Uta Hartwig
04.08.2003

Argumente gegen die Leugner des Holocaust

Immer wieder verbreiten Rechtsextremisten und Neonazis in Zeitschriften und im Internet die These von der Auschwitz-Lüge. Wie ihre Argumente aufgebaut sind und was Jugendliche ihnen entgegnen können, vermittelt diese Anregung für den multimedialen Geschichtsunterricht.
 

Die These, der Massenmord an über einer Million Juden und anderen Verfolgten in Auschwitz sei eine Lüge, beruht auf bewusst gewählten Halbwahrheiten und manipulierten Fakten. Sie ist historisch unhaltbar. Trotzdem ist es für Jugendliche schwierig, rechtsextreme oder neonazistische Argumente souverän zu widerlegen. Oft reagieren Schülerinnen und Schüler hilflos, wenn sie mit derartigen Thesen auf dem Schulhof konfrontiert werden. Die Unterrichtsanregung vermittelt Argumentationshilfen gegen revisionistische Sprüche von Neonazis. Im Zentrum des Unterrichts steht die Internetseite "Holocaust-Referenz: Argumente gegen Auschwitz-Leugner".

 

Kompetenzen

Inhaltliche Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Argumentationsweise der Holocaust-Leugner an verschiedenen Beispielen untersuchen.
  • die Motive und Ziele der Holocaust-Leugner erkennen.
  • die These von der Holocaust-Lüge mithilfe von Quellenmaterial widerlegen lernen.
  • das Thema in der Klasse diskutieren.

Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Informationen zur Widerlegung der Holocaust-Lüge im Internet recherchieren.
  • sich inhaltlich mit der Website "Holocaust-Referenzen" auseinander setzen.
  • die Möglichkeiten der Verbreitung von Inhalten und Propaganda im Internet reflektieren und diskutieren.

Kurzinformation

ThemaArgumente gegen Auschwitz-Leugner
AutorInUta Hartwig
FachGeschichte, Deutsch, Englisch
ZielgruppeKlasse 7 bis 10
Zeitraumcirca 8 Unterrichtsstunden
MedienInternet
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetzugang

Methodisch-Didaktischer Kommentar

Die Unterrichtsreihe setzt sich aus drei Aufgabenbereichen zusammen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen mithilfe der Internetseite "Holocaust-Referenz" zuerst die Vorgehensweise der Auschwitz-Leugner. Sie können ihre Kenntnisse anschließend vertiefen, indem sie sich mit dem "Leuchter-Report" auseinander setzen. Der stellt die These auf, die Gaskammern in Auschwitz seien technisch nicht zur Vernichtung von über einer Million Menschen geeignet gewesen. Abschließend beschäftigen sich die Jugendlichen mit den internetspezifischen Möglichkeiten, Thesen und Inhalten zu verbreiten. Dabei sollen sie sich kritisch mit der Meinungsfreiheit im Internet und mit ihren Grenzen auseinander setzen.

Zusatzinformationen

Literaturtipp
Markus Tiedemann:
In Auschwitz wurde niemand vergast. 60 rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt (Lernmaterialien). Verlag an der Ruhr, 1996.
ISBN: 3860722751
Preis: 12,80 €

Download

Auschwitz-Leugner-Projektbeschreibung.pdf
Arbeitsblaetter-Auschwitz-Leugner.zip
 

Informationen zur Autorin

Uta Hartwig unterrichtet Geschichte und Englisch an der Max-Tau-Schule in Kiel. Gleichzeitig ist sie als Fachberaterin Geschichte für Lehrer-Online tätig.

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