Mathematik lernen die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit ein Problem aus dem Unterricht und dessen Lösung darzustellen. Sie üben sich dabei in der Struktur der Partnerarbeit, indem sie gemeinsam Absicht, Zielsetzung und Umsetzung der Medienarbeit besprechen und arbeitsteilig vorgehen. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Unterrichtsinhalt (zum Beispiel Bruchrechnung) eignen sie sich die mathematische Vorgehensweise (Rechenoperation) auch für sich selbst besser und nachhaltig an. Der Lehrfilm wird dann im Schulnetzwerk oder im Internet (Einverständnis der Eltern) veröffentlicht und ist somit eine Präsentation der Schülerinnen und Schüler.

Kompetenzen

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • den Umgang mit dem Notebook üben.
  • die Nutzungsmöglichkeiten einer Webcam kennen lernen und damit einen Film aufnehmen.
  • einen Film mit einem einfachen Schnittprogramm bearbeiten.

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • eine mathematische Problemlösung (Rechenoperation) in Wort und Bild präsentieren.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • einen Film arbeitsteilig in Partnerarbeit herstellen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaLernende erstellen Lehrfilme im Mathematikunterricht
AutorThomas Seidel
FachMathematik
ZielgruppeKlasse 4-6
ZeitraumCirca 3 Doppelstunden
Technische VoraussetzungenNotebook oder Computer mit Webcam und Mikrofon; Schnittprogramm, zum Beispiel den kostenlosen Windows Movie Maker

Didaktisch-methodischer Kommentar

Sprache im Mathematik-Unterricht
Ein Schwerpunkt im Mathematikunterricht in den Klassenstufen 4-6 kann die Verbalisierung bei Präsentationen sein. Das bedeutet die sprachliche Darstellung eines mathematischen Problems und die Beschreibung eines Lösungsweges, wobei die Fachsprache benutzt wird. Präsentationsmedien können Lernplakate, die Tafel oder - wie in diesem Fall - eine selbst erstellte Multimediadatei (ein Film) sein.

Besonders geeignet zur Binnendifferenzierung
Diese Unterrichtseinheit eignet sich zunächst nur für ein oder zwei Partnerteams im Rahmen der Binnendifferenzierung im Mathematikunterricht (bei offenem Unterricht beziehungsweise geöffneten Unterrichtsstrukturen). Wenn die Schülerinnen und Schüler mit der Vorgehensweise vertraut sind (Vorbereitung am Tisch mit Stift und Papier, Aufnahme, Schnitt), kann diese Unterrichtseinheit durchaus auf mehrere Schülergruppen ausgeweitet werden. Erfahrene Kinder können dann als "Computer-Lotsen" an Notebook und Webcam fungieren. Die Arbeit ist sowohl für leistungsstärkere, als auch für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler geeignet, wobei diese dann aber mehr Betreuung bei der Arbeit (fachliche Richtigkeit, Sprache) durch die Lehrkraft benötigen.

Zusatzinformationen

im Web

Informationen zum Autor

Thomas Seidel ist Lehrer und IT-Betreuer an der Maria-Montessori-Grundschule, Berlin. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Computereinsatz im Unterricht und in der Lehrerfortbildung.

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