Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Frage des Ursprungs des Lebens und verbindet dabei astronomische Bezüge mit chemischen Grundlagen. Ausgangspunkt ist ein Bericht über die Entdeckung einer Klasse von Aminosäuren in einem Meteoriten, die bei der chemischen Evolution des genetischen Materials eine Schlüsselrolle gespielt haben könnte. Die Grundbausteine des Lebens stammen demnach aus dem All. Die Schüler und Schülerinnen begeben sich im Rahmen einer Stationsarbeit auf einen spannenden Weg, auf dem sie diese Theorie näher beleuchten. Dabei lernen sie Struktur, Nomenklatur sowie die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Aminosäuren kennen. Zudem erfahren sie etwas über die Bedeutung der Aminosäuren in den Sport- und Ernährungswissenschaften. Auch deren Redoxchemie wird berücksichtig. Höhepunkt der Unterrichtseinheit, die bei dem Lehrerwettbewerb Astronomie 2009 von Science von Stage prämiert wurde, ist der Besuch einer astronomischen Einrichtung. Hier erfahren die Lernenden von "echten" Forscherinnen und Forschern mehr über Aminosäuren im Weltall.
Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß der EPA
Das Thema Aminosäuren bietet eine einzigartige Möglichkeit, das Unterrichtsfach Chemie mit der Astronomie und der Frage nach der Entstehung des irdischen Lebens auf spannende und erlebnisreiche Weise zu verbinden. Die Stationsarbeit wird in diesem Beitrag sehr ausführlich beschrieben. Alle Arbeitsblätter und Lösungskarten stehen zum Download zur Verfügung. Für die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Sternwarte oder einem Planetarium muss sich die Lehrkraft im Vorfeld der Unterrichtseinheit bemühen. Bei der Suche nach dem passenden außerschulischen Lernort in Ihrer Nähe hilft das "German Astronomical Directory" (GAD), eine Webseite mit einem Verzeichnis der Sternwarten, Planetarien und Astronomievereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Alle Arbeitsblätter, Lösungskarten, die Einstiegsfolie und das Ablaufschema der Stationsarbeit können Sie hier in einem Rutsch herunterladen.Dateigröße: 586 KB
Ulrike Dexheimer studierte die Fächer Chemie und Englisch an der Universität Potsdam. Während des Studiums unterrichtete sie ein Jahr an einem privaten Gymnasium, der "City of London School for Boys" in London (UK). Während ihres Referendariats in Potsdam gewann sie den dritten Platz im Lehrerwettbewerb "Spannung in die Schule" 2007 von Science on Stage. Zurzeit unterrichtet sie am Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg die Fächer Chemie und Englisch sowie Chemie bilingual in den Sekundarstufe I. 2009 erhielt sie für ihren Beitrag "Das Rätsel der Aminosäuren" eine Auszeichnung im Lehrerwettbewerb "Sternstunden für Ihre Schüler".
organische Chemie, 3D-Moleküle, Evolution (Biologie)