Wie lange reichen die Erdölreserven?

Auf der Basis einer (quellen-)kritischen Internetrecherche entwickeln die Lernenden eine eigene Einschätzung zur Reichweite der Ölvorräte. Ihre Stellungnahmen werden zunächst in Kleingruppen zusammengeführt und dann mit der Klasse diskutiert.
 

Im Rahmen eines WebQuests - beziehungsweise BlogQuest - setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander, wie lange die Erdölreserven noch reichen. Im Verlauf der Unterrichtseinheit sollen sie in Einzel- oder Partnerarbeit verschiedene Internetquellen kritisch auswerten und eine schriftliche Stellungnahme zum Thema verfassen. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit sollen sie ihre Standpunkte in einer Diskussionsrunde besprechen. Der WebQuest wurde im Projekt "Lehr@mt: Medienkompetenz als Phasenübergreifender Qualitätsstandard" entwickelt. Weitere Lehr@mt-WebQuests finden Sie auf unserer Partnerseite der Didaktik der Chemie, Universität Frankfurt.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß der Bildungsstandards im Fach Chemie für den Mittleren Schulabschluss

  • angeben, dass Erdöl einen Energiegehalt besitzt, der mithilfe chemischer Reaktionen in Arbeit umgewandelt werden kann. (F4.1, F4.2)
  • Formen der Informationsbeschaffung und -verarbeitung nutzen, um die Endlichkeit der Erdölreserven zu erschließen. (B3)
  • zum Thema Erdölreserven unterschiedliche Internetquellen für ihre Recherchen nutzen. (K1)
  • Darstellungen auf ausgewählten Internetseiten hinsichtlich ihrer fachlichen Richtigkeit prüfen. (K3)
  • im Rahmen einer Internetrecherche Trends, Strukturen und Beziehungen zur Endlichkeit der Erdölreserven finden, erklären und Schlussfolgerungen ziehen. (E6)
  • auf die Fragestellung bezogene und aussagekräftige Informationen anhand festgelegter Beurteilungskriterien auswählen. (K2)
  • die Endlichkeit der Erdölreserven aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren und bewerten. (B5)
  • den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Internetrecherche situationsgerecht und adressatenbezogen dokumentieren und präsentieren. (K7)
  • fachlich korrekt und folgerichtig argumentieren. (K8)
  • ihre Arbeit als Team planen, strukturieren, reflektieren und präsentieren. (K10)
  • Verknüpfungen zwischen Chemie und anderen Unterrichtsfächern, wie zum Beispiel Biologie, Geographie, Wirtschafts- und Politikwissenschaften, erkennen und diese Bezüge an konkreten Beispielen aufzeigen. (B2)

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaReichweite der Erdölreserven, Quellenkritik
AutorenStephen Amman, Sven-Heiko Bubel, Rolf Goldstein, Lars Jakob
FachChemie
ZielgruppeHauptschule: Klasse 9; Realschule: Klasse 10;
Gymnasium: Klasse 9
Zeitraum4 Stunden
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetzugang in ausreichender Anzahl (idealerweise für Einzel- oder Partnerarbeit)

Didaktischer-methodischer Kommentar

Thematisch gehört die Beschäftigung mit der "Reichweite der Erdölreserven" zu dem Bereich der fossilen Energieträger und baut auf Vorkenntnissen zu den einfachen Kohlenwasserstoffen auf. Die Lernenden arbeiten, wenn möglich (bei ausreichender Anzahl an Computerarbeitsplätzen), in Einzel-, ansonsten in Partnerarbeit. Vor der Auswertung der vorgegebenen Internetquellen sollen sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über den quellenkritischen Umgang mit Informationen aus dem Internet machen und dafür einen Kriterienkatalog erstellen. Hierzu befinden sich auf der Materialien-Seite des WebQuest-Dokuments drei Links zu Texten, die sich mit dem Thema Quellenkritik auseinandersetzen. Danach soll die Fragestellung, wie lange die Erdölreserven noch reichen, unter Zuhilfenahme von fünf Quellen bearbeitet und eine schriftliche Stellungnahme verfasst werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Ergebnisse zunächst in Kleingruppen (je vier bis fünf Lernende) vorstellen und diskutieren. Jede Gruppe entscheidet sich für eine Stellungnahme, die dann der gesamten Klasse präsentiert wird. Anschließend sollen in einer Diskussionsrunde die Ergebnisse der Gruppen besprochen werden.

  • Lehrplanbezug und Voraussetzungen
    Die Einordnung des WebQuests in die Lehrpläne von Hauptschule, Realschule und Gymnasium sowie in die Typologie des WebQuest-Erfinders Bernie Dodge wird dargestellt.

Internetadresse

Zusatzinformationen

Informationen zu den Autoren

Lars Jakob studiert zurzeit im siebten Semester an der Goethe-Universität Frankfurt am Main die Fächer Chemie, Französisch und Mathematik auf Lehramt (Sekundarstufe I). Der Artikel wurde überarbeitet von Sven-Heiko Bubel und Stephen Amann, die beide als studentische Hilfskräfte im Projekt "Lehr@mt: Medienkompetenz als Phasenübergreifender Qualitätsstandard" arbeiten, sowie von Rolf Goldstein, der als pädagogischer Mitarbeiter im Projekt tätig ist.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Herrn Goldstein aufnehmen. Zudem finden Sie hier eine Liste mit allen Lehrer-Online-Beiträgen des Autors.
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