Birgit Pieplow
16.08.2012

Die deutsche Teilung: Leben im Grenzgebiet

Die innerdeutsche Grenze prägte über Jahrzehnte den Alltag der Menschen, die in ihrem Schatten lebten - in Ost wie West. Lernende begeben sich im Internet auf eine Zeitreise und begegnen dabei Zeitzeugen: Grenzverletzern und Grenzverletzten.
 

Ob im Alltag, bei der Arbeit oder in der Freizeit: Mit der innerdeutschen Grenze mussten die Bewohnerinnen und Bewohner grenznaher Gebiete leben lernen - auf beiden Seiten der Grenze. Neben der physischen Präsenz der Grenzanlagen bestimmten zahlreiche Sonderregelungen das Leben der Menschen in einem grenznahen Streifen in der DDR. Der fächerübergreifende Ansatz der Unterrichtseinheit verknüpft den gesamtpolitischen Kontext der deutschen Teilung mit sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Aspekten. Mit Hilfe einer virtuellen Besichtigung erkennen die Lernenden den Aufbau der Grenzanlagen und recherchieren Zeitzeugenberichte im Internet. Durch den Besuch des Grenzlandmuseums Eichsfeld lässt sich das erworbene Wissen vertiefen und durch Anschauung am historischen Lernort nachhaltig festigen.

 

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • von der historischen Teilung Deutschlands in zwei Staaten erfahren.
  • den ehemaligen Grenzverlauf sowie Aufbau und Funktion der Grenzanlagen erkennen.
  • unterschiedliche Phasen der "Durchlässigkeit" der Grenze erkennen.
  • Begriffe wie "Kalter Krieg" und "Eiserner Vorhang" kennenlernen.
  • die Auswirkungen der Politik der ehemaligen Blöcke auf das Leben der Menschen im Grenzgebiet erkennen.
  • die Auswirkungen der innerdeutschen Grenze auf den Alltag und die Arbeit der Menschen in den grenznahen Gebieten erkennen.
  • von Zwangsumsiedlungen der DDR-Bevölkerung erfahren.
  • ihr Wissen zur ehemaligen deutschen Teilung und zum Leben im Grenzgebiet mit dem Besuch des außerschulischen Lernortes Grenzlandmuseum Eichsfeld vertiefen.

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • das Internet und Bücher als Informationsträger anwenden.
  • vorgegebene Internetseiten online und offline aufrufen und Sachinformationen daraus entnehmen.
  • sich in der Erstellung von Präsentationen üben.
  • kleine Websites mithilfe des Website-Generators von lo-net² erstellen.
  • historische Textquellen analysieren.
  • interaktiv einen Lückentext bearbeiten.
  • das Zitieren von Quellen in einem Wiki einüben.
  • die Bedeutung des Internets als "Erinnerungsort" erkennen und kritisch reflektieren.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Regelungen für die Nutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen und einhalten.
  • einander bei der Arbeit helfen.
  • ihre Standpunkte sachlich in einem Online-Forum austauschen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaDie deutsche Teilung: Leben im Grenzgebiet
AutorBirgit Pieplow
FächerGeschichte, Deutsch, Politik/Sowi, Geographie, Ethik
ZielgruppeSekundarstufe II
Zeitraum6 bis 8 Unterrichtsstunden
technische VoraussetzungenComputer mit Internetanschluss oder offline zur Verfügung gestellte Internetseiten, Sound-Karte, RealPlayer oder Windows Media Player, Microsoft PowerPoint oder OpenOffice, Beamer, Lautsprecherboxen
erforderliche VorkenntnisseAllgemeiner Umgang mit dem Computer; vorgegebene Internetseiten online und offline aufrufen und darin navigieren; einpflegen von Inhalten in ein Wiki auf lo-net²; Blog-Funktion von lo-net²; erstellen kleiner Websites mithilfe eines Website-Generators von lo-net²
PlanungTabellarischer Verlaufsplan

Didaktisch-methodische Hinweise

Modularer Aufbau
Die Unterrichtseinheit ist modular aufgebaut und eignet sich auch für fächerübergreifende Projekte. Die Unterrichtmaterialien sind so konzipiert, dass sie zur Vorbereitung eines Besuches des außerschulischen Lernortes Grenzlandmuseum Eichsfeld, aber auch unabhängig davon genutzt werden können. Ein Besuch des Grenzlandmuseums bietet sich an, um das im Unterricht erworbene Wissen zu vertiefen und durch praktische Anschauung der Grenzanlagen oder ehemals in der Sperrzone gelegener Orte erlebbar zu machen.

Teamarbeit erwünscht
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten überwiegend in Teams zusammen. Eine Vielzahl multimedialer und interaktiver Internetangebote kann in den Unterricht eingebunden werden, von der virtuellen Besichtigung von Grenzanlagen angefangen bis hin zu Zeitzeugenberichten. Die Internetseiten können den Lernenden online, teilweise auch offline zur Verfügung gestellt werden. Arbeitsergebnisse werden auf Arbeitsblättern, in kleinen PowerPoint-Präsentationen oder mit Hilfe von Funktionen eines virtuellen Klassenraums auf lo-net² vorgestellt.

Vorbereitung
Folgende Vorbereitungen sollten Sie vor Start der Unterrichtseinheit treffen:

  • Bereitstellen eines Lehrkraft-Computers mit Soundkarte, RealPlayer oder Windows Media Player, Microsoft PowerPoint sowie optimalerweise mehrerer Computer mit Internetanschluss für die Schülerinnen und Schüler; Beamer, Lautsprecherboxen.
  • Bereitstellen von Atlanten (vor 1990) oder alten Karten der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
  • Für einige Arbeitsaufträge werden Funktionen von lo-net² genutzt. Bereiten Sie gegebenenfalls Ihren virtuellen Unterrichtsraum entsprechend vor.

Die Module im Überblick

Downloads

grenzgebiet_arbeitsmaterialien.zip
grenzgebiet_plattformmaterialien.zip
 

Zusatzinformationen

Informationen zur Autorin

Birgit Pieplow ist Online-Redakteurin in Köln mit den Arbeitsschwerpunkten Kultur und Medien.

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