Bert Gerhardt
03.09.2001

Jingles im Musikunterricht

Jingles - kurze, eingängige Melodien in zumeist knackigen Arrangements! Jingles begegnen uns als Erkennungsmelodien für Radiosender, Fernsehformate und Werbeprodukte, aber mittlerweile auch als musikalische Logos für Mobiltelefone oder Websites.
 

Das Komponieren von Jingles am Multimedia-Computer bietet die Möglichkeit der Verschränkung von musikalischer Theorie mit seiner praktischen Anwendung und Nutzung. Rhythmik, Harmonik und Melodik lassen sich sukzessive erarbeiten und auf die eigenen Schülerkompositionen beziehen. Auch die Betrachtung einzelner Parameter und ihre musikalische Gestaltung mit vorbereiteten Mustern bzw. Patterns ist sehr gut anhand kurzer Sequenzen nachvollziehbar.

Lernziele

Die selbständige kompositorische Arbeit am Multimedia-Rechner gibt den Lernenden die Möglichkeit, ein musikalisches Selbstbewusstsein anhand eigener Ideen zu entwickeln. Gerade in der Kürze eines Jingles kann sich künstlerische Kreativität entfalten und zu relativ schnellen Erfolgserlebnissen führen. Die Ausweitung dieses Ansatzes zu größeren "Werken" läßt sich hieraus ableiten. Musik wird gleichzeitig ein Stück weit auf ihre handwerklichen Qualitäten hin untersucht und entsprechend gestaltet. Die Nutzung sogenannter "Patterns" - also bekannter Stilmittel und Muster - ist dabei gebräuchlich und reflektiert das Verhältnis von Kunst und Technik. Aus Vertrautem Neues zu entwickeln ist als Handlungsmuster von Komponisten Gesprächsanlass für weiterführende thematische Auseinandersetzungen.

Kurzinformationen

ThemaJingle-Kompositionen
AutorBert Gerhardt
FachMusik
ZielgruppeSekundarstufe I
Zeitraum6-8 Stunden
MedienSequenzer-Software LOGIC; WorldWideWeb
Technische VoraussetzungenMultimedia-PCs mit Soundkarten und Kopfhörern; MIDI-Keyboards

Didaktisch-methodischer Kommentar

Der Jingle ist eine musikalische "Kleinstform" und umfasst in der Regel zwischen ein bis acht Takte. Ensprechend überschaubar ist die Konzeption eines solchen Jingles für die SchülerInnen. Die Step-by-step-Eingabe im Sequenzer-Programm ermöglicht die ständige Kontrolle und Optimierung des Kompositionsprozesses. Am Ende steht ein durchaus anhörbares Produkt, das auf Diskette, CD-ROM, CD oder Website abgespeichert und zur Verfügung gestellt werden kann.

Der hier vorgestellte Ansatz eignet sich besonders gut für den Musikunterricht in der Mittelstufe. Bezüge ergeben sich z.B. zu den Themenbereichen "Musik in der Werbung", "Hörspiel","Radio/Fernsehen/Medien" oder "Eigene Popsongs".

 

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Jingles.zip
Jingle_ab.zip

Informationen zum Autor

Bert Gerhardt ist als Studiendirektor Lehrbeauftrager für das Fach Musik am Seminar Stuttgart, Fachberater am RP Stuttgart, Projektleiter von www.musik-bw.de und Musiklehrer sowie Bigband-Leiter am Friedrich-Schiller-Gymnasium, Fellbach.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
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