Iridium-Flares - spektakuläre "Leuchtkugeln" am Himmel

Antennen der so genannten Iridium-Satelliten reflektieren das Sonnenlicht zur Erdoberfläche und können insbesondere in der Dämmerung außergewöhnliche Leuchterscheinungen erzeugen. So kann man auch an den langen Sommerabenden interessante - wenn auch nicht astronomische - Phänomene am Himmel beobachten.
 

Erblickt man einen Iridium-Flare zufällig und unvorbereitet, kann einem schon etwas unheimlich zumute werden. Die fast spukhafte, etwa fünf bis zwanzig Sekunden andauernde Erscheinung beginnt mit einem punktförmigen Aufleuchten, das sich sekundenschnell verstärkt, dabei fast grell werden kann, und dann ebenso schnell wieder abklingt und verschwindet. Die Lichtquelle bewegt sich, wirkt aber nicht sternschnuppenartig. Die linke Abbildung zeigt die Lichtspur eines Iridium-Flares auf einem Foto von Gerhard Dangl (Belichtung über die gesamte Zeit des Flare-Ereignisses). Wenn Sie so etwas schon einmal beobachtet haben, war wohl kein UFO oder Netzhautriss die Ursache, sondern die Reflexion des Sonnenlichts durch eine der stark reflektierenden Antennen eines Kommunikations-Satelliten.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Kenntnis von der Existenz der Iridium-Satelliten erhalten.
  • Online-Rechner als Werkzeuge zur Vorhersage künstlicher Himmelserscheinungen kennen und nutzen lernen.
  • Iridium-Flares fotografisch dokumentieren (optional).

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaIridium-Flares - spektakuläre "Leuchtkugeln" am Himmel
AutorDr. André Diesel
FachNaturwissenschaft, Technik, Astronomie- und Technik-AGs
ZielgruppeKlasse 5 bis Jahrgangsstufe 13
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetanschluss für die Berechnung von Flare-Prognosen; Digitalkamera mit Draht- oder Fernauslöser, Stativ

Didaktisch-methodischer Kommentar

Ausweichobjekte für die kurzen Sommernächte
Das Auftreten der hier vorgestellten nicht-astronomischen "Artefakte", die man zum Beispiel zurzeit der kurzen Nächte im Sommer alternativ zu astronomischen Objekten in der Dämmerung (oder sogar am Tag) mit dem bloßen Auge beobachten kann, lässt sich auf den Internetseiten "Heavens above" und "CalSky" (siehe Internetadressen) für jeden Beobachtungsort berechnen. So haben auch jüngere Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, an Sommerabenden interessante Erscheinungen am Himmel zu beobachten, ohne sich die halbe Nacht um die Ohren schlagen zu müssen.

Erstellung der Prognose
Jüngeren Lernenden sollte die Erstellung der Flare-Prognosen in der Schule demonstriert und erläutert werden (Beamerpräsentation, Computerraum), damit diese gegebenenfalls am heimischen Rechner die Koordinaten ihres Standortes möglichst exakt eingeben können. Da die maximale Helligkeit der Flares nur in einem etwa zwei Kilometer schmalen Streifen zu sehen, kann eine typische "Schülerpopulation" die Helligkeit eines Flares sehr unterschiedlich wahrnehmen, wenn das Ereignis an verschiedenen Standorten beobachtet wird.

Internetadressen

Zusatzinformationen

Iiridium-Satelliten

Iridium-Flares

Informationen zum Autor

Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.

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